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Weil die Nacht Sterne trägt und die Seele Ewigkeit

Brief zum Thema Alles und Nichts...


von Ginkgoblatt

Hallo Herr R.

Sie sagten einmal, ich könne Ihnen schreiben. Ich weiß, das war in einem anderen Leben und besitzt keine Gültigkeit mehr. Und trotzdem fließen die Buchstaben aus meinen Händen und ich entschuldige mich, aber die Fragen drängen sich in meinen Kopf.

Sie brauchen keine Angst zu haben, ich benötige keine Hilfe, keinen tröstenden Beistand, denn den kann ich ohnehin für mich nicht verwenden. In meinen Ohren klingt alles unecht und phrasenbefüllt. Und ich kann Sie beruhigen, Sie können auch nichts mehr schlimmer machen, Sie machen es eigentlich nur besser. Und Ihre Gummibärchen auch. Ich glaube so viel versteckte Bedeutung haben die bunten Bärchen sonst nicht. Was machen wir nur, wenn die Gummibärchen sich auf Reisen begeben und Urlaub machen?

Wichtig zu sagen, es wird nicht mehr schlimmer, denn es geht jetzt nach vorne, auf Umwegen, aber nach vorne.

Die Tiefe in mir kann keiner wegmachen und wenn ich noch so weit wandle, wird sie in mir, mit mir sein. Und je mehr ich die Welt erkenne, umso mehr Dankbarkeit erfüllt mich auch. Aber es gibt eben immer zwei Seiten einer Medaille. Jede schönste Perle muss erst einmal aus der Tiefe des Ozeans geborgen werden. So ist das mit dieser mächtigen Gabe auch. Mir bleibt nur die Chance, die Tiefe zu akzeptieren, aus positiven Erleben (im Betrachten der Faszination Natur, Begegnungen, Weltengleiten), mehr Kraft zu schöpfen als ich beim Durchschreiten der Nacht brauche. 

...

Sie sagten einmal, Sie haben schon einiges erlebt. Und ich möchte Sie fragen, wie der Mensch ein niederes Gefühl z. B. der Rache aushalten kann/soll?
Wie es so geformt werden kann, das es in seiner (ver)brennenden Euphorie nicht jeglichen Verstand mit sich reißt? Gibt es Gerechtigkeit für Opfer? Begegnet sie mir vielleicht 5 Abbiegungen weiter? Ist der Weg des Abwartens auch der des innerlichen Friedens? Hat aushalten nicht immer auch was mit erhalten zu tun? Aushalten von Schmerz ist doch nicht loslassen dessen, oder? Wie kann die Seele wieder lebendig in die Zukunft schwingen? Es ist mir klar, dass die Vergangenheit vergangen bleibt und dennoch in einem wurzelt. Und das ist ja auch richtig, denn nur so kommt Erfahrung, Entwicklung zustande. Gibt es in Ihrer Erfahrung einen Weg besser mit diesem Gefühl zu leben? Am besten es hinter sich zu lassen und die Seele wieder für Wärme zu öffnen.

Und meine Seele erinnert sich auch an schöne Dinge intensiv und dafür bin ich sehr dankbar.

Nachdenkliche Grüße,
C.


PS: Weil die Seele Sterne trägt und die Nacht Ewigkeit.

Anmerkung von Ginkgoblatt:

verfasst am 01.08.2013



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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von lucien (26) (19.10.2013)
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Ginkgoblatt meinte dazu am 19.10.2013:
Die Tiefe der Welt wahrzunehmen, die vielen verborgen bleibt. Diese Gabe zu haben, dafür bin ich dankbar. Das meinte ich damit, auch wenn dieses Mehr-Fühlen / Mehr-Denken auch negativ besetzt sein kann.
KG Coline
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lucien (26) antwortete darauf am 19.10.2013:
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Ginkgoblatt schrieb daraufhin am 19.10.2013:
Regentropfen auf der Haut, die zärtlich sich ihren Weg bannen; das Blinzeln des Vollmondes in azurschwarzer Nacht; der symbiotische Tanz von farbigen Blättern im kalten Herbstwind, das kalte Gras unter meinen nackten Füßen,
die Augen des Anderen beim Worte aussprechen, die Gestik dessen, was der Blick vermag zu sagen, ohne das Worte die Lippen verlassen.

Ich kann den schwarzen, sternenverlassenen Himmel anschauen und mit meinen Gedanken die Großartigkeit der Sternenbilder betrachten, die Weite der Welt, die Stille, die das Herz so tief berühren kann. Es ist ein Niederlassen, ein Wahrnehmen ohne gleich zu bewerten...

Es ist schwer zu erklären und eigentlich auch nicht in Worte zu quetschen. Nur zu erleben!
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lucien (26) äußerte darauf am 20.10.2013:
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Ginkgoblatt ergänzte dazu am 20.10.2013:
das kalte Gras unter nackten Füßen - das ist ein Unterschied. Das normale Wahrnehmen der Natur ist schön und es können nicht alle. Kannst du dich eine Stunde vor einen Baum stellen und ihn betrachten und dann feststellen, die Zeit ist zu kurz um die Einzigartigkeit zu erfassen?
Wie gesagt, in Worten kann man Tiefgründigkeit schlecht beschreiben (obwohl du auch meine Gedichte lesen könntest, da blitzt sie manchmal durch - sagte man mir), man muss sie erleben, mit dem Herzen, mit der Seele. Ohne Schirm durch den Regen zu gehen, würde manche nie machen... Wenn es für jemanden offensichtlich ist, dann ist da noch sehr viel Tiefe, die ihm verborgen bleibt.
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lucien (26) meinte dazu am 20.10.2013:
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Ginkgoblatt meinte dazu am 20.10.2013:
schreiben kann ich darüber, nur was du als Leser daraus machst, bleibt dir überlassen..., was es bei dir bewirkt. Vielleicht gar nichts, weil du die Welt anders wahrnimmst, vielleicht bewirkt es auch Fragen oder andere Empfinden, als ich es empfinde.
Schreiben, wie ich die Welt wahrnehme, kann ich, aber ich kann dir nicht helfen, so zu fühlen, wie ich - also im Erleben der Welt, denn jeder ist einzigartig.
Schreiben ja, erklären nein. Erleben der Tiefe ist größer, als Worte es je ausdrücken können. Ich kann schreiben, ich spüre den Wind mein Gesicht zärtlich berühren und fühle dabei etwas, nämlich das, was ich erlebte in diesem Moment. Du liest nur die Worte und versuchst dir das vorzustellen, aber Vorstellung und Erleben ist etwas anderes. Jemand anderes, der es vielleicht auch erlebt hat, hat auch wieder andere Gefühle dazu... Worte sind nicht alles...
Lieben Gruß, Coline
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lucien (26) meinte dazu am 20.10.2013:
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Ginkgoblatt meinte dazu am 20.10.2013:
Das möchte ich auch nicht negieren. Nur schreibe ich in erster Linie, nicht um beim Leser etwas auszulösen, sondern um MEINE Umwelt wahrzunehmen, zu verinnerlichen und zu (er)leben.
Ich glaube, du bist schon auf der richtigen Spur. Nur ist meiner Auffassung nach, das eigene Erleben immer stärker, als das, was durch Beschreibungen anderer ausgelöst werden kann z. B. im Positiven. Tiefgründigkeit kommt aus dem Herzen. Für mich ist es nicht das Gleiche, wenn ich dir etwas beschreibe z. B. ein Naturerlebnis und du dir deine Vorstellungen dazu machst, als wenn du es selber wahrnehmen tust. Z. B. Manche Menschen gehen achtlos an einem Wassertropfen auf einem Grashalm vorbei der in der untergehenden Sonne leuchtet, wenn ich es aber beschreibe, darüber schreibe, nehmen sie es wahr und machen sich ihre Gedanken. Aber alleine wären sie achtlos an der Tiefe der Welt vorbei gegangen.
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lucien (26) meinte dazu am 21.10.2013:
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Ginkgoblatt meinte dazu am 21.10.2013:
Ich verstehe nicht, was dein Kommentar mit meinem Brief (Text) zu tun hat. Ich möchte auch noch mal klar stellen, dass dies alles meine Ansichten sind, die nicht die deinen sein müssen. Nur ich habe immer mehr das Gefühl, mich dafür rechtfertigen zu müssen. Das möchte ich nicht.
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lucien (26) meinte dazu am 21.10.2013:
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Ginkgoblatt meinte dazu am 21.10.2013:
Anstrengend ja, weil du meine Worte nicht verstehst und ich vermag sie auch nicht anders zu erklären. Vielleicht hilft es dir, Texte zu lesen, in denen Menschen darüber schreiben.
Mit Esoterik hat das nichts zu tun... Viel Erfolg dir.
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lucien (26) meinte dazu am 21.10.2013:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Ginkgoblatt meinte dazu am 21.10.2013:
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Veröffentlicht am 10.08.2013, 4 mal überarbeitet (letzte Änderung am 01.02.2015). Textlänge: 414 Wörter; dieser Text wurde bereits 985 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 28.12.2019.
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