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Am dritten Tage auferstanden von den Toten

Text zum Thema Glaube


von Rudolf

Die frühen Glaubensväter ließen ihre Anhänger weiteren Wunderglauben bekennen. Tote werden lebendig – wenigstens einer. Wieder frage ich mich, wie wenig Gottvertrauen müssen die frühen Christen gehabt haben? Wen wollten sie überzeugen? Heute ist die Zeile „am dritten Tage auferstanden von den Toten“ hinderlich.

Allein die Zählweise der Tage kommt wie eine Mogelpackung daher. Bedenke ich, dass Jesus am Nachmittag des Karfreitags gestorben ist und das Grab am Morgen des Ostersonntags schon wieder leer war, so war Jesus keine 40 Stunden tot. 40 Stunden sind nicht einmal zwei Tage. War er doch nur schwer verletzt und bewusstlos? Ich beginne zu spekulieren und möchte das nicht. Mein Glaube ist mir heilig. Warum schickt mich das Glaubensbekenntnis so offensichtlich in die Ödnis des Zweifels. Wie ein Fluch lastet diese Zeile auf dem Bekenntnis.

Tote werden nicht lebendig. Warum sollte Gott für seinen Sohn eine Ausnahme machen? Antike Vielgötterei und antiker Aberglaube haben sich im Christentum eingenistet. Sie versperren den Weg zu IHM. Da hilft auch das millionenfache Runterleiern der Glaubensformeln nicht. Hier wird leeres Stroh gedroschen. Gott rauft sich vermutlich die Haare, so er welche hat.

Wie lange muss ER noch warten, bis ihn die Menschen lieben mit dem ganzen Herzen und mit der ganzen Seele und mit dem ganzen Gemüt und mit aller Kraft? Keine Bedingungen: Ich liebe DICH aber nur, wenn DU Wunder tust, wenn DU ewiges Leben versprichst, wenn, wenn ... Gott verlangt bedingungslose Liebe. Davon lebt ER.

Bleibt das schöne Osterfest, das uns die Auferstehung Jesu sichert. Mit bunten Eiern und einem fruchtbaren Hasen feiern wir der germanischen Göttin Ostara zu Ehren, dass Jesus auferstanden ist. Hört sich komisch an, ist aber so.

Als Arbeitnehmer schätze ich Ostern sehr. Es vergeht kein Jahr an dem Karfreitag nicht auf einen Freitag und Ostermontag auf einen Montag fällt. Das ist eine sichere Bank. Daran glaube ich. Warum genau feiern wir noch einmal Ostern?


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Kommentare zu diesem Text


loslosch
Kommentar von loslosch (26.08.2012)
eine mischung aus tiefem glauben und parodie. ich wähle die 2. komponente. der glaube, der aus dem text strahlt:

Gott rauft sich vermutlich die Haare, so er welche hat.

mein zusatz: gott, sofern es ihn gibt, ... lo
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Kommentar von Jack (33) (26.08.2012)
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Dieter_Rotmund meinte dazu am 26.08.2012:
"Die frühen Glaubensväter ließen ihre Anhänger weiteren Wunderglauben bekennen." - Ich verstehe schon diesen ersten, holprigen Satz nicht: jemanden Wunderglauben bekennen lassen - das ist doch semantisch Unsinn, oder?
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Rudolf antwortete darauf am 29.08.2012:
Solche Kommentare mag ich gar nicht - grübel. Also, was mitschwingt, ist die Macht, die sich Kirche über Menschen verschafft und mit der sie ihnen das Gewissen schwer macht. Semantisch wie tatsächlich Unsinn, aber es geschah / geschieht doch, oder?
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Dieter_Rotmund schrieb daraufhin am 30.08.2012:
Mit semantisch Unsinn meine ich, dass die Kombination der Bedeutungen der Wörter in diesem ersten - wie gesagt:holprigen - Satz keinen Sinn ergibt. Paradebeispiel: Nach München ist es nachts weiter als mit dem Motorrad.

Jack hat den Satz verstanden, aber der beschäftigt sich ja auch intensiv mit Religion und hat wahrscheinlich erkannt, was du meinst. Wenn Du verstanden werden willst, solltest Du verständliche, klare, nicht allzu lange Sätze schreiben, finde ich...
Nichts für ungut, Deine Intention/Meinung respektiere ich, aber handwerklich gebe ich dem Satz eine 5.
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Rudolf
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Glaubensbekenntnis.
Veröffentlicht am 26.08.2012. Dieser Text wurde bereits 780 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 12.10.2018.
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