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"Wir haben doch keine Zeit" oder "Von Kontrollwahn und Vertrauensverlust"

Gedanke zum Thema Zeit


von DeadLightDistrict

Ich beobachte, ich registriere und bedauere…

Ich sehe Beziehungen zwischen Menschen auseinander brechen, weil der eine Partner den anderen durch ständige Kontrolle gekränkt hat. Und seien wir ehrlich! Wer mag es denn schon, permanent zu einem “Ich liebe dich” gedrängt zu werden. Wer mag es, nach Hause zu kommen, und von der Freundin angekeift zu werden, weil sie sich in seinem Facebook-Account eingeloggt hat und seine Messages mit einer anderen Frau ausfindig gemacht hat?

Ich sehe Menschen ihre Jobs kündigen, weil der Chef nicht genügend Vertrauen besitzt und permanent Beweise ihrer Fähigkeiten von Ihnen verlangt, ohne die Aufgaben konstruktiv zu gestalten. Oder auch seitens des Arbeitnehmers kann die Erwartung genauso hoch sein. Und wozu führt es? Zu einer Enttäuschung. Und ist das auf Dauer gesund? Nein!

Eltern erwarten von ihren Kindern Leistung. Das Kind kommt nach Hause, und fängt an stolz vom letzten Mathetest zu erzählen, die es mit einer Zwei bestanden hat! Die Mutter antwortet: “Ach, mach dir keinen Kopf! Das nächste Mal bekommst du eine Eins. Du kannst in der Schule überall Einsen haben! Zeig’ es Ihnen!” Völlig an Thema vorbei, oder?

Es ist nicht zu übersehen, dass die Menschen neben der Sucht nach Perfektion sich selbst durch den Drang nach Kontrolle krank machen. Wir haben das Vertrauen verlernt.

Wir wollen jemanden nicht richtig kennenlernen! Wir verlangen unterbewusst, bevor wir die Person kennenlernen, dass er sich beweist. Und dann sind wir sauer, wenn es nicht geklappt hat und schieben die Schuld natürlich nicht auf uns. Wir verlangen mehr von einer anderen Person, als wir es von uns selbst verlangen.

Aber jetzt mal ehrlich!

Wieso haben wir unterbewusst bereits ein negatives Bild des Gegenübers? Hätte wir kein negatives Bild, würden wir keine Beweise verlangen… Weil wir uns von Anfang an ein völlig verzerrtes, positives Bild von der Person konstruiert haben, die nicht mal ansatzweise am realen Bild anknüpft, die übrigens auf eine andere Weise positiv ist oder sein könnte.

Es ist ziemlich schwierig Antworten zu finden, weil unsere Gesellschaft immer schnelllebiger wird und alles ganz fix gehen muss. Am besten in Lichtgeschwindigkeit. Wir haben doch keine Zeit, uns auf andere Menschen zu verlassen und erstmal bedingungslos zu vertrauen! Ein Sprichwort aus Asien besagt:”Ihr Europäer habt Uhren, wir haben Zeit!” Früher oder später werden wir erkennen, dass wir durch den falschen Gebrauch der Zeit uns selbst und auch anderen krank machen. Wir kommen doch sowieso nicht drumrum, uns letztendlich irgendwann doch Zeit zu lassen. Also warum fangen wir nicht jetzt schon an?

Letztendlich neben dem Aspekt “Zeit” würde es auch ungemein helfen, bei Vertrauensproblematiken immer zuerst von uns selbst auszugehen. Wenn wir andere so behandeln würden, wie wir selbst gerne behandelt werden möchten, dann würde Einiges vielleicht besser laufen. Und vielleicht würde die Prozedur ein wenig länger dauern, aber große Früchte tragen.

Was man uns als Kind immer gerne gelehrt hat, trifft auch in der Erwachsenenwelt zu: “Was du nich willst was man dir tut, das füg auch keinem anderen zu!"

 
 

Kommentare zu diesem Text


Sternenpferd
Kommentar von Sternenpferd (08.09.2012)
"Es ist nicht zu übersehen, dass die Menschen neben der Sucht nach Perfektion sich selbst durch den Drang nach Kontrolle krank machen. Wir haben das Vertrauen verlernt."

jup !

"Wieso haben wir unterbewusst bereits ein negatives Bild des Gegenübers"

angst...(nicht den erwartungen zu entsprechen) ?

erwartungen = wahrscheinliche enttäuschungen

loslassen !

lg m.
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DeadLightDistrict meinte dazu am 09.09.2012:
Ist diese Angst nicht sogar angeboren? Sozusagen als Schutz?
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Sternenpferd antwortete darauf am 09.09.2012:
angeboren würde ich nicht sagen, aber anerzogen und geprägt.
angst ist so ein unnützes ding ...
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DeadLightDistrict schrieb daraufhin am 14.09.2012:
Aber andererseits: Hätten wir keine Angst, würden wir von Hochhäusern runterspringen. Aber wie geht man mit seiner Angst um, beziehungsweise wie findet man einen angemessenen Umgang? Ich glaub, das ist das was mich beschäftigt.
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Coschi
Kommentar von Coschi (14.09.2012)
Ja, wir haben das Vertrauen verloren, aber warum? Anerzogen, auf jeden Fall. Und der Wahnsinn geht immer weiter. Praktisch alles ist Schutz, so sehe ich das, schade müssen wir uns heute so sehr schützen, um nicht verletzt zu werden. Angst ist treibend, Angst ist hemmend - frei sind wir nur ohne sie.
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DeadLightDistrict äußerte darauf am 14.09.2012:
Da gebe ich dir irgendwie Recht. Aber es kommt drauf an, von welcher Angst man spricht.
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Kommentar von MaricaMistaken (25) (11.10.2012)
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DeadLightDistrict ergänzte dazu am 11.10.2012:
Danke dir ! Freut mich, dass du dich von meinem Text berührt gefühlt hast
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Kommentar von ichbinelvis1951 (64) (15.12.2012)
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Kommentar von Adrian (65) (31.03.2013)
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DeadLightDistrict
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Veröffentlicht am 08.09.2012, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 09.09.2012). Textlänge: 493 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.207 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 11.11.2019.
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