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Schneewalzer

Text zum Thema Tanz(en)


von Skala

Du suchst noch nach dem richtigen Takt, den richtigen Schritten und irgendwie nach dem richtigen Ton, das merke ich. Jedes Mal, wenn du Luft holst, um mir etwas zu sagen, geraten deine Füße ins Straucheln, und ich stolpere dir hinterher.
„Eins… zwei… drei… und… Drehung“, singe ich dir leise ins Ohr. Ich muss den Hals recken, damit du mich überhaupt verstehst.
„Ja, ja“, sagst du unwillig und stierst wieder geradeaus in den Raum. Ich muss daran denken, wie wir miteinander geübt haben, das Tanzen, nur wir beide. Wir hatten nicht einmal Walzermusik, aber irgendwie haben wir es geschafft, sie uns vorzustellen, sie uns gegenseitig zu erzählen, wie wir uns auch immer wieder gegenseitig Geschichten erzählen können. Wir haben im Garten getanzt, im Schnee, weil du meintest, den Schneewalzer könne man im Schnee tanzen, wir beide für uns, aber jetzt scheinen dich die vielen Menschen um uns herum nervös zu machen. Deine Hand, die die meine hält, ist kalt wie dieser Gebirgsbach beim Rafting und dein Herz schlägt so wild wie die Stromschnellen in diesem Fluss.
„Keine Angst“, flüstere ich.
Du holst Luft um mir zu antworten und kommst dabei erneut aus dem Takt. Ich lächele und übernehme für einen kurzen Moment die Führung, bevor ich mich wieder dir überlasse.
Den Schnee… Schnee… Schnee… Schnee…walzer tanzen wir.
Du mit mir und ich mit dir. Langsam merke ich, wie auch du ganz in dem IchundDu aufgehst, nur noch für mich und mit mir tanzt, und mit und für niemanden sonst. Unsere Schritte ordnen sich, tanzen wie von allein. Ich schaue hoch in dein Gesicht, das ich so gerne lächeln sehe, und das bis jetzt vor Angst verkrampft war, doch jetzt schaust du zu mir herab und lachst dein schönes Lachen. Ich muss daran denken, wie du großspurig gesagt hast: „Und wenn wir unseren ersten Tanz getanzt haben, dann küsse ich dich, auch wenn es kitschig ist.“ Ich glaube dir nun wieder, dass dir der Kitsch egal ist, und wirklich, als die letzten Töne erklingen und um uns herum alle stehen bleiben, beugst du dich vor und küsst mich. Bevor der Kuss ein zu langer wird, nimmst du mich in den Arm und flüsterst mir leise die Worte ins Ohr, nach denen du die ganze Zeit gesucht hast: „Ich liebe dich.“
Und für einen kurzen Moment habe ich das Gefühl, dass wir beide unseren gemeinsamen Ton gefunden haben.


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Scrag (24) (05.07.2012)
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Skala meinte dazu am 05.07.2012:
Ich halte niemanden für bekloppt, nur wegen einer Textdeutung. Vor allem wenn es um Deutung meiner Texte geht. Ich beharre nie auf einer starren Aussage, und wenn jemand so viel in meine Texte hineindeutet, dann freut es mich ungemein. Das Leben als ein Tanz... ja, vielleicht sehe ich es manchmal so, auch wenn ich es nicht bewusst in diesen Text arbeiten wollte. Oder vielleicht doch? Keine Ahnung, aber dass du so viel in diesem Text siehst, zeigt mir, dass ich es richtig gemacht habe.
Was die Tanzpartner angeht: Ich habe hier ganz bewusst das lyrDu als mäßigen Tänzer dargestellt. Ich wollte einfach mal versuchen, aus einer an sich fast lächerlichen Situation (natürlich angelehnt, man möge es mir verzeihen ) einen schönen, sinnlichen Text zu machen. Und manchmal, finde ich, sind die schlechten Tanzpartner die Liebenswerteren.
Vielen Dank für deinen Kommentar!
Ranky.
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