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I. Der gelbe Elefant

Symbolgedicht zum Thema Trost/ trostlos


von Dieter Wal


Dieser Text gehört zum Projekt Liebe in Lyrik und Prosa.
Für A. S.

Seit das Vieh
in meinem Schlafzimmer steht,
krächzen die Nachbarshunde
wie flügellahme Krähen den Mond an.

Der lauscht geduldig und freundlich
auf die Tierstimmen.

Davor hat der gelbe Elefant
auf seinem Rüssel musiziert.
Er trompetete eine uralte
schwermütige Elefantenweise,
deren Refrain ich noch im Ohr habe.
Es war ein Notturno auf dem Gartenschlauch.

Haben Sie schon einmal
einen gelben Elefanten gesehen?
Und ausgerechnet in meinem Schlafzimmer?

Ohne Voranmeldung steht er da und trompetet.
Mit feucht schimmernden Augen
sieht er mich an, wackelt mit seinen Ohren,
wird mehr und mehr durchsichtig
und verschwindet.

Anmerkung von Dieter Wal:

9. November 1996.


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Piroschka (55) (24.11.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Dieter Wal meinte dazu am 25.11.2018:
Weshalb? Der dicke Gelbe wird gern gesehen.
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Der alte SteinInhaltsverzeichnisII. Die Rast am Sternsee
Dieter Wal
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Buch Annika.
Veröffentlicht am 03.03.2013, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 04.03.2013). Dieser Text wurde bereits 1.044 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 10.01.2019.
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