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Farben, die ich vor dir sammelte [Darius, du wirst mich nicht brechen.]

Skizze zum Thema Wahnsinn


von Ginkgoblatt

ES fließt durch meinen Körper. Dieser Gedanke an „weiß“. Ja, weißes Gold in meinen Händen, rauscht durch mich, beamt mich weg ins Nichts, irgendwo hinter die Ferne, der Sinne entreißend. Mich zusammenhaltend, auflebend, rockiges Herz , Lächeln und so, die Welt ergießt sich wieder in Farben…

Farben, die ich vor dir sammelte. Nein, Darius, du wirst mich nicht brechen.

Es fließt nicht mehr, schon tagelang nicht mehr und ich lebe. Und ich werde diese Tage, die ich bereits überstanden habe, nicht aufgeben. Das weiße Medi ist nicht gut für mich. So wie du nicht gut für mich bist. Wenn ich dich schon nicht verlassen kann, dann doch wenigstens das. Wenigstens die Tabletten im Schrank lassen. Der Entzug fühlt sich an wie eine Achterbahnfahrt. Manchmal zweifle ich an mir, manchmal frage ich mich, ob ich noch ganz dicht bin. Vielleicht haben diese jahrelangen Medis tatsächlich etwas in meinem Kopf zerschossen. Mein Körper lässt nicht einfach los. Jede Minute ein Aufbäumen, mal leise, Augenzunken, bis die Realität nur noch vorbei klatscht, dann wieder absolute Taubheit, Hände wie abgestorben, mein Magen krampft. Körperlich fast zu wenig, um es Abhängigkeit zu nennen, denkst du, aber es ist schlimmer, ich kann es nicht beschreiben. Zu wenig oder zu viel, irgendwas schießt durch meinen Kopf, lässt mein Kartenhaus nieder stürzen. Dieses Fallen in die Momente, weggerissen in die Hölle und wenig später spaziere ich auf dem Regenbogen aus Watte Richtung Rache.
Darius, ich hasse dich. Und ich hasse mich, dass ich überhaupt ein Gefühl für dich empfinde. Denn du bist erbärmlich. Ich möchte dir etwas von meiner Verzweiflung schenken, vielleicht ein blutiges Messer, irgendetwas was sich in deine illusionsgenährte Welt schneidet. Aber ich habe noch nichts gefunden. Ich weiß nicht, was es sein soll. Denn ich schwanke, zwischen Mitleid und Wut, zu schnell, um fündig zu werden. Taumeln, weiter, Gedanken an Schwärze, an Licht, an Wahrheit.

Irgendwo zwischen Fleisch und schlagendem Herz rauscht die Gier durch meine Venen. Ich muss tanzen, mich bewegen… Ich tanze, tanze mich ins Koma, drehend, schneller, schneller, schwankend, fallend, links, rechts, links, knall. Mein Kopf schlägt gegen den Schrank – kurz

Stille

in meinem Kopf



Ich lache. Was bist du doch für ein erbärmlicher Mensch? Du bist nichts, gar nichts. Du bist noch nicht mal einen Gedanken wert. Darius, du bist tatsächlich nichts und du wirst mich nicht zerstören. Denn ich bin wer, ich bin ein anerkannter Verrückter. Weißt du, so mit Attest. Ich habe erkannt, dass ich nicht normal bin. Ich bin nämlich anders. Du latschst da, wo alle lang stolpern auf der großen Suche nach dem Glück, nach dem Leben, was zufrieden macht. Ich kann dir sagen, das gibt es nicht. Ich hab’s erkannt. Ja, hab mich geoutet. Weißt du, was mich wachsen lässt? Die Anderen denken ich bin die Schwache, aber ich habe eine Erkenntnis erlangt – wer Schwäche zugeben kann, ist stark. Und ich sehe die Menschen lächeln, jetzt, während ich das schreibe, die glauben wirklich an ihr tolles Leben, die glauben wirklich an ihre selbstgebauten Illusionen, so fest, dass sie Realität sind. Das kommt dir bekannt vor, was Darius? Oder auch nicht? Was ist deine Traumrealität? Dass du deinen Job gutmachst, dass du gebraucht wirst, dass du auf der anderen Seite stehst, dass deine Ehe in Ordnung ist – jeder braucht Freiheiten, dass die Zeit die Illusionen wahrwerden lässt?

Darius, glaubst du, ich bilde mir was ein? Ich kann dich sehen… nicht jetzt, aber ich habe dich in der Therapie gesehen, ich war im weißen Raum, ich war in deinem Innersten und was ich sah, war Verwüstung. Ich werde diese Gedankenreise nicht mehr los, Bilder, Gefühle, ein Schrei, zerbrechende Blicke, Schmerz zwischen den Molekülen. Sie quälen mich. Es ist deine Geschichte, es sind deine Verletzungen, deine Schmerzen, warum willst du sie nicht sehen? Kannst du sie auch nicht ertragen? Wo soll ich damit hin? Darius, sie haben sich nun in mir niedergelassen.

Unsere Verbindung, in diesen Stunden ist etwas passiert. Wir wollten es nicht, du nicht, ich nicht.

Aber ich habe etwas gesehen, ich habe DICH gesehen. Es macht mir Angst.

Anmerkung von Ginkgoblatt:

Dez. 12



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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von KoKa (44) (22.12.2012)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Ginkgoblatt meinte dazu am 22.12.2012:
Habe deinen Kom auch gärne gelesen. Ich glaube die Angst des lyr. Ich kommt auch daher, dass der Mann seine eigenen Verletzungen nicht sehen kann. So ist das immer mit den Männern... können alles außer Verletzung zugeben...
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KoKa (44) antwortete darauf am 22.12.2012:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Ginkgoblatt schrieb daraufhin am 22.12.2012:
Es ist gut so, wenn sie es überwinden können. Alles andere ist Stillstand und gerade Psychologen predigen doch so vom Wachstum... Aber sich selbst erkennen, ist wohl doch schwieriger = gut, dass ich es aufschreibe, er müsste es nur lesen! Das sollte nicht zu viel sein, oder? Oder zu schwierig zu verstehen?
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AZU20
Kommentar von AZU20 (23.12.2012)
Dir ein gesegnetes Weihnachtsfest und lG
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Ginkgoblatt äußerte darauf am 23.12.2012:
Dankeschön, das wünsche ich dir auch. KG Coline
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Freitage sind Siegestage [oder: Ich bin (nicht länger) Dein]InhaltsverzeichnisWenn die Seele Fieber trägt
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Dies ist ein Blatt des mehrteiligen Textes Aufzeichnungen aus dem Chaos - oder das Vermächtnis einer Lebenden.
Veröffentlicht am 22.12.2012, 7 mal überarbeitet (letzte Änderung am 26.06.2014). Textlänge: 672 Wörter; dieser Text wurde bereits 939 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 01.11.2019.
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