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Geschichte zum Thema Fantasie


von ThalayaBlackwing

Thalaya schlug die Augen auf. Sie atmete in kurzen Stößen, als ob sie eben eine weite Strecke gerannt wäre. Auch rann ihr der Schweiß die Stirn hinunter. Schnell schob sie die vom Schweiß nasse Decke von sich, setzte sich auf. Ein Moment der Orientierungslosigkeit, doch dann kam alles zurück. Sie wusste wieder, wer sie war und wo sie sich befand. Und das, was sie aufgeweckt hatte, es war nur ein Traum. Eine alte Erinnerung.

So stand Thalaya auf, entzündete eine Kerze, stellte diese neben ein Heiligenbild, kniete selbst vor diesem nieder und versank in ein Gebet. Sie wollte ergründen, warum der Traum sie in letzter Zeit immer häufiger heimsuchte. Warum störte er ihren Schlaf? Warum erinnerte sie sich jetzt, nach 8 Jahren, wieder so häufig an damals? An das eine Leben, dass sie zurückgelassen hatte. Oder besser, an das eine Leben, das ihr genommen wurde.

„Es ist vorbei! Es wird nicht zurückkommen!“

Frustriert stand Thalaya auf und ging duschen. Das warme Wasser wusch nicht nur den Schweiß von ihr, sondern spülte auch ihre Frustration fort. Sie sollte zu Meister Madison gehen. Sie sollte ihn bitten, ihre Weihe zu verschieben. Sie war nicht bereit. Sie war noch nicht würdig, den Titel einer Schattenklinge zu tragen. Und wenn es so weiterging, würde sie nie dafür bereit sein. Niemals. Dabei war es alles, was sie sich gewünscht hatte, seit Jahren arbeitete sie darauf hin. Sie hatte härter trainiert als alle anderen. Sie hatte alle Prüfungen bestanden. Alle. Und jetzt scheiterte sie an sich selbst. Thalaya hasste sich dafür.

Schließlich drehte sie das Wasser der Dusche ab, stieg aus dieser heraus und betrachtete sich im Spiegel. Viele Narben zierten den Körper. Er hätte fast zierlich wirken können, wenn er nicht so muskulös wäre. Und doch war Thalaya kaum mehr als ein Kind. Ihre Augen jedoch, diese unergründlichen grünen Augen, waren die einer viel älteren Frau. Sie wirkten so unendlich alt und kalt. Das waren nicht die Augen eines 16-jährigen Kindes. Thalaya mochte diese Augen, denn vor diesen Augen wichen die meisten zurück, als hätten sie Angst. Das gefiel Thalaya. Niemand wollte wirklich etwas mit ihr zu tun haben, nicht einmal ihre Brüder und Schwestern. Und die waren zumeist nicht viel anders als Thalaya - und doch, diese Augen, sie schreckten sogar die einzige Familie ab, die Thalaya noch hatte.

Jetzt, wie sie vor dem Spiegel stand und diesen Körper betrachtete, war sie schon stolz. Sie lebte immerhin noch. Das war mehr, als die meisten anderen von sich behaupten konnten. Und es war keine Schande, um eine Verschiebung der Weiheprüfung zu bitten. Nur wer im Körper und im Geiste stark genug war, konnte die Prüfung überhaupt bestehen und Thalaya wollte nicht versagen. Denn jeder von ihnen hatte nur genau eine Chance.

Deshalb zog sich Thalaya jetzt an. Die einfache Uniform einer Novizin des Dunklen Tempels, schwarz, enganliegend und schmucklos. Das nasse Haar föhnte sie und band es dann in einen einfachen Pferdeschwanz. Ohne einen weiteren Blick in den Spiegel machte sie sich nun auf den Weg durch die ihr so vertrauten Korridore. Sie waren alle noch dunkel, nur die geringe Nachtbeleuchtung war aktiv. Wie spät
mochte es sein? War es wichtig? Meister Madison schien immer zu wissen, wann einer seiner Novizen seine Leitung brauchte. Dabei war es egal, wie spät oder wie früh es war.

So ging sie weiter, und als sie schon fast an der Tür zu Meister Madisions privaten Räumen war, ließ eine innere Stimme sie umkehren und sie eilte in die unterirdische Kathedrale des Moritats. Sie liebte dieses Heiligtum des Gottimperators. Schon als sie das erste Mal hier unten diesen riesigen Raum betreten hatte, der Ihm geweiht war, überkam sie Ehrfurcht. Sie spürte hier seine Gegenwart wie nirgendwo sonst. Nicht einmal in der großen Kathedrale, die in der obersten Ebene stand, hatte sie Seine Gegenwart so deutlich gespürt. Und wie damals, so sank sie auch heute direkt an der Tür auf die Knie und hielt kurz inne, ehe sie sich erhob und weiterging. Normalerweise suchte sie sich eine der Heiligen am Rand, einen der kleineren Schreine und betete dort, aber heute ging sie zielgerichtet nach vorn, und weil sie allein war, kniete sie ohne Zögern, ohne ein weiteres Wort nieder und fand endlich die Ruhe im Gebet, die sie vorhin nicht gefunden hatte.

Sie erinnerte sich an ihre ersten Jahre. Die ersten und sicher schwierigsten Jahre hier im Tempel. Sollte es wirklich schon 8 Jahre her sein? Es war so merkwürdig. Es kam ihr vor, als wäre es noch gestern gewesen, als sie den Geheimen Tempel das erste Mal betreten hatte.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (12.07.2020)
Was schade ist: Handwerklich ist der Text (fast) top, aber inhaltlich der totale Flop.

Nichts für ungut!

P.S.:
"hatte sie Seine Gegenwart so deutlich gespürt"
diesen Kommentar melden
Dieter_Rotmund meinte dazu am 12.08.2020:
Weiterhin steht da falsch ""hatte sie Seine Gegenwart so deutlich gespürt".
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ThalayaBlackwing
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Dies ist ein Kapitel des mehrteiligen Textes Das verlorene Kind.
Veröffentlicht am 15.08.2012, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 21.08.2012). Textlänge: 759 Wörter; dieser Text wurde bereits 687 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 28.07.2021.
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