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Leben

Kurzgeschichte zum Thema Lebensweisheit


von Gebärdenlied

Sie setzte sich hin, spürte den Sand unter ihren Füßen und zwischen ihren Zehen. Sie roch, je tiefer sie ihre Füße in den Sand grub, einen Hauch von Feuchtigkeit. Ihr Herz machte einen Sprung, sie freute sich über jede Empfindung, jede Kleinigkeit die sie im Leben fühlen, riechen, schmecken und sehen durfte.
Es würde bald vorbei sein, das spürte sie.
Wie konnte die Zeit so schnell vergehen? Wochen, Jahre, Jahrzehnte erschienen ihr nun wie eine Briese im Wind.
Das Leben ist wie eine Welle im Meer.
Sie hatte geliebt, gehasst, geweint, gelacht, geschmunzelt, gewollt, gezwungen, gewogen, gesungen und gemieden und noch viel mehr - dennoch erschien ihr alles so kurz.
Sie erinnerte sich an das Warten, an die Schmerzen und doch würde sie alles dafür geben um das Ende nicht zu sehen.
Kein Moment war verschenkt gewesen, keiner zu bereuen selbst nicht die, die anderen Menschen weh getan hatten.
Irgendwann werden Diese es verstehen, da war sie sich ganz sicher.

Ein kleines Mädchen, keine sechs Jahr' alt setzte sich plötzlich neben sie und machte es ihr gleich.
Es bohrte ihre Füße in den Sand und sah sie fragend und mit großen, mandelförmigen, grauen Augen an.
Es brauchte keine Worte um zu verstehen wer dieses Mädchen war, sie war im hier und jetzt einfach neben ihr um ihr zu zu hören.

Etwas weiter saß eine Frau, sie rief das Mädchen und schimpfte, es solle die Dame in Ruhe lassen denn es gäbe sicher einen Grund warum sie alleine dort saß.

Die Dame, wie die Frau sie nannte, antwortete sie sei keine Dame sondern eine alte Frau die auf ihren Lebensabend wartet - es sei kein Problem, dass das Mädchen dort sitze aber die Frau hatte sich schon wieder abgewendet.

Das Mädchen sah weiterhin fragend, hatte auf die Rufe der Frau die wohl ihre Mutter zu sein scheinte nicht reagiert.

Irgendwas machte das Mädchen neugierig - irgendwas hatte die alte Frau wohl ausgestrahlt.

Weißt du, dass ich sehr alt im Gegensatz zu dir bin und sehr viel erlebt habe, fragte sie.

Das Mächen öffnete den Mund als wollte sie eine Antwort formen, schloss ihn jedoch wieder und nickte bloß.

Du bist wohl nicht sehr gesprächig, lachte die alte Frau, du brauchst eine Angst vor Wörtern zu haben denn eigentlich ist die Bedeutung das einzige Übel der Dinge.

Ach so ist das, sagte das Mädchen, und was bedeutet 'Lebensabend'. Sie formte das Wort sehr lang und ihr Gesicht wurde zu einem Ebenbild eines Fisches dabei
.
Ich werde nicht mehr lange da sein, nicht so wie du es kennst zumindest, formulierte Sie.

Es sah sie an, fragte nicht.

Ich werde dir nun einen Rat geben, wenn es in Ordnung ist fragte sie und plapperte sofort weiter.
Egal was du tust, egal wie andere Menschen dich sehen, egal was du fühlst oder was du siehst, erlebst oder spürst - genieße sein Leben und lass es niemanden unterbinden.

Die alte Frau stand auf, sah das Mädchen noch einmal an und lächelte, ging dann in Richtung Meer.

Das Mädchen schrieb genau diesen Satz am Abend auf und lebte ihn.

Gebärdenlied
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Veröffentlicht am 12.09.2012, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 13.09.2012). Textlänge: 508 Wörter; dieser Text wurde bereits 718 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 22.06.2019.
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