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Expressionistisches Gedicht zum Thema Aktuelles


von Isaban

Magenta liegt im Rinnstein, ockerbraun
und gelb schneit die Vergänglichkeit herab,
Novemberwind hält Ahornlaub auf Trab.
Der Himmel übt sich längst im Langzeitgrauen.

Die Gummistiefgelgarde ist im Vormarsch,
Kastanien trommeln Soli auf das Pflaster.
Die Rüben rocken polternd aus dem Laster,
den Bauern macht sein Rückenleiden barsch.

In kalten Wäldern knallen die Idioten
den Wildbestand parzellenweise ab.
Der Friedhof trägt Erleuchtung auf dem Grab.
Am Marktstand baumeln Hasen an den Pfoten.

Es hetzen Hunde über kahle Felder.
Vorm Fenster hocken dicke, schwarze Dohlen.
Die Kinder stieren auf die Spielkonsolen.
Im Bundeshaushalt fehlen wieder Gelder.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von hoor (22) (02.11.2013)
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Isaban meinte dazu am 04.11.2013:
So ist das wohl, wenn ein Text dem Weltende verglichen wird.
Vielleicht sagt dir der nächste ja mehr zu.
Liebe Grüße

Sabine
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AlmaMarieSchneider
Kommentar von AlmaMarieSchneider (02.11.2013)
Mir gefallen die Bilder sehr gut. Alles in Allem gefällt mir das Gedicht.

Liebe Grüße
Alma Marie
(Kommentar korrigiert am 02.11.2013)
(Kommentar korrigiert am 02.11.2013)
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niemand antwortete darauf am 03.11.2013:
Mir gefällt das Gedicht ebenso, es ist pfiffig und schwurbelt nicht, zieht nichts an Haaren herbei nur um künstlich tiefsinnig zu wirken. LG niemand
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Isaban schrieb daraufhin am 04.11.2013:
Das freut mich sehr, ihr beiden!
Herzlichen Dank und liebe Grüße

Sabine
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Kommentar von holzköpfchen (31) (03.11.2013)
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Isaban äußerte darauf am 04.11.2013:
Hallo Sockenpuppe,

ich hab mal ein bissl umgestellt und das von dir angeregte Komma eingebaut, vielleicht werden die Zusammenhänge so klarer.
Zum Grab im Singular: Angedacht war, dass es wie eine Modeerscheinung rüberkommt, man trägt Orange diese Saison, oder Lila - oder Grablichter/Erleuchtung. Daher auch der Frabrausch in der ersten Strophe - ein Farbrausch, der dem Herbst - auch dem aktuellen - nun einmal inne liegt. Es sollte eigentlich ein Schwenk werden, vom Allgemeinen bis ins Detail, Herbstbeobachtzngen eben, scheint nur - vielleicht aufgrund der regionalen Unterschiede oder meiner Unfähigkeit, die Bilder richtig rüber zu bringen - leider nicht so hingehauen zu haben, wie angedacht.

Zu den Idioten: Die Jagdsaison ist gefährlich hierzulande. Letztes Jahr haben die passionierten Hobbyjäger (wie jedes Jahr), die sich zum großen Teil aus Neureichen zusammensetzen, die es für chic halten, mal eben eine Jagd zu pachten und vor ihren Freunden damit anzugeben, unglaublich tolle Sachen erlegt, unter anderem (hier in der Region) etwa achtzehn Weiderinder, mehrere grasende Pferde, einen leuchtend gelben Mähdrescher, zwei LKWs (einer davon knallrot) , einen feststehenden, kaum übersehbaren Öltank, zwei Martinsgänse auf der Gänsewiese eines Bauerhofes und natürlich (ebenfalls wie jedes Jahr) mehrere Personen - na, nicht erlegt (was auch schon vorgekommen ist), aber angeschossen. Ich bin mal gespannt auf die Statistik dieses Jahres.

Bei den Rüben handelt es sich übrigens nicht um Möhren, sondern um Zuckerrüben, die hier in Unterfranken (neben dem Wein) zu den meistangebauten Agrarpflanzen gehören - nicht etwa, weil so viele wirklich gebraucht werden, sondern weil der Rübenanbau durch EU-Beschluss so deftig subventioniert wird (deshalb: die Rüben rocken); der Überschuss wird vernichtet oder vergammelt in Rübenhügeln am Rande der Felder. Der Anbau wird - um die Konkurrenz ( z.B. aus Brasilien) auszuschalten - aufgrund einer zweihundert Jahre alten Zuckermarktordnung subventioniert und der Verkauf durch hohe Zölle (fast 200%) vor der sehr viel billigeren Konkurrenz aus Übersee geschützt. Die auf diese Weise schwachsinnig erhöhten Zuckerpreise werden einfach auf die Endverbaucher - also auf uns - umgelegt.

Die Ernte der supersubventionierten Rüben ist allerdings trotz der Maschinen immer noch körperlich sehr anstrengend und die Bauern haben wochenlang weder Freizeit noch (z.B. bei herbstlicher Wetterlage) trockene Klamotten am Leib, sondern verbringen vom ersten Hahenschrei bis zur Dunkelheit (auch an den Wochenenden) ihre Zeit auf dem Feld, um unbenötigte Rüben zu ernten, zu stapeln und zu transportieren - weil Staat (und EU) irgendwann mal beschlossen haben, dass es dafür Geld gibt, um der Konkurrenz eines auszuwischen, sehr viel mehr Geld, als sie für sonstiges Getreide oder Gemüse aller Art bekommen würden. Zu Deutsch: Stress und Knochenarbeit pur und im Akkord für eine Sache, die wenig Nutzen hat, aber viel Arbeit macht und ohne welche die hiesigen Bauern in finanzieller Sicht kaum bestehen könnten. Gemüse und Getreide rechnen sich nämmlich für Agrarökonomen absolut nicht mehr, davon kann kaum ein landwirtschaftlicher Bedrieb sich erhalten. Die Bauern sind praktisch gezwungen, sich mit den dämlichen Rüben über Wasser zu halten. Am Ende der Erntezeit sind dann Rücken und Laune der Bauern hier aus verständlichen Gründen nicht mehr das, was sie vorher waren.

Oha, zu viel geschwafelt, eigentlich müsste der Text ja für sich selbst sprechen können, wenn er das nicht kann, habe ich Murks gebaut. Nun ja, mal sehen, was zu retten ist. Hab vielen Dank für deine ausführliche Rückmeldung.

Liebe Grüße

Sabine
(Antwort korrigiert am 04.11.2013)
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Kommentar von Fabi (50) (27.11.2013)
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Isaban
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Veröffentlicht am 02.11.2013, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 04.11.2013). Textlänge: 94 Wörter; dieser Text wurde bereits 738 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 10.04.2019.
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