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Buch Sigune

Anordnung zum Thema Liebe, lieben


von Dieter Wal

Vorwort

"Nichts fördert das Kreative mehr als die Liebe, vorausgesetzt, sie ist echt."


ERICH FROMM




"Sie soll, so sagt man, wortkarg sein.
Das hat mich nie gekränkt;
denn wenn sie redet, sagt sie,
was sie wirklich denkt.

Auf manchen Festen kommt es vor,
daß sie kein Wort verliert
und all die vielen Schwätzer
dadurch irritiert.

Sie wirkt nach außen so verschlossen.
Manch einer hält sie für verdrossen,
doch ich weiß, sie ist vergnügt:
der erste Eindruck trügt."


HERMAN VAN VEEN
Sie sagt nicht viel


Inhaltsverzeichnis


Nachbemerkung




Was es ist

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe



ERICH FRIED





"Nichts als Schmerz" sagt die Angst,
"Nichts als Angst" sagt der Schmerz,
"Halt es fest" sagt der Kopf,
"Lass es los" sagt das Herz,
und die Liebe sagt leise "jetzt und hier".

Und der Wind fegt all die Blätter fort,
und der Tod ist mehr als nur ein Wort.
Denn nichts bleibt, nichts bleibt, nichts bleibt.
Kein Ring, kein Gold, kein Leid.
Nichts bleibt, nichts bleibt, nichts bleibt.

Es wird Zeit zu leben, endlich Zeit.
Zeit zu leben, endlich Zeit.
Es wird Zeit zu leben, endlich Zeit.
Zeit zu leben, endlich Zeit.
Zeit zu leben.



REINHARD MEY
aus: "Zeit zu leben" in "Mr. Lee", 2016















Hinaufgeschaut! – Der Berge Gipfelriesen
Verkünden schon die feierlichste Stunde;
Sie dürfen früh des ewigen Lichts genießen,
Das später sich zu uns hernieder wendet.
Jezt zu der Alpe grüngesenkten Wiesen
Wird neuer Glanz und Deutlichkeit gespendet,
Und stufenweis herab ist es gelungen; –
Sie tritt hervor! – und, leider schon geblendet,
Kehr' ich mich weg, vom Augenschmerz durchdrungen.
So ist es also, wenn ein sehnend Hoffen
Dem höchsten Wunsch sich traulich zugerungen,
Erfüllungspforten findet flügeloffen;
Nun aber bricht aus jenen ewigen Gründen
Ein Flammenübermaß, wir stehn betroffen;
Des Lebens Fackel wollten wir entzünden,
Ein Feuermeer umschlingt uns, welch ein Feuer!
Ist's Lieb'? ist's Haß? die glühend uns umwinden,
Mit Schmerz und Freuden wechselnd ungeheuer,
So daß wir wieder nach der Erde blicken,
Zu bergen uns in jugendlichstem Schleier.



JOHANN WOLFGANG VON GOETHE

 Faust Zweiter Teil, Erster Akt, Des Lebens Pulse , V. 4695-4714






Alles geben die Götter, die unendlichen,
Ihren Lieblingen ganz,
Alle Freuden, die unendlichen,
Alle Schmerzen, die unendlichen, ganz.




JOHANN WOLFGANG VON GOETHE





Disclaimer:

Eine kV-Autorin unter anderem Namen fühlt sich von den hier versammelten Texten angesprochen, was mich prinzipiell natürlich wie jeder weitere Leser auch freut. Es handelt sich jedoch um zufällige Vornamensgleichheit und keineswegs um dieselbe Person. Mir ist nie eine Sigune über kV im realen Leben begegnet.


23. November 2018,
Dieter Wal.

2013-2018


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von BellisParennis (49) (25.12.2013)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Dieter Wal meinte dazu am 25.12.2013:
Du darfst immer gerne fragen.
diese Antwort melden
BellisParennis (49) antwortete darauf am 25.12.2013:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Dieter Wal schrieb daraufhin am 09.05.2015:
Nu, jetzt ist sie über drei Jahre.
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W-M
Kommentar von W-M (29.12.2018)
Der Disclaimer hat mich beruhigt, schon allein für Sigune. Sonst wäre das "Buch Sigune" doch sehr grenzwertig?!
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Dieter Wal
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mehrteiliger Text, bestehend aus 32 Absätzen.
Veröffentlicht am 09.11.2013, 656 mal überarbeitet (letzte Änderung am 10.02.2019). Textlänge: 395 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.262 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 15.07.2019.
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