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Die Nacht zerfällt

Skizze zum Thema Depression


von Ginkgoblatt

Ein Stück Tag liegt in meinen Händen, bleiern und leblos. Ich bin betrunken, betrunken von meinen Gefühlen. Und ich laufe, laufe davon vor diesem, einem zarten Geräusch, das nichts mehr sein lässt, wie es war. Und ich laufe davon vor der Stille, die mich aushöhlt und zerfrisst bis sich nur noch abgestorbene Fetzen von meinen Knochen schälen. Angst glänzt in meinen Augen. Angst zu fallen, dorthin, wo das Licht begraben ist. An diesen Ort des Stillstandes, des Erstarrens. Ich muss die Gedanken eindämmen, Hilfe suchen, Sicherheit. Deine Worte hören, mit ihnen die Flammen in meinem Kopf löschen. Doch während mir die Hoffnung entgleitet, höre ich es.

Es ist nur ganz leise. Zärtlich schneidet es den Augenblick in zwei Teile. Zwischen meinen Fingern – nichts –, der Moment zerbricht (wieder). Hier im Jetzt ist ein Zuviel in viel zu wenig. Die Nacht zerfällt in Träume. Wilde, atemlose Sequenzen, die das Leben nicht annähernd streifen. Und ich sitze unterm Sternenchor und webe die gesammelten Schatten aneinander. Das Netz muss so fein werden, so stark, dass es mich und meine Ängste halten kann.


Zeit fließt und mit ihr wandelt sich die Dunkelheit, Dämmerung, der Horizont taucht das Firmament in Farben. Ich sitze eingehüllt in ein schweres Tuch auf dem Boden meines Balkons. Der Mantel wärmt mich, aber er fühlt sich auch erdrückend an.
Zeit aufzustehen, Salzspuren von den Wangen zu waschen, den Mantel abzulegen, Altes hinter sich zu lassen, den Seelenkelch neu zu füllen, wieder die Suche nach dem Lachen des Lebens zu beginnen. Glaube an die Hoffnung, denn sie ist Wegbereiter. Die Finsternis ist nicht unendlich, nur ein temporärer Zustand, dem Körper die Chance auf Schlaf zu geben, Kraft zu schöpfen, den Kopf leeren, verarbeiten, was in der Hektik des Tages nur den Weg ins Unterbewusstsein findet.

Ich blicke zum Himmel, atme das Erwachen, die erfüllende Stille des Morgens und ich spüre noch diese Sehnsucht nach Sicherheit. Meine ersten Worte klingen fremd in meinen Ohren, aber es entwächst ihnen auch Hoffnung: „Vergiss nicht, das Gefühl zu verewigen, die Dunkelheit weicht immer wieder dem Licht.“


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Kommentare zu diesem Text


Nachtpoet
Kommentar von Nachtpoet (04.11.2013)
Ein bitterer Text, der aber Hoffnung trägt. Und das ist gut!
Liebe Grüße! Ralf
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Ginkgoblatt meinte dazu am 04.11.2013:
Ja, die Hoffnung wieder zu finden, immer und immer wieder. Das ist nicht einfach und manchmal bedarf es Hilfe, die aber mit der Häufigkeit der zerbrochenen Momente immer weniger da ist. Es hilft nur, die Zeit der Finsternis irgendwie zu überbrücken. Danke dir, kg Coline
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Ginkgoblatt
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Veröffentlicht am 04.11.2013. Textlänge: 340 Wörter; dieser Text wurde bereits 687 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 10.07.2020.
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