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Leserbrief an die Aachener Zeitung

Brief zum Thema Missbrauch


von Rudolf

Mittwoch, 1.5.13


Sehr geehrte Damen und Herren,

zu Ihrem Artikel auf der Titelseite der Aachener Zeitung vom 1.5.2013 mit der Überschrift  „Die Öffentlich-Rechtlichen brauchen mehr Geld“ möchte ich Folgendes anmerken.

84 Millionen sind 1% von 8,4 Milliarden. So viel zur unbekannten Höhe des Gesamtbudgets, das in dem Artikel angesprochen wird. Außerdem ist die Logik des Artikels umzudrehen. Die öffentlich-rechtlichen Sender bekommen nicht 84 Mio. zu wenig, sondern 8,4 Mrd. zu viel.

Ein Beispiel von vielen sei die Berichterstattung zum NSU-Prozess. So war in der Aachener Zeitung ein Tag zuvor an gleicher Stelle zu lesen, Zitat:

„Unter den 50 Medien, die laut OLG-Liste einen festen Platz haben, sind etwa die ARD, der WDR sowie das ZDF.“

Das heißt, ich werde dreimal (!) grundversorgt. Muss ich noch weiter kommentieren?

Die kritiklose Stellung der Aachener Zeitung ist für mich als Abonnent nicht nachvollziehbar. Die öffentlich-rechtlichen Angebote stehen zumindest im Internet in klarer Konkurrenz zu den Angeboten der Zeitung. Durch die schleichende Erhöhung der erzwungenen Beiträge bei gleichzeitiger Stagnation der Realeinkommen müssen sich immer mehr Haushalte fragen, ob sie sich den Luxus einer Tageszeitung leisten können, insbesondere wenn sich die frei eingekauften Informationen in keiner Weise von den staatlich gesteuerten absetzen.

Ich selbst habe meine Beitragszahlungen in die öffentlich-rechtlichen Kassen eingestellt und erwäge eine Anzeige gegen den WDR wegen der Veruntreuung von Geldern. Bleibt zu hoffen, dass die Vielzahl der Klagen, die aktuell gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk laufen, bald ihre Wirkung zeigt.

Ich stelle Ihnen frei, meine Meinung etwa als Leserbrief zu verwerten.

Mit freundlichen Grüßen

Nepomuk Idur



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