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Kurzprosa zum Thema Liebe und Sehnsucht


von Mondsichel

Ich vermisse diese Tage, wo ich düsteren Gedankens durch die Straßen ging und daran dachte, wie es wohl wäre sein Leben einen neuen Impuls zu geben. Sich zu ergeben jenem der da am Tore des Herzens klopfte, das so sehnsüchtig nach Erlösung rief. Es war die Kühle des Herbstes die mich immer wieder hinaustrieb, in die Einsamkeit eines stillen Hoffens, eines heimlichen Begehrens, das wie der Regen mir von den Lippen floss. Ein Schweigen das den Schmerz in mir erweckte, den Schmerz der mir sagte, dass ich tatsächlich noch fühlen kann.

Ich vermisse diese Tage des beginnenden Winters, wo die Sterne nicht nur am klaren Horizonte mir funkelten, sondern auch im Angesicht des aufkommenden Frostes. Je kälter es draußen ward, desto wärmer wurde es mir im Innersten. Angetrieben vom Feuer der Sehnsucht, endlich eins zu werden mit der Seele die mir Vollendung schenkte. Wie oft stand ich doch in weiter Flur um dem Mond meine Wünsche zu erzählen und im Lichte seiner Energie zu baden. Um meine Schwingen zu entfachen und zu ihm zu fliegen.

Neue Tage sind angebrochen, die mir Erinnerung an das schenkten was ich einst fühlte in jenem Herbst und Winter. Bevor meine Lippen das Schweigen brachen, bevor ich eins wurde mit jenem den ich ersehnte. Erneut wächst eine Blüte in meinem Innersten, hinter Mauern die kaum einer überwinden kann. Ich sehe mich im Spiegel an, sehe dasselbe Bild wie damals, nur restauriert, in neuem, fremden Glanze erstrahlen. Nichts ist mehr wie es mal war, und wird’s auch nie mehr sein. Ein neuer Horizont hat sich eröffnet. Ich weiß, nichts ist unerreichbar. Und mein Herz beginnt unter diesem Impuls wieder aufzuleben…

©by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Gewidmet...


Mondsichel
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Veröffentlicht am 26.09.2012, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 26.09.2012). Textlänge: 278 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.492 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 09.09.2020.
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