Was bleibt, ist ...

Sonett

von  monalisa

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Was bleibt, ist ...


Trockenfantasie, auf Treibsand abgelegt,
rissig, ausgedörrt, nur karger Rest der Blüten
andersbunter Zeit, die heute Staubgrau trägt;
unterm Schutt  - vielleicht -  noch Farben, die zu hüten 

mehr als Hoffnung ist, auch wenn sie vorerst schweigt.
Wirf die Witwentracht zur späten Halbnacht wieder
ab und sieh, wie schon der Morgenhimmel Rosen geigt,
neuvertont erscheint. So höre doch die Lieder,

die, nur fast verstummt, noch so lebendig sind.
Lächelnd flüstert mir ein Traum auf diese Weise
ernstlich Mut ins Ohr, enthext in mir das Kind,
rührt Versäumtes auf und schickt mich auf die Reise

in das Binnenland, das sich im Herzen dehnt,
nach mehr Raum und Resonanz im Leben sehnt.



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Kommentare zu diesem Text


 franky (20.11.13)
Hi liebe Mona,

Das erfreut Herz und Seele. Wunderschön.

L-G Franky

 monalisa meinte dazu am 20.11.13:
Vielen Dank, Franky, ich freu mich darüber.
Liebe Grüße,
mona

 monalisa antwortete darauf am 22.11.13:
Verwechslung: Entschuldigung
(Antwort korrigiert am 22.11.2013)
gaby.merci (61)
(28.11.13)
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 monalisa schrieb daraufhin am 28.11.13:
Dankeschön, freut mich :)
Liebe Grüße,
mona

 EkkehartMittelberg (29.11.13)
Eine sehr schöne Metapher. Die Fantasie bleibt und wenn sie verschüttet ist, muss man den Staub geduldig hinwegblasen, bis neue Sonnenstrahlen sie wecken.
LG
Ekki

 monalisa äußerte darauf am 02.12.13:
Dankeschön, Ekki, und entschuldige die späte Antwort. Beinah hätte ich deine Kommi übersehen, wär ein Jammer gewesen :)
Liebe Grüße,
mona
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