Eis-Weiß-Kalt

Gedicht zum Thema Reisen

von  creative16

Verschlafene Blicke gleiten über raue Hände
knoten Seile , die meine träume wie
Marionetten meines Nicht-Sein-Wollens
über die Bretter des Erlebens gleiten lassen.
Ängstlich ungelenk, ohne den  (uns)sicheren Schritt
entschwindet meine erinnerung
wie ein flügge vogel dem nest
aus wir-kühnsten-erwartungen und
eine abendumarmung, neckender zuckergusskuss,
die streichelnde glasur weicher liebeshände
kann das Abgleiten in Mist betörende Griffe
nicht verhindern; erinnern, ich will
doch inmitten eines Eisflusses
aus giftigen Worten flieht nicht
einmal die noch schwangere frucht
eines längst verblühten kirschblütenbaumes
dahin wo mein herz nicht gehalten wird
von den Stricken erbarmungsloser
Fäuste, schüttelnd mich wie eine Pflanze
sich nach dem Winterbiss; doch –
unfähig aufzugehen in neuem leben.
„Ich deck dich zu“,
flüstert mir der Neuschnee zu…


Anmerkung von creative16:

Zugfahrt

Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 Diablesse (28.05.14)
mag ich sehr, trotz der beliebigen majuskel- und minuskelschreibung. hat das eine funktion? feinen gruß!

 creative16 meinte dazu am 28.05.14:
Dankeschön für die Empfehlung.

Ich musste erstmal erforschen, was Majuskel und Minuskel meint, aber kann Dir sagen: Ja, es hat eine Bedeutung hier. Die negativ konnotierten Worte habe ich groß geschrieben, während das Positive unter dem Wulst aus Fesseln, Eis, etc. verschwindet.

LG
Zur Zeit online:
keinVerlag.de auf Facebook keinVerlag.de auf Twitter keinVerlag.de auf Instagram