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Gedankengedicht


von Hillarts

Die Fingernägel kratzen an den Wänden,
versuchen sich einen Weg frei zu bohren,
die Schreie der Verhungerten
sind immer noch zu hören.

Ein Raum zu niedrig zum Stehen,
zu schmal zum liegen, zu eng zum träumen,
an der Wand mit blutiger Schrift,
wenn du das noch lesen kannst,
du das Schlimmste noch nicht ahnst.


Und ständig diese Schreie,
diese Einsamkeit,
die Menschenmassen,
doch wo haben sie nur
die Menschen gelassen?

Über all siehst du Publikum
doch treffen sie auf dein Ohr
sind sie urplötzlich stumm.

Du fällst immer tiefer,
doch der Grund fällt mit dir,
alles was du siehst und alles was du weißt
wird bewiesen durch den, der es beweißt.

Alles ist falsch und alles ist schlecht,
alles ist scheiße, alles ist weg,
alles skuril und achso normal,
alles so schwer und überall Moral.

Hillarts
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Veröffentlicht am 22.06.2013. Textlänge: 135 Wörter; dieser Text wurde bereits 389 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.05.2019.
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