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Die Kraft des Gegners nutzen

Beschreibung zum Thema Lebensweisheit


von LotharAtzert

"Das Bambushafte lerne vom Bambus; das Kiefernhafte lerne von der Kiefer.
Matsuo Basho

In meiner Kindheit waren die sogenannten Wundertüten sehr beliebt. Weil ich aber aus einer armen Familie stammte, konnte ich nur selten den überflüssigen Kram aus Albumbilder und diversen Plastikteilen genießen und hatte so mehr Zeit, meinen Gedanken alleine nachzuhängen. Sie kreisten oft um Unterdrückung und Unterlegenheit. Aber auch - und ich brauchte einige Zeit, bis es mir auffiel - um eine gewisse Zähigkeit, die mir zueigen war: obwohl meistens unterlegen, gab ich doch niemals auf und kompensierte damit nicht wenig.
Und während meine Klassenkameraden schon mit ihren Vätern Samstags ins Waldstadion zur Frankfurter Eintracht fuhren, oder bei Auswärtsspielen doppelte Albumbilder tauschten, sägte ich auf väterliche Anordnung Brennholz für den Winter (-mit der Handsäge, was sonst!) und hing dabei meinen Gedanken nach.
Ein altes Sprichwort besagt, daß wie man in den Wald ruft, es so auch zurück schalle. Das kann ich bestätigen, denn schon früh hörte ich  von jener Lehre aus dem fernen Osten, die als Keim schon in mir spross. Sie nannte sich Taoismus.

Zunächst waren es einzelne Sprüche auf Abreiß-Kalenderblätter. Beileibe nicht das TaoTeking des Laotse - das kam erst später und sollte wie eine Offenbarung über den Knaben hereinbrechen - Sätze wie: "Lerne von der Natur - Kommt ein Sturm, legt sich das biegsame Gras flach." Während der starke Baum entwurzelt wird, richtet der Halm sich nach dem Sturm wieder unbeschadet auf.
Alle östlichen Kampfkünste lehren diese Ökonomie des Nichtwiderstehens einer Übermacht. Sie nannten es "das dunkle Yin," im Gegensatz zu jener anderen Kraft, dem "lichten Yang".

Ich verstand, daß Überlegenheit keinen Vorteil und Unterlegenheit noch nicht zwangsläufig Nachteil bedeuten mussten, sondern daß ein Kampfausgang vor allem durch richtiges Verhalten bestimmt wird - also das richtige Einschätzen von Gegner und Situation, respektive die entsprechende Antwort darauf. Und daß das Leben ein Kampf ist, weiß jeder, der in Armut aufwuchs.

Die Kraft des Angreifers wird genutzt, um ihn damit zu Fall zu bringen.

Ausgerechnet an meinem Geburtstag hieß der Kalenderspruch: "Das Bambushafte lerne vom Bambus; das Kiefernhafte lerne von der Kiefer." - das verstand ich augenblicklich und es war mir ein Geschenk, den selbstgestrickten Wollsocken von Oma Regine vergleichbar, während die Worte der hiesigen Philosophen Kant, oder Hegel, auch Fichte mir bis heute nichts Lebenspraktisches vermittelten.
Aber zwischen Verstehen der Sätze und ihrer praktischen Anwendung liegen noch einmal Welten. Ein kluger Verstand hilft rein garnichts beim Annähern an das Kiefernhafte der Kiefer. Oft ist er sogar das größte Hindernis.
Man muß all das, was das Objekt in seiner Lebensgestalt ausmacht, in sich selbst finden, seine Entsprechung im eigenen Empfinden aufsuchen - das saugende Verwurzeltsein spüren, das Stemmen des Stamms, die Krone, die Früchte, Blätter, Jahresringe, der Wind, die Vögel . ...
Und das ist der hauptsächlichste Unterschied zu den westlichen Traditionen, die von außen - mit Maß, Zahl, Gewicht, mit Doktorentitel und subjektiven Gefühlslagen an die Dinge herantreten, sie klassifizieren ... und sich selbst dabei immer weiter von der Natur entfremden.


.


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von MelodieDesWindes (36) (10.01.2014)
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LotharAtzert meinte dazu am 10.01.2014:
Es gibt noch einen anderen Verdacht: ich war damals noch zu jung und ließ in meinem jugendlichen Enthusiasmus nur Schopenhauer und Nietzsche gelten.
Vielen Dank, MeDeWi

LG
Lothar
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susidie
Kommentar von susidie (10.01.2014)
Der Text ist endgeil. Nicht nur geschrieben, sondern die Aussagen. Du sprichst mir aus der verwurzelten Seele. Es grüßt dich die Blüte, der Stengel, der Stamm, das Blatt, der Halm..........und, ach ja, Su, grüßt dich auch
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LotharAtzert antwortete darauf am 10.01.2014:
Ich komm ja garnicht mehr ins Bett heute abend, vor lauter lauter ...
Euch allen auch liebe Grüße und vor allem Su!
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (10.01.2014)
"Und das ist der hauptsächlichste Unterschied zu den westlichen Traditionen, die von außen - mit Maß, Zahl, Gewicht, mit Doktorentitel und subjektiven Gefühlslagen an die Dinge herantreten, sie klassifizieren ... und sich selbst dabei immer weiter von der Natur entfremden.

Meine Empfehlung: Clausewitz
oder
Karl-Heinz Frieser: Blitzkrieg - Legende
Beide sind ein Plädoyer für das Denken, auch wenn es um den Krieg geht (na, ich würde sagen: gerade darum!).

Oder wie schon Moltke der Ältere meinte: "Jeder Plan endet mit dem ersten Schuss."
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LotharAtzert schrieb daraufhin am 10.01.2014:
Der Clausewitz täte mich schon interessieren - aber die Kriegsführung ist ja nur ein Seitenarm des ewigen Flusses. ... Das Eigentliche ist die (unchronologische) Beschreibung meines Weges zum Buddhismus. So jedenfalls ist der Plan - wenn mich nicht der erste Schuß niederstreckt
Danke und Gruß
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Kommentar von BabetteDalüge (67) (10.01.2014)
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LotharAtzert äußerte darauf am 10.01.2014:
Babette, Du hast alles gesagt. Da bleibt für mich nur noch, - ob des Lobes - ein schamhaft errötendes Danke.
Gruß
Lothar
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Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (10.01.2014)
Würde ich konvertieren, wären Taoismus oder Judentum für mich echte Alternativen. Speziell dem Taoismus, der sich eng an das Tao Te King hält, könnte ich viel abgewinnen, und gewinne viel ab. Denn das Tao Te King ist mein Lieblingsbuch. Einen angenehm lesbaren, anschaulichen und Interesse erweckenden Text hast du geschrieben. Danke.
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LotharAtzert ergänzte dazu am 10.01.2014:
Ja Dieter, der Taoismus wäre auch nach meinem Dafürhalten eine gute Alternative ...
Als Bodhidharma nach China kam, fand er dort ideale Bedingungen vor und so entwickelte sich das Chan, heute besser bekannt unter dem japanischen Namen Zen-Buddhismus.
Das Tao Te King (Reclam-Version) begleitet mich auch heute noch bei jedem Spaziergang in den Wald.
Und hoffentlich kennst Du auch Laotses Kollegen Tschuang Dse und sein "Das wahre Buch vom südlichen Blütenland" - ein ebensolches Meisterwerk!!!
Ich danke Dir.
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JakobJanus (35) meinte dazu am 10.01.2014:
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Kommentar von Anne (56) (10.01.2014)
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LotharAtzert meinte dazu am 10.01.2014:
Ach Anne - ohne übertreiben zu wollen, darf ich Dir versichern, daß Dein Kommentar mir heute morgen Glücksgefühle schenkt. Was kann ein Schreiber mehr erreichen, als zum Nachdenken anzuregen?
Und so danke ich auch Dir.
Liebe Grüße
Lothar
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Kommentar von janna (66) (10.01.2014)
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LotharAtzert meinte dazu am 10.01.2014:
Boah ... ich bin ja völlig von den Socken ... allerdings sind es nicht mehr die selbstgestrickten von Oma, sondern die Selbstgestrickten von ... verrat ich nicht!

Vielen vielen Dank, Janna
LG
Lothar
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Kommentar von R.O.F. (53) (10.01.2014)
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Fuchsiberlin meinte dazu am 10.01.2014:
Ich schließe mich dem sehr guten Kommentar von R.O.F. an, denn auch mir kamen diese Fragen beim Lesen.

PS: Opfer psychischer und/oder physischer Gewalt konnten dann die Kraft, die Überlegenheit, ihres Gegeners nicht nutzen, um ihn zu Fall zu bringen...Oder wird Gewalt hierbei ausgeblendet?

Nachdenkliche Grüße
Jörg
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LotharAtzert meinte dazu am 10.01.2014:
" über die Nutzung der Kraft eines Gegners finde ich wenig bis gar nichts.
"

Das fehlte noch, daß ich euch Unreifen Waffen in die Hand gäbe, um gottweißwen zu verletzen, ihr Witzbolde.
Erst schaut in euch selbst!
(Antwort korrigiert am 10.01.2014)
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R.O.F. (53) meinte dazu am 10.01.2014:
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LotharAtzert meinte dazu am 10.01.2014:
Weil ich ein Herz für Tiere hab, will ich es nochmal versuchen:

Hundegebell - Zen-Koan von Roschi Loddar
Wenn der Hund im Block bellt, gibt's ein Echo. Dem muß er natürlich antworten.
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R.O.F. (53) meinte dazu am 10.01.2014:
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LancealostDream (49) meinte dazu am 10.01.2014:
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LotharAtzert meinte dazu am 10.01.2014:
Ja Lance - und trotzdem bin ich traurig - das nennt man wohl einen Pyrrhussieg.
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Abulie (45) meinte dazu am 10.01.2014:
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JakobJanus (35) meinte dazu am 10.01.2014:
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LotharAtzert meinte dazu am 10.01.2014:
Abulie,
man muß nicht, man wird vor vollendete Tatsachen gestellt. Ich glaube nicht, daß Assad sein Volk gefragt hat:
"Wollt ihr eventuell einen Bürgerkrieg?"
"Das klingt so negativ" ist wirklich kindlich naiv. Bei mir kannst du, wenn Du lang genug suchst, Fehler finden, aber am Tao nicht.
Nun sag mir doch, worin meine Eigenbeweihräucherung liegt - oder Selbstmystifizierung. Als ob es um meine Fassade gänge und nicht ums Tao, dessen Lied ich hier singe. Du sollst nicht auf den Zeigefinger schauen, sondern wohin er zeigt.
" Sind die Bücher/Lehren dann also nur Anstoß für die dann folgende "nicht-intellektuelle" eigene Verinnerlichung und Erfahrungsfähigkeit? "

Selbstverständlich!
LG
Lothar


Nachtr. Ergänzung: der "Feind" besteht aus Gier, Hass und Unwissenheit IN JEDEM SELBST. Gier nimmt sich, was sie will, Hass verfolgt die Gier bei anderen und verdrängt sie bei sich, Unwissenheit ... naja, halt nix vertstehn, was, wiebitte? also komm mir nicht so etc. pp.
(Antwort korrigiert am 10.01.2014)
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Abulie (45) meinte dazu am 10.01.2014:
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LotharAtzert meinte dazu am 10.01.2014:
"glaubst du, die durch Assad Unterworfenen machen sich auf einen Weg, der zum Leben führt, wenn sie die Kraft des Gegners nutzen?"
Nein. Das war nur ein Beispiel dafür, daß wir uns die Lebenssituationen nicht immer aussuchen können. Ein Kollektiv macht sich nie auf den Weg. Es sind immer Einzelne, die vorangehen. Bei Heraklit heißt es: "Einer gilt mir zehntausend, wenn er der Beste ist" und es bleibt einem nichts anderes übrig, als bei der Klärung unsres eigenen Bewußtseins voranzugehen, denn wir sind, jeder bei sich, dieser Eine.

Du schreibst hier im Kommentarfeld von R.O.F., der mir "Eigenbeweihräucherung und Selbstmystifizierung" vorwirft, aus diesem Grund fragte ich Dich danach, nicht weil ich irgendetwas "interpretiere."

Hass - die geringste Abneigung gilt bereits als Hass, lange, bevor man ihn wahrnehmen kann. Was man wahrnimmt, ist längst jenseits von gut und böse. Gier Hass und Unwissenheit ist das, was uns in einen Mutterleib geworfen hat, um es umzuwandeln in der endlosen Kette der Existenzen. Andere Worte für Gier und Hass sind Stärke und Schwäche, Yang und Yin. Der Starke ist gierig, der Schwache hasst und aus Unwissenheit ist die ganze illusionäre Welt. Das ist es, was wir in uns zu klären haben.
Man muß es nicht glauben, man muß nicht einmal klären, solange man nicht will.
So, das wollte ich eigentlich als nächsten Thread bringen ...
(Antwort korrigiert am 10.01.2014)
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (10.01.2014)
Es macht immer Spaß von der Natur zu lernen. Sie erteilt ihre Lehren kostenfrei und setzt nur guten Willen voraus.
LG
Ekki
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LotharAtzert meinte dazu am 10.01.2014:
Ouh ... da schneidest Du ein heißes Törtchen an. Sie fordert auch von den Wissenden, daß sie ihr zu dienen haben!
LG
Lothi
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Möllerkies
Kommentar von Möllerkies (10.01.2014)
Das wundert mich aber, dass wir von der Kiefer das Kiefernhafte lernen können, von Fichte aber gar nichts. Und ich möchte auf das Gedicht  "Lehrmeisterin Natur" hinweisen, in dem Robert Gernhardt wohl den Gedanken Matsuo Bashos variiert hat.
(Kommentar korrigiert am 10.01.2014)
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LotharAtzert meinte dazu am 10.01.2014:
Du alter Schlaumeier, ich verbeuge mich vor Deiner Weisheit ... Deiner unverschämten ...
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Möllerkies meinte dazu am 13.09.2015:
Verspäteten Dank, und hier ein neuer Link zur  "Lehrmeisterin Natur", nachdem der alte nicht mehr funktioniert.
(Antwort korrigiert am 13.09.2015)
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Kommentar von Regina (11.01.2014)
Sorry, aber ich finde deine Aussagen, dass das Leben ein Kampf sei und man den Gegner besiegen muss im Zeitalter der Massenvernichtungswaffen gefährlich. Wer ist überhaupt der Gegner im Tao? Das Schwarze oder das Weiße? Das Tao lehrt doch, dass alles eins ist. Der Gegner ist man demnach selber. Deshalb kann man, wie bei Babette Dalüge in "Krisen und Ungerechtigkeiten" zu lesen, des Gegners Angriff zur Eigenkorrektur nutzen.

Es ist immer wieder der westliche Fehler, auf das Recht des Stärkeren hereinzufallen, wenn auch mit neuen, asiatischen Kampfmethoden. Also töte diesen kriegerischen Buddha, bevor er einen Weltkrieg anzettelt und ersetze ihn durch einen friedfertigen.
Die Baumbetrachtungen finde ich anregend, mal wieder auf Spaziergängen die Pflanzen zu beobachten.
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LotharAtzert meinte dazu am 11.01.2014:
Hallo Regina,

Punkt1: Die Kraft des Gegners nutzen bedeutet, daß ein Angreifer vor dir steht, die Bedrohung ist akut. Ist kein Angreifer da, ist das Ganze bereits hinfällig. Es geht absolut nicht um Übergriffe auf andere.

Punkt 2: Der Angreifer in der Natur ist zB. der Sturm, der den Baum entwurzelt und nicht das Gras, das sich optimaler verhält - also sollte man vom Gras lernen. Ich denke, das ist nicht gewaltverherrlichend. (Ein auch oft gebrauchtes Bild ist der Schnee auf der Tanne, die ihre Äste senkt - es geht immer um situationangepasste Verhaltensweisen.)

Punkt 3: Gegner sind auch die Geistesgifte im Individuum, die etwas weiter oben bei den Kommentaren beschrieben sind - Gier, Hass und Dummheit.

Das vorangehende Kapitel "Diamant Sutra" zeigt mit seinen 5 Übungen, wohin die Reise geht. Wahrscheinlich hast Du das nicht gelesen, sonst wäre Deine Vorhaltung absurd. Wenn man aber ein Buch nicht mit Kapitel 1 beginnt (Kap. 1 - Heribert und DJ.), kann das immer passieren.

Danke für den Kommentar
LG
Lothar
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Regina meinte dazu am 12.01.2014:
Das musst du hinschreiben, dass man zuvor was anderes lesen soll. Ich würde es so sehen: Der Angreifer stolpert über seine eigene Kraft, wenn da nichts ist, was sich angreifen lässt.
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LotharAtzert meinte dazu am 12.01.2014:
Der Angreifer ist nur deshalb Angreifer, weil er was angreift - so sagt es die Logik. ;)))
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Veröffentlicht am 10.01.2014. Textlänge: 484 Wörter; dieser Text wurde bereits 995 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 23.09.2019.
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