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die wahre geschichte vom kalb

Gleichnis zum Thema Freiheit/ Unfreiheit


von rochusthal

Es war einmal ein Bauer, der brachte sein Kalb zum Schlachten auf den Markt. Es war ein heißer Tag und ein langer Weg. Der Bauer träumte auf seinem Pferdewagen. Über dem Wagen flogen die quirligen Schwalben. Das Kalb sah ihn aus traurigen Augen an und fragte ihn auf der Hälfte des Weges, warum es geschlachtet wird. Der Bauer überlegte ein Weile, dann sagte er: Ja, wer heißt dich denn ein Kalb zu sein? Wer sagt dir, dass du auf dem Weg bleiben musst? Möchtest du lieber eine Schwalbe sein? Traurige und dumme Kälber darf man binden und zum Schlächter schleppen. Aber wer Flügel hat, fliegt in die Höhe und ist niemandes Knecht. 
Ja, warum mache ich das nicht eigentlich, fragte sich der Bauer. Er erwachte aus seinem Dösen und fiel in tiefe Aktivität. Er band das Kalb los, löste dem Pferd den Zaum. Beide liefen weg. Der Bauer riss sich aus seinem langweiligen und schweren Leben los und fort und wanderte traurig, weil seine Gefährten geflohen waren,  an dem Städtchen mit dem Markt vorbei. In der beginnenden Dunkelheit suchte er sich ein Nachtlager. Als er gerade einschlief, hörte er neben sich heftiges Atmen: das Kalb und das Pferd hatten ihn wieder gefunden.
Die Sonne weckte die drei früher als sonst. Sie bemerkten, dass ein ganz kleiner Wolf sich neben sie gelegt hatte, der jetzt vor Angst zitternd alle drei ansah. Die hatten keine Wahl: sie mussten auch den kleinen Wolf mitnehmen. Der Wolf, so zeigte sich, konnte eine ganze Woche hungern, konnte sehr gut aufpassen und böse Beobachter vertreiben, fraß aber gerne die Lämmer. Das Kalb konnte stundenlang stehen, stumpfsinnig blicken, wiederkäuen und den Schlaf seiner Freunde bewachen. Aber es musste fast den ganzen Tag fressen, um bei Kräften zu bleiben. Das Pferd konnte am schnellsten laufen, war aber auch am meisten gefährdet, denn Menschen, die sich von ferne zeigten, versuchten sofort, das Pferd zu fangen. Der Bauer war zwar der schlaueste von ihnen und kannte fast alle gefährlichen Situationen, aber er weinte jeden Tag seiner verlorenen Unfreiheit nach. Und so träumten sie alle weiter von den Schwalben.

Anmerkung von rochusthal:

Das Gleichnis beruht auf dem bekannten Lied 'Dona, dona', das von Aaron Zeitlin stammt, aber auch oft Jizchak Katzenelson zugeschrieben wird, und in unzähligen Übersetzungen und Interpretationen existiert.



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Kommentare zu diesem Text


moonlighting
Kommentar von moonlighting (05.05.2012)
Frei........ doch sind uns die Hände gebunden....

LG
Moonlight
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AZU20
Kommentar von AZU20 (05.05.2012)
Freiheit- ein Leben lang erstrebenswert. LG
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rochusthal
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Veröffentlicht am 05.05.2012, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 28.05.2012). Dieser Text wurde bereits 808 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 14.09.2018.
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