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Bitte nichtInhaltsverzeichnisDie Krankheit

Ein Freund, ein guter Freund...

Kurzgeschichte zum Thema Trauer/Traurigkeit


von Alias

Sie hatte sich kurzfristig mit ihm verabredet. Vielleicht weil sie Trost suchte. Nein, ganz sicher weil sie Trost suchte.
Normalerweise sah sie ihn nur alle paar Wochen, und dann wurde fast nur über andere gelästert, aber kaum über persönliche Probleme gesprochen. Eine nicht klammernde oberflächliche Freundschaft verband sie miteinander. Und er war zwar viel jünger als sie, doch das war nie ein Thema gewesen. Genauso wie seine frühere Verliebtheit in sie.

Er kam spät, als sie fast schon gehen wollte.
Und dann fing es an zu regnen. Herrgott, musste es in diesem verschissenen Sommer eigentlich immer anfangen zu regnen? Sie standen eine Weile stumm unter den Bäumen des Stadtparks, aber als der Regen durch das Laub drang und auf ihre Köpfe hinuntertriefte, gingen sie in das nach Pommesfett stinkende Café, in dem drei übellaunige Kellner standen und drei gutgelaunte Gäste saßen. Sonst war niemand dort.

Sie wussten nicht, was sie bestellen sollten, es lief auf ein Pils hinaus, das schnell von einem der Kellner gebracht wurde. Sie redeten über die Krankheit und über das Sterben. Und wie das geht. Nein, es ging nicht um sie selber, sondern um eine nahe Verwandte von ihr. Sie wusste aber, dass er es mit seiner Mutter erlebt hatte. Er hatte aber nie Einzelheiten darüber erzählt. Warum nicht? Warum kennt man sich so wenig?

Während sie beide ihr Pils tranken, erzählte er ihr einiges, bei dem sie fast weinen musste. Über seine Mutter. Über ihre Schmerzen, über die Schmerzmittel, über Sterbe-Hospize, und dass man schlecht hineinkommt, wenn man keine Beziehungen hat. Und dass man selber nicht mehr die Kraft hat, so etwas in die Wege zu leiten, also total abhängig ist von anderen Leuten... Und über die wirklich guten Schmerzmittel, die man nicht mehr verlangen kann, weil es nicht mehr geht - über die körperlichen Veränderungen, bis man dann endlich stirbt...

So schlimm ist es?
Es ist beschissen schlimm!
Vielleicht sollte man besser Vorsorge treffen. Eine Knarre oder so was.
Ich habe Sachen, die sollen ganz gut wirken.
Würdest du sie mir geben?
Klar doch! Aber wer bringt sich schon um?
Ich habe keine Ahnung, aber ich will nicht so enden!
Ach Gottchen, es muss ja nicht so kommen, und wenn, dann würde ich mich um dich kümmern.
Das würdest du tun?
Klar doch, warum nicht?
Du bist verrückt!

Sie fuhr nach Hause, und es war nicht mehr so schlimm wie vorher.

 
 

Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (02.01.2014)
Er macht ein großes Versprechen. Ob er es halten würde?Aber für den Sinn dieser Geschichte ist wichtiger, dass sie Trost findet.
LG
Ekki
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Alias meinte dazu am 02.01.2014:
trost auf jeden fall. immerwährende freundschaft ist eine andere sache...
danke ekki, irgendwie triffst du immer den kern.
lieben gruß an dich
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Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (04.01.2014)
Schön, wenn man sich so seiner Freundschaft versichert, weniger schön, wenn die Probe wirklich gefordert wird. Wer sinnvoll lebt, wird auch sinnvoll sterben.
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Alias antwortete darauf am 04.01.2014:
hast recht, dieter! ich, nein sie würde das nie einfordern. ich glaube sowieso, dass man am leben hängt, egal wie schmerzhaft es ist.
lieben gruß an dich
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Bitte nichtInhaltsverzeichnisDie Krankheit
Alias
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Dies ist ein Teil des mehrteiligen Textes Die Zeit endet hier.
Veröffentlicht am 02.01.2014, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 28.12.2014). Textlänge: 397 Wörter; dieser Text wurde bereits 956 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 18.05.2019.
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