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Hahn in der Metapher

Gedanke zum Thema Provokation


von loslosch

Gallus in suo sterquilinio plurimum podest (Seneca, um die Zeitenwende bis 65 n. Chr.; Apocolocynthosis, eine Satire auf Neros Amtsvorgänger, Kaiser Claudius). Der Hahn auf seinem Misthaufen vermag am meisten. Oder, sehr frei: Jeder ist Herr in seinem Haus.

Wer hätte das gedacht! Dieser rustikale Spruch entstammt nicht dem mittelalterlichen Latein, der Epoche zwischen dem 6. und 15. Jh., die für manche Derbheit bekannt ist, sondern aus der Feder Senecas. Dann noch als gewagte Metapher. Wenn Seneca wollte, konnte er. Hier in einem launigen Nachruf auf Kaiser Claudius (die Verkürbissung - gedankliche Nähe zu Kohl als Birne beachtenswert).

Seneca, der bisweilen abgehobene Moralphilosoph, hier als bissiger, pfiffiger Naturbeobachter und Parodist.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Lluviagata
Kommentar von Lluviagata (08.07.2012)
Ich finde, dass Helmut Kohl diesen ewigen Spott nicht verdient hat, Lo!
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loslosch meinte dazu am 08.07.2012:
die ein oder andere kv-größe mag sich in dieser sentenz, wörtlich übersetzt, wiedererkennen. ;-) lo

ps: kohl hat uns auch die systemisch gewordene €-krise eingebrockt.
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Lluviagata antwortete darauf am 08.07.2012:
Aber er ist ein Mensch. Dies vergessen viele!
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Kommentar von KoKa (44) (08.07.2012)
Helmut Hohl wird doch auf ewig der einzig teutsche Einheizkanzler bleiben, was?
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Lluviagata schrieb daraufhin am 08.07.2012:
Böser KoKa! Tz!
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KoKa (44) äußerte darauf am 08.07.2012:
Ja! :-)) Immer zweimalmehrwiedu :-))
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loslosch ergänzte dazu am 08.07.2012:
siehe auch mein ps oben. kohl, die wunderwaffe. lo
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KoKa (44) meinte dazu am 08.07.2012:
:-))
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Lluviagata meinte dazu am 08.07.2012:
Tzz.
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KoKa (44) meinte dazu am 08.07.2012:
Ach Llu, Herr Kohl wäre begeistert von dir :-)) wie ich es bin.
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Lluviagata meinte dazu am 08.07.2012:
Auf jeden Fall kann er genauso dröhnend lachen als wie ich. :P
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KoKa (44) meinte dazu am 08.07.2012:
Aha, erzähl mehr :-))
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Lluviagata meinte dazu am 08.07.2012:
Er isst wie ich: Mit Appetit und Messer und Gabel. Nur was er isst, das unterscheidet uns. Ein wenig. :P
(Antwort korrigiert am 08.07.2012)
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Kommentar von magenta (65) (08.07.2012)
"Jeder ist Herr in seinem Haus?"
War Seneca denn nicht verheiratet? *staun :D
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loslosch meinte dazu am 08.07.2012:
doch! zweimal. zuletzt mit Pompeia Paulina.

ein souveränes urteil aus berufenem munde. :-) lo
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Kommentar von Caty (71) (08.07.2012)
Loslosch hat wieder gelesen, gleich muss er es aufschreiben mit "eigenen Worten", weil wir ja kein Deutsch können. Gruß, Caty
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magenta (65) meinte dazu am 08.07.2012:
Du kannst es in der Tat nicht besonders gut, Caty.
Dein neueste Werk wimmelt von Rechtschreibfehlern. ;)
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loslosch meinte dazu am 08.07.2012:
immerhin ist ihr werkchen hier rechtschreibfehlerfrei. :-)
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Didi.Costaire
Kommentar von Didi.Costaire (08.07.2012)
Der Gedanke selbst überrascht mich nicht besonders, jedoch die Tatsache, dass es die Apocolocynthosis/ Verkürbissung bereits seit über 2.000 Jahren gibt und sie mir nicht geläufig war. Das ist eine Bezeichnung, die ich als Sprachschatz bezeichnen würde. Eine gute Entdeckung!
Schöne Grüße, Dirk
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loslosch meinte dazu am 08.07.2012:
dieser "abgeklärte" philosoph war phasenweise opportunistisch. hier ein köstliches zitat aus wiki (die fußnote 53 gibt den forschungsstand von 1975 wieder):

*

Zu Neros ersten Amtshandlungen gehörte die Leichenrede auf den Adoptivvater Claudius, die Seneca für ihn vorbereitet hatte und die Nero in würdiger Manier vortrug. Als aber an einer Stelle von Claudius’ vorausschauenden Fähigkeiten und von seiner Weisheit die Rede war, verbreitete sich anlasswidrig allgemeine Heiterkeit,[48] denn Claudius galt bei den Zeitgenossen als beschränkt.

Seneca verfasste noch im selben Jahr den Ludus de morte Claudii Neronis, das „Spiel über den Tod von Claudius Nero“, das mit einem von Cassius Dio überlieferten Titel zumeist als „Apocolocyntosis“ [49] („Verkürbissung“ im Sinne von Veräppelung) zitiert wird. Es ist die einzige menippeische, das heißt teils in Prosa, teils Hexametern verfasste Satire, die von Seneca überliefert ist. Er macht sich ausgiebig über die geistigen, moralischen und körperlichen Unzulänglichkeiten des Kaisers lustig. So legt er dem sterbenden Claudius als letzte Worte in den Mund: „Vae me, puto, concacavi me!“ (auf deutsch etwa: „O je, ich fürchte, ich habe mich beschissen“) [50] und schildert dann seinen Weg durch das Jenseits[51], wo Kaiser Claudius, statt als Gott verehrt zu werden, schließlich als Sklave eines Freigelassenen als Gerichtsdiener zu arbeiten hatte.[52] Später schämte Seneca sich dieser zornigen Polemik, die dem eigenen Ideal philosophischer Gelassenheit so offenkundig widersprach, und versuchte, ihre weitere Verbreitung zu verhindern.[53]

*

dass seneca so kurz nach dem "ableben" (vergiftung!) des claudius das bühnenstück parat hatte, nährt den verdacht, dass er in das komplott gegen claudius eingeweiht war. so abgehoben wirkte er erst in den späten schriften, die auch mittel zum zweck waren, auf seinen schüler nero (verspätet) moralisierend und mäßigend einzuwirken. lo
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loslosch meinte dazu am 09.07.2012:
die schreibweise von wiki (Apocolocyntosis) ist falsch. richtig ist: Apocolocynthosis, wie ich aus der originalschreibung κολοκύνθη (flaschenkürbis) richtig abgeleitet hatte.
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Bergmann
Kommentar von Bergmann (15.07.2012)
Noch gallischer: Post coitum omne animal triste est, sive gallus et mulier. Aber griechischen Ursprungs ... (Steckt senex in Seneca?)
Übrigens mein Vorname - Ulrich - lässt sich auch übersetzen als Herr im Haus ...
Und: Hahn im Korb - auch eine bedenkenswerte Formulierung.
ttU
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loslosch meinte dazu am 15.07.2012:
senex/ seneca. vermutlich ja.

du der hahn im korb. wenn du das früh gewusst hast, hat es womöglich deine entwicklung beeinflusst, uli! :-) t.t. lo
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