Zwischen dem ungelenk wirkenden Tanz und dem letzten Wort

Bild zum Thema Abschied

von  Fuchsiberlin

Hast du jemals auf der Straße getanzt, obwohl deine Schritte ungelenk wirken?
Wann bewegen sich deine letzten Worte rhythmisch durch eine Ausformulierung deiner Gedanken und Emotionen?

In welcher Situation stopptest du die Zeit, und warfst ein „Aus“ vor Menschen, denen du das Vertrauen entzogst?
Wann setzt du der Zeit des Schreibens ein Ende?

Wie oft brachen deine Schwächen aus, und jemand übersah deine Stärken?
Wann enden letzte Sätze im schwachen Anfang und starken Ende?

Zu welcher Zeit halfst du im Alltag einem Menschen, der dir fremd war?
Welcher Fremde wird dir ein Abschiedswort unter dem Tag der Beerdigung deiner schwarzen Buchstaben setzen?

Schafftest du es je im Leben mutig handeln, obwohl manche Aktivität in den Top-Ten der Verlierer platziert war?
Verlierst du oder gewinnst du, wenn sich der letzte Tropfen Tinte auf dem Blatt Papier verewigt?

Tatest du einmal etwas ohne Sinn und Verstand, und dein Bauchgefühl wusste, dass es richtig war?
Wann entscheidet sich deine rein emotionale Einschätzung für das letzte geschriebene Wort, und fragt nicht nach deiner geistigen Wahrnehmungsfähigkeit?

Konntest du je etwas Verrücktes verwirklichen, und über dich selbst lachen, mit aufgefangenem Salz in den Händen?
Wirst du eine Belustigung erleben, wenn du in einem verrückten Text den Abschied als sprachlicher Gestalter von geschriebenen Worten ankündigst?

Nahmst du im Leben schon einmal stumm von einem Menschen Abschied?
Wirst du das "Auf-Wiedersehen" als Abschluss im letzten Werk geistig und emotional verbrennen?

Was du auch tust, wie du auch empfindest, woran du auch denkst,
es könnte das letzte Mal gewesen sein.

Am Punkt des Satzes stehenbleiben, schauen,
bevor sich die Schritte von einem vertrauten Ort entfernen.
Neue Wege warten auf Spuren.


Anmerkung von Fuchsiberlin:

Die Autorin/ der Autor und der Mensch dahinter.

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Kommentare zu diesem Text

chichi† (80)
(28.07.13)
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 Fuchsiberlin meinte dazu am 28.07.13:
Ich denke darüber nach, zumindest darüber, was das Verfassen und Veröffentlichen von Texten anbelangt, liebe Gerda.

Die Idee, eine solche Verbindung in einem Text herzustellen und zwei Seiten gegenüber zu stellen, kam mir spontan.

Ich danke Dir.

Liebe Grüße
Jörg
(Antwort korrigiert am 28.07.2013)
Graeculus (69)
(28.07.13)
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 Fuchsiberlin antwortete darauf am 28.07.13:
Da ergeht es Dir so ähnlich wie mir, als ich diese Fragen verfasste.

Diese Frage, wo hin der Blick gerichtet ist, auf den Leser und/oder auf sich selbst, sei es bei der Idee zu einem Text, bei der Umsetzung, und dann dem Veröffentlichen, diese kann nur jeder für sich beantworten.

Ich danke Dir.

Liebe Grüße
Jörg

 susidie (28.07.13)
Ich habe das Gefühl, das mein Denken beim Schreiben immer irgendwie hinterherhinkt oder sowas Ähnliches. Ich denk mal drüber nach :) Lieben Gruß von Su

 Fuchsiberlin schrieb daraufhin am 28.07.13:
Das ist menschlich, Susi:)

Ich danke Dir.

Liebe Grüße
Jörg
Karmesin (20)
(28.07.13)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.

 Fuchsiberlin äußerte darauf am 28.07.13:
Man kann, aber sollte nicht, es sollte ja nie ein innerer Zwang sein.

Ich danke Dir.

Liebe Grüße
Jörg
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