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Das Wagnis

Ballade zum Thema Besessenheit


von Prinky

"Ich sehne mich nach etwas Regen,
mein Feld braucht endlich einen Guss.
Ich gab so vieles, ich verzichte
auch fortan auf den einen Kuss."
Der Himmel glühte im Nordwesten,
kein Wölkchen zog am Rande auf.
Die Felder starben immer weiter,
er ging die Treppe wieder rauf.

Dort stand der wackelige Holzstuhl,
er setzte sich und dachte nach.
Ein Bild hing schief an einem Spiegel,
der schon an mancher Stelle brach.
Der Rahmen war schon lang gesplittert,
in seinem Holze fraß ein Wurm.
In seinem Hirn wurd` alles finster,
und dann kam jener Höllensturm.

Doch weder gab es solch ein Wetter,
noch stand es auch nur kurz bevor.
Er ging hinunter in den Keller,
wo er nun ganz genüsslich fror.
"Da liegst du ja mein süßes Schätzchen,
dein Blut getrocknet, also doch!
Ich nahm nicht gerne von dir Abschied,
doch als Verzweiflung in mir kroch...

Sie ist mir ins Gehirn gekrochen,
und ich erhob mich aus dem Trott.
Ich tötete dich schließlich wirklich
als Gabe für den Wettergott.
Ein Opfer nur für etwas Regen,
da wächst es, sprießt es auf dem Feld.
Ich weiß schon was ich dann nicht habe,
doch schließlich lebt man nur vom Geld."

Er wankte wieder in die Küche,
dort lag  die Axt noch, blutverschmiert.
Das Wetter war wie vorher göttlich,
hat sie die Axt umsonst gespürt?
Schon stand er draußen in der Sonne,
und er bemerkte voller Spott;
"Das war wohl immer noch zu wenig
du affektierter Wettergott!?

Ich habe noch zwei hübsche Töchter,
sag, willst du diese wirklich auch?
Ich habe noch nicht aufgegeben,
denn ach, ich spür` der Chance Hauch."
Aus Westen zogen dunkle Wolken,
ein Grollen kam ihm plötzlich nah.
"Ich danke dir, oh Gott des Wetters,
ich weiß schon wo ich Messer sah!"

Schon ging er lächelnd in die Küche,
da traf ihn schon ein Blitz mit Macht.
Er starb noch auf den morschen Stufen,
und sank in die verfluchte Nacht.
Die Kinder fanden ihre Eltern,
und riefen schließlich das Gesetz.
Der Hof hat heute einen Pächter
und sehr viel Regen erst zuletzt.

Anmerkung von Prinky:

Eigentlich wollte ich das Thema Aberglaube wählen, aber leider war es nicht vorhanden.


 
 

Kommentare zu diesem Text


SapphoSonne
Kommentar von SapphoSonne (11.08.2013)
Gruselig aber gut. Gerade weil am Anfang nicht ganz klar wird, was seine Beweggründe waren für den Mord. Gut aufgebaut. Gefällt mir. Und ich finde Bessenheit ganz passend. Aberglaube hätte vllt schon mehr verraten...
LG Sappho
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Prinky meinte dazu am 11.08.2013:
Hmmm, so habe ich das nicht gesehen, aber ok. Obwohl der Aberglaube ja schon in Strophe 1 zum Ausdruck gebracht wird.
Ich wollte halt die Beweggründe für den Mord beiläufig einfließen lassen, was mir wohl gelungen ist. Danke für deine Meinung liebe Sonne. Micha
diese Antwort melden
Möllerkies
Kommentar von Möllerkies (11.08.2013)
Du hast den Balladenton gut getroffen. Besonders gefällt mir der Einstieg mit direkter Rede (ähnlich wie in Schillers Balladen "Der Taucher" und "Der Sänger") - damit kommst du ohne Umschweife zur Sache.

Ein paar weitere Anmerkungen:

Im Vers "spüre noch ..." fehlt eine Silbe. Sollte es nicht "ich spüre noch der Chance Hauch" heißen?

Der Vers "sie kroch mir schließlich ins Gehirn" braucht noch eine unbetonte Endsilbe, z. B. "sie ist mir ins Gehirn gekrochen".

Zwei falsche Betonungen sind mir aufgestoßen: "in seinem Holz herrschte ein Wurm" - besser: "in seinem Holze saß ein Wurm"; "doch als diese Verzweiflung kroch" - besser: "als die Verzweiflung mich bekroch".

Falscher Genitiv "des Wettergott" - dann lieber Dativ verwenden: "als Gabe für den Wettergott".

Einige Formulierungen finde ich zu harmlos für eine düstere Ballade von Mord und Totschlag: "Auch war es schon recht gut gesplittert" - eher: "Der Rahmen war schon lang gesplittert"; "wo er nun ganz genüsslich fror" - lieber: "erbärmlich"; "affektiert" - vielleicht lieber "gnadenlos"?

Das Wort "gastierte" passt m. E. nicht so ganz - vielleicht lieber "und er skandierte voller Spott"?

Die Formulierungen "er ging die Treppe wieder rauf" und "Er wollte gerade in die Küche" sind umgangssprachlich und passen nicht so recht in eine Ballade.

Unschön sind die Beinahe-Reime "nah - fürwahr" und "Gesetz - gewetzt", besonders im Schlussvers. Vielleicht so: "Die Kinder fanden ihre Eltern, sie war zerhackt und er zerfetzt, ..."

Das sind natürlich alles nur Anregungen; hoffentlich kannst du etwas damit anfangen.
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Prinky antwortete darauf am 11.08.2013:
Ich werde mich durcharbeiten.
Du hast gute Anregungen gegeben. Ich melde mich sehr bald, um dir ein Feedback zu geben.
Micha
So, nun aber....
Den Vers "spüre noch" habe ich abgeändert, aber ich habe eher eine flehende Variante gewählt.

Deine Anmerkung zu "sie kroch mir schließlich ins Gehirn"
habe ich übernommen. Da stimme ich dir einwandfrei zu.

Zu den zwei falschen Betonungen:
Ich habe mir das mal durch den Kopf gehen lassen.
Die Formulierung "in seinem Holz herrschte ein Wurm"
habe ich verändert. Ich habe jedoch eine dritte Variante gewählt.
"in seinem Holze fraß ein Wurm"
Die Formulierung "doch als diese Verzweiflung kroch"
veränderte ich in
"doch als Verzweiflung in mir kroch"

Deinen Einwand zum falschen Genitiv fand ich gut. Ich habe deine Idee Dir zu Ehren umgesetzt.

Zu der Formulierung "genüsslich fror"
Wenn ich deiner Umformulierung folgen würde, käme der gewünschte Sarkasmus zu kurz. Er friert genüsslich, weil er seine Tat im Innern immer noch feiert. Aus diesem Grund kann ich diesmal deiner Empfehlung nicht folgen.

Die Formulierung "Auch war es schon recht gut gesplittert"
änderte ich in deinen Vorschlag um.
"Der Rahmen war schon lang gesplittert"
Diese Variante ist viel besser, und weist auch auf mehr hin als mein Vorschlag. Zudem beuge ich der Frage vor:
Wer war gesplittert?
Das Wort "gastierte" gefällt mir im Nachhinein auch nicht.
"skandierte" passt aber meiner Meinung nach auch nicht.
Zuletzt habe ich mich für das Wort "bemerkte" entschieden.

Überdies habe ich die letzten zwei Strophen nochmals bearbeitet. Nur "Gesetz" und "zuletzt" habe ich so stehen gelassen. Der etwas unreine Reim hat dennoch noch Gewicht für das Ende der Ballade.

Für deine Anmerkungen bin ich sehr dankbar, denn ich habe so noch etwas mehr aus der Ballade rausholen können. Sie demnach lesbarer machen können. Micha
(Antwort korrigiert am 11.08.2013)
(Antwort korrigiert am 12.08.2013)
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Geschichten, die das Leben schreibt? "3".
Veröffentlicht am 11.08.2013, 10 mal überarbeitet (letzte Änderung am 14.08.2013). Textlänge: 341 Wörter; dieser Text wurde bereits 713 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 15.07.2019.
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Guss Wettergott Holzstuhl Töchter
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