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Eine biblische ZusageInhaltsverzeichnisElkes Umkehr

Eine Party im Hexenhäuschen

Erzählung zum Thema Glaube


von Bluebird

Mike und Uli hatten mir beim Abschied geraten, mich eng ans Jesus-Haus zu halten. "Das sind gute Leute, die dir weiterhelfen können im Glauben", hatte Mike gesagt. Und Uli hatte hinzugefügt: "Du brauchst gute geistliche Nahrung, um im Glauben zu wachsen,. Und die bekommst du dort."
  Ich hielt mich an diesen Rat, und unt tauchte so oft es ging im Jesus-Haus auf. Wochentags um bei anfallenden Arbeiten gelegentlich auszuhelfen, am Wochenende besuchte ich die Gottesdienste. Dazu kamen eine Bibelstunde Mittwochabends und später Dienstags ein Hauskreisabend bei Thomas und Silke.  Ich genoß diese Zeiten und saugte Bibelworte und Predigten, aber auch praktische Tipps im Glauben auf wie ein völlig ausgetrockneter Schwamm.

Eines Abends nach  einer Veranstaltung im Jesus-Haus fuhr ich auf dem Heimweg am  „Hexenhäuschen“ hier vorbei und sah, dass dort der ganze Garten voller Menschen war. Laute Musik erfüllte die Umgebung . Offensichtlich war hier eine Party im Gange.
  Ich zögerte einen Moment lang. Partys waren noch nie so recht mein Fall gewesen und jetzt als Christ schien mir eine solche Vergnügung - mit den zu vermutenden üblichen Ausschweifungen - noch weniger angesagt zu sein. Obwohl, ist Jesus mit seinen Jüngern nicht auch zu den „Sündern“ gegangen und hat an deren Festivitäten teilgenommen? (Stichwort: Die Hochzeit zu Kanaan)!
OK, dachte ich, warum nicht. Vielleicht soll es ja so sein! Ich schloß mein Fahrrad ab und ging auf die Gartenpforte zu.

Es wurde schnell klar, dass die Party nicht bei Michael, dem Esoteriker  hier, sondern in der Haushälfte seiner Nachbarin stattfand. War Michael überhaupt zugegen? Ich begann schon zu zweifeln, als ich  ihn plötzlich auf einer kleinen Bank neben dem Hauseingang sitzen sah. Er hielt ein Glas Bier in der Hand und hatte die Augen geschlossen.  Ich stupste ihn an und er schlug die Augen auf.       
„Hallo“, sagte ich. „Big Party heute?“ Michael lächelte und sagte: “Ach, du bist`s! Lange nicht gesehen. Komm, setz dich. Aber hol dir erst einmal ein Bier!“ I
    Ich ging rüber zu einem in der Nähe stehenden Bierfass, füllte mir ein Glas voll und setzte mich neben ihn.

„Wo hast du denn die ganze Zeit gesteckt?“ fragte er. „Beim letzten Mal, als wir uns gesehen haben, hast du mir von dem Tischchenschreiben  hier erzählt. Machst du das immer noch?“ Ich schüttelte den Kopf. „Nein, das war ein gefährlicher Irrweg! Ich habe damit aufgehört. Ich bin Christ geworden!“
    Einen Moment lang schaute er mich erstaunt an, dann sagte er: „Du bist Christ geworden?“ Wobei er das Wort „Christ“ etwas in die Länge zog. „Ja“, entgegnete ich. „Es ist wirklich viel passiert in der Zwischenzeit. Erst einmal hat mich das Tischchenschreiben in des Teufels Küche gebracht, und dann hat Gott mir aus der Patsche geholfen. Und so bin ich Christ geworden.“
    „Halt, halt,“ unterbrach er mich lachend. „Ich hole mir jetzt noch ein Bier und dann erzählst du mir die Geschichte mal in Ruhe.“ Er stand auf und ging zu dem Bierfass.

Als er sich wieder neben mich setzte, begann ich zu erzählen. Erst einmal von meinen Erfahrungen mit dem Tischchenschreiben   hier und dann von den wundersamen Ereignissen auf dem Kirchentag  hier.  Am Ende sagte ich: „Trotz der schlimmen Erfahrungen, das war das Beste, was mir jemals passiert ist!“
    Michael hatte aufmerksam zugehört und schwieg nun erst einmal. Dann sagte er plötzlich: „Das ist wirklich eine außergewöhnliche Geschichte. Und du hast viel Glück gehabt.“ „Glück?“, entgegnete ich. „Das war kein Glück. Jesus hat mir geholfen!“
Michael schwieg einen Moment. Dann erhob sich von der Bank: „Du bist auf jeden Fall heil aus der Geschichte herausgekommen. Und vielleicht ist die Sache mit Jesus für dich ja genau das Richtige. Auf jeden Fall besser als die Sache mit dem Spiritismus. Das hatte mir von Anfang an nicht gefallen. So, jetzt komm! Ich möchte dich meiner Nachbarin vorstellen.“
    Ich kannte Michael gut genug um zu wissen, dass das Thema für ihn nun beendet war. Und so erhob ich mich ebenfalls von der Bank und folgte ihm ins Haus.

Im Haus war einiges los. Unter Anderem war das Wohnzimmer in eine Tanzfläche umgestaltet worden, auf der es hoch herging bei 70iger Jahre-Musik. Schließlich fanden wir Michaels Nachbarin in der Küche sitzend. Eine hübsche, dunkelhaarige Frau etwa in meinem Alter. Michael stellte mich ihr vor: „Claudia, das ist der Heiner“, sagte er, „ich habe dir schon mal von ihm erzählt.“
    „Ah, du bist also  Michaels esoterischer Freund“, sagte sie mich freundlich anlächelnd.  „Äh, das kann man so nicht sagen,“ entgegnete ich vorsichtig. „Er ist nämlich jetzt Christ geworden!“, fügte Michael hinzu. „Ach, wie ist das denn gekommen?“, fragte Claudia neugierig.
  Ich zögerte einen Moment. Aber Michael sagte: „Eine wirklich spannende Geschichte. Besonders die Sache mit den Geistern!“ „Mit den Geistern?“ fragte Claudia gedehnt nach. „Komm setz sich. Das interessiert mich!“ Während ich mich neben sie auf einen Stuhl setzte, sah ich Michael grinsen: „Ich glaube, ich lasse euch beiden besser mal alleine.“

So erzählte ich auch Claudia meine Bekehrungsgeschichte. Als ich von meinem spiritistischen Kontakt mit den„Verwandten“ via Tischchenschreiben  hier sprach, unterbrach sie mich: „Das kenne ich . Meine verstorbenen Verwandten sind auch immer um mich. Ich unterhalte mich öfters mit ihnen und frage sie um Rat.“
  Irritiert schaute ich sie an. „Äh, warte mal! In Wirklichkeit war ich ja gar nicht mit meinen verstorbenen Verwandten Kontakt.“ Nun blickte sie mich irritier ant: „Nicht? Aber wieso, du hast doch gerade erzählt, dass du sie gerufen und sie dir geantwortet haben?“ „Gut“, sagte ich, „ich greife jetzt einmal etwas vor. Ich hatte mit  Geistern Kontakt, die sich als meine verstorbenen Verwandten ausgegeben haben!“ Sie blickte mich verständnislos an: „Warum sollten die so etwas tun?“
    Ich versuchte ihr den Sachverhalt  zu erklären: „Weil sie mich täuschen und manipulieren wollten. Und wussten, dass ich darauf hereinfallen würde. Es waren böse Geister. Dämonen!“  Sie blickte mich iritiert an und lachte dann: „Also das ist doch Quatsch. Um mich herum sind auf jeden Fall gute Geister. Es sind meine Verwandten oder gute Engel!“ Ich spürte, dass ich sie nicht würde überzeugen können.  Trotzdem sagte ich: „Du irrst! Auch deine Geister sind Dämonen, die dich täuschen! Es tut mir leid, aber das ist die Wahrheit! .Wir sollten zu Gott beten, aber nicht mit Engeln oder Verstorbenen Kontakt aufzunehmen versuchen.“

Ihr bislang freundliches Gesicht blickte mich nun ernst an. Eine schwarze Katze huschte ins Zimmer und sprang auf ihren Schoß. Sie begann sie zu streicheln und schüttelte dann den Kopf: „Du magst schlechte Erfahrungen gemacht haben, ... aber ich habe gute Erfahrungen gemacht! Und dabei sollten wir es dann auch belassen.“ Sie ließ die Katze wieder herunter und stand auf: "Lust zu tanzen?“, fragte sie.
  Mal abgesehen davon, dass ich sowieso nicht gerne tanzte, hatte mich das Gespräch auch ziemlich „abgeturnt“.
„ Nimm es mir nicht übel“, entgegnete ich. „Aber es ist schon spät und ich muss morgen früh raus!“ „Na gut“, sagte sie, „dann bis vielleicht auf ein anderes Mal.“ Mit diesen Wort verließ sie die Küche und ging rüber in die „Tanzstube“.
Ich nahm mir noch ein Mettbrötchen vom Teller und ging dann durch den Garten hinaus in die Nacht. So schnell werde ich dieses Haus wohl nicht mehr betreten. dachte ich und war froh wieder draußen zu sein.


Anmerkung von Bluebird:

Folge 8 meiner autobiografisch-essayistischen Erzählung (1985 - ...)



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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Graeculus (69) (06.01.2014)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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LotharAtzert meinte dazu am 06.01.2014:
Ach das ist aber ein exclusives Treiben - warum gibt es die Zen-Geschichte ausgerechnet nur für einen Christen?
Das ist ja, wie wenn man in einer Gruppe Kinder sagt: "komm mit, Fritzchen, ich hab zuhause was leckeres für uns beide ..."
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Bluebird antwortete darauf am 07.01.2014:

(Antwort korrigiert am 07.01.2014)
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Dieter Wal schrieb daraufhin am 07.01.2014:
Ich möchte die Zen-Geschichte gerne an dieser Stelle lesen!
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Graeculus (69) äußerte darauf am 07.01.2014:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Bluebird ergänzte dazu am 08.01.2014:
file:///C:/DOKUME~1/SCHACH~1/LOKALE~1/Temp/sv380m7f.tmp/sv5i1rcf.tmp/Wonhyotex.htm
(Antwort korrigiert am 08.01.2014)
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Dieter Wal meinte dazu am 15.01.2014:
Danke, Graeculus. Super Story.
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Dies ist ein Abschnitt des mehrteiligen Textes Meine Abenteuer und Leiden in der Nachfolge Jesu.
Veröffentlicht am 06.01.2014, 18 mal überarbeitet (letzte Änderung am 14.12.2018). Textlänge: 1.190 Wörter; dieser Text wurde bereits 740 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 25.02.2020.
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