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Wenn Herzen tauen

Gedicht zum Thema Hoffnung/Hoffnungslosigkeit


von EkkehartMittelberg

Der Frost lockert seinen eisigen Griff
und schon wagen sich einige Krokusse kess hervor.
Man glaubt zu hören,
dass erste Vögel zaghaft zirpen
und meint, ein Prickeln auf der Haut zu spüren.
Tatsache ist, dass der Schnee
unaufhaltsam taut.

Wie aber ist es mit den Herzen,
die in einem langen Winter erstarrt sind?
Sie sehnen sich auch nach lösender Wärme,
aber scheu geworden wollen sie sich nicht öffnen.
In früheren Lenzen haben sie es versucht,
doch ein schneidender Wind hat sie wieder gefrieren lassen.

Sie wissen, wie trügerisch
Frühlingsboten sind,
fühlen sich aber sicher
im Panzer aus Eis.
Doch manchmal gibt es einen Frühling,
der ist so klar,
so zärtlich warm,
dass sie nicht widerstehen können
und das Eis schmilzt.

© Ekkehart Mittelberg, Ende Februar 2013

 
 

Kommentare zu diesem Text


TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (28.02.2013)
Bei mir läuft gerdade 'Surface of the moon' von Del Amitri (Alternativ Rock), weil mir danach ist. Da heißt es:

"Snow in a soulless city covers up the cracks in the road"

oder

"Everthing is now a replica of what it used to be"

und vor allem

"So I need her an I love her that is true
But I'm stuck here like some shipwreck still holding on to you"

Jetzt rate mal, auf welcher Seite deines Gedichts ich bin...
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 28.02.2013:
Danke, Trekan, ich vermute, du bist schon weiter und wenn ich raten würde, hinkte ich hinterher. :-D
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Bergmann
Kommentar von Bergmann (28.02.2013)
Was für eine enorme Produktivität, lieber Ekkehart! Wunderbar. Frühlingserwachen. Was bringt uns erst dein Sommer! Liebevolle Grüße: Uli
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EkkehartMittelberg antwortete darauf am 28.02.2013:
Merci, Uli, vielleicht eine Schwalbe, aber die macht noch.........
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Adelheid (54) schrieb daraufhin am 28.02.2013:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Kommentar von MelodieDesWindes (36) (28.02.2013)
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EkkehartMittelberg äußerte darauf am 28.02.2013:
Grazie, MedeWi. Vielleicht kennst auch du jemanden, der nach leidvollen Erfahrungen erstarrt ist. Nach langer Zeit zeigt er wieder ein Lächeln. Das ist der schönste Frühling im Leben eines Menschen.
VG
Ekki
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Kommentar von Nimbus (37) (28.02.2013)
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EkkehartMittelberg ergänzte dazu am 28.02.2013:
Ich finde dieses Zitat passt gut. Vielen Dank.
LG
Ekki
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princess
Kommentar von princess (28.02.2013)
Schmuddelwetter ist in diesen Entwicklungsprozessen garantiert. Und eine der größten Herausforderungen speziell im zweiten Fall. Unromantisch, ich weiß schon. Aber wahr.

Liebe Grüße, Ira
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 28.02.2013:
Ja, und Rückfälle sind damit auch garantiert. Es gibt sie aber nur in Phasen der Genesung. Die Hoffnung bleibt.
Liebe Grüße
Ekki
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Martina
Kommentar von Martina (28.02.2013)
Gut beschrieben Ekki..Manche Herzen wollen aber gar nicht tauen, sie fühlen wahrscheinlich sich im Winter sicherer =)
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 28.02.2013:
Vielen Dank, Martina. So ist es.
"Doch manchmal gibt es einen Frühling,
der ist so klar,
so zärtlich warm,
dass sie nicht widerstehen können
und das Eis schmilzt."
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Martina meinte dazu am 28.02.2013:
Es sei ihnen gegönnt =)
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AZU20
Kommentar von AZU20 (28.02.2013)
Ja, die Vögel zwitschern, zumindest Schneeglöckchen wagen sich heraus. Der Winter war eher grau als wirklich eisig bei uns hier im Rheinland. Möge alles Eis schmilzen. Schöner Wunsch. LG
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 28.02.2013:
Danke, Armin. Das ist mein Wunsch; denn der Schmelz liegt unter geschmolzenem Eis.
LG
Ekki
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Kommentar von chichi† (80) (28.02.2013)
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 28.02.2013:
Ich wollte anrühren, Gerda, und ich freue mich, dass du so empfindest.
Grazie
Ekki
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (28.02.2013)
Ekki. was soll ich dazu sagen außer "seufz" und du sprichst mir aus dem Herzen.
LG TT
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 28.02.2013:
Damit hast du etwas gesagt, das mir viel bedeutet.
Herzliche Grüße
Ekki
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Lluviagata
Kommentar von Lluviagata (28.02.2013)
Man glaubt es nicht nur, dass sie zirpen, nein, sie singen schon.
In einer durchgeschüttelten Welt, die nicht nur die Menschen, sondern auch die Natur 'alt' aussehen lässt, die sie foppt mit verregneten Weihnachten und mit vereisten Frühlingboten. Wobei Meteorologen die besorgten Gemüter zu beruhigen versuchen, dass es diese Extreme schon gab.
Als meine Schwester Januar 1963 geboren wurde, lief mein Vater über die zugefrorene Elbe in die Altstadt von Meißen. Hätte er gewusst, was ihm bevorsteht, es wäre ihm allein schon davon bang im Herzen geworden, dass auch die weibliche Übermacht weiterhin anzuwachsen gedachte ...

Liebe Grüße
Llu ♥
(Kommentar korrigiert am 28.02.2013)
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 28.02.2013:
Wenn die weibliche Übermacht zu groß wird, versucht der Specht zu singen. Das ewig Weibliche zieht uns hinauf.
Grazie
Liebe Grüße
Ekki
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Bergmann meinte dazu am 01.03.2013:
hinan
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 01.03.2013:
Das ist jetzt keine Besserwisserei, Uli. Aber der Grund, weshalb ich auf Zitatzeichen verzichtet habe, ist, dass ich hinauf als sprachlich gelungener empfinde als hinan.
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Kommentar von gaby.merci (61) (01.03.2013)
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 01.03.2013:
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Merci, Gaby.
LG
Ekki
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Gedichte.
Veröffentlicht am 28.02.2013, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 04.03.2013). Textlänge: 126 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.076 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 21.03.2020.
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