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Mittlerer Weg

Essay zum Thema Befreiung


von LotharAtzert

Alter ego
Spät ist es, dass ich zum Sitzen komme.
Die Hämorrhoiden wachsen noch aus dem
selben Boden, der einst ein umworbenes Arschloch war.

Mit ihrem Subjekt entsubjektivieren wollen die Jünger um einen altmexikanischen kV-Kopf, um die Literatur authentisch zu machen. Kein Ich mehr ...
"Das ist unmöglich" kontert der Universitätsvertreter und vermeldet Altbekanntes - AltbeKANT, als Berechtigungsnachweis für jungfräuliche Pensionsempfängnis gegenüber Sozialempfänger.
Subjekt-Objekt-Subjekt-Objekt - wie ein Herzschlag pocht es durch die abendländische Traditionskammer, im Sinus des Für und Wider. ... und man schaut dabei nach all den Jahrhunderten des Nachphilosophierens immer noch nicht über den Tellerrand beim Ursüppchenlöffeln.

Bereits im 2. Jahrhundert n. Chr. entwickelte der buddhistische Mönch Nagarjuna das sogenannte "Madhyamaka" - die Lehre vom mittleren Weg, der besagt, daß alle Dinge, bezüglich einer letzten Substanz, leer sind. Zugleich - und deshalb mittlerer Weg - gibt es eine relative und eine absolute Sichtweise. Hier gilt es, die Mitte der Waage zu wagen, um nicht umzukippen.
"Nicht aus sich selbst - nicht aus einem anderen - nicht aus beidem - nicht ohne Ursache" ... sind die Dinge. (Babette wird an dieser Stelle "ist der Himmel!" sagen.)
Welt und Erscheinung sind ohne Eigennatur, da sie nur aus verursachten Bedingungen  hervorgehen. Sie sind leer, ohne jedoch nichts zu sein, da ja alles Verursachte eine Wirkungen zeigt. Ein angenommenes Nichts wäre ja auch etwas. So werden die beiden Extreme von Sein und Nichtsein vermieden. Sinnvoll - wobei auch das an Sinn Volle -  Sehsinn, Hörsinn usw. leer sein muß, um Fülle zu sehen, zu hören usw.

Innerhalb des Madhyamaka gibt es zwei Hauptrichtungen: "Von sich aus leer" und "Leer von anderem." Sie ergänzen sich, wie die zwei Flügel des Phönix.
Der eigentliche Grund für die Unterteilung besteht darin, daß wir immer von Extremen ausgehen, nämlich dem Extrem des "Es ist so" und seiner Verneinung "Es ist nicht so" - dem Eternalismus und dem Nihilismus, wie wir sie auch nennen. Diese beiden extremen Anschauungen gilt es gleicherweise zu überwinden. (Wobei letztere oft ihre Zuflucht in die von ihnen selbst so genannte "Wissenschaft" nehmen.)

Zunächst wird untersucht, wie die Illusionen entstehen. Die "Von sich aus leer" Schule  untersucht die Beschaffenheit der Phänomene bei sich selbst. Das vielzitierte Ich - wie groß, wie klein ist es, welche Substanz usw. Das Ziel solcher Vorgehensweisen ist das Erkennen, daß es nichts Beharrendes, keine unveränderliche "letzte" Bleibe-Substanz gibt, sondern alles im Fluß von Werden und Vergehen wellt - und zwar Welle für Welle, gleich Welt für Welt.

Die "Leer von anderem" Betrachtung lehrt zusätzlich, daß alle auftauchende und vergehende Phänomene geistiger Natur sind und stellt Leerheit und Bewußtheit in ihren Fokus. Es heißt dann zutreffend weiter, daß Leerheit und Bewußtheit untrennbar sind, wie Raum und All. Aus anderem Blickwinkel wird der geklärte Geist als Einheit von Raum und Bewußtsein beschrieben - im Unterschied zum ungeklärten Geist und dessen Annahme eines beharrenden Ichs.

Leer und bewußt ist die sogenannte "Buddhanatur", die allem Leben innewohnt und zu der jeder erwachen kann - jenseits von Kommen und Gehen, von Objekt und Subjekt ...

Was uns davon abhält, diese Buddhanatur zu erkennen, ist das Haften an Konzepten und Vorstellungen, die zehntausend Dinge gebären - sie lassen uns an die äußere Welt als Realität glauben, in deren Abhängigkeit wir zeitlebens bleiben. Den wenigsten kommt dabei jemals in ihrem Leben zu Bewußtsein, daß die Welt nur als Vorstellung existiert. (Auch als Wille - um Herrn Schopenhauer Genüge zu tun) Eine Vorstellung, die es in sich hat, weil man an  die Auswirkungen gefesselt und gebunden bleibt, bis über den Tod hinaus.

Der mittlere Weg des Shengtong ( - leer von anderem) lehrt, daß unser Geist von Natur aus klares Licht ist, das sich mitfühlend im Raum manifestiert. ...

.


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von BabetteDalüge (67) (17.02.2014)
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LotharAtzert meinte dazu am 17.02.2014:
Ja - nun wiederhole ich nicht gern, was früher schon gesagt wurde.
Daß man bei Vorstellungen unterscheiden muß zwischen den zwanghaften und den bewußt gewählten, sollte jedem Leser be-wußt sein. Es ist hier nicht der Ort, darauf einzugehen.
Ich schrieb von Bewußtheit, da es die Terminologie aus dem 2. Jahrhundert bzw. der der späteren Übersetzter ist. Von der döbereinerschen Trennung zwischen Bewußtsein-Bewußtheit resp. 6. Haus-7. Haus "wusste" man damals noch nichts.
Danke für die Aufmerksamkeit und das Lob, das mich erröten läßt.
Gruß
Lothar
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Kommentar von Regina (17.02.2014)
Da hast du etwas Kluges geschrieben. Bei Toltec-head musst du aber auch immer mit einberechnen, dass er oft das Gegenteil meint von dem, was er sagt. Ich lese hier auch bei anderen hier oft die Forderung, subjektiv zu schreiben. Das gilt dann als ehrlich. Die andere Frage ist die des Lesens. Wer der Meinung ist, es gebe nur diese Ich-Welt, liest und deutet natürlich alles auch so. Babette ist meiner Meinung nach die Autorin hier, die am besten den Weg der Mitte geht und, trotz aller Rechtschreibfehler und Unprofessionalität, genau an der Grenze schreibt zwischen Ich und Erkenntnis.
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LotharAtzert antwortete darauf am 17.02.2014:
Immerhin verdanke ich dem "altmexikanischen Kopf" den Impuls zum Schreiben vom mittleren Weg.
Beim Loblied auf Babette singe ich gerne mit. An ihr scheiden sich die Geister und allein das genügte noch nicht - doch daß sie am Himmel festhält und Zusammenhänge erkennt, das ist es, was sie zu einem kostbaren Wesen werden läßt.
Vielen Dank für Deine ebenfalls klugen Worte.
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Veröffentlicht am 17.02.2014. Textlänge: 594 Wörter; dieser Text wurde bereits 832 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 04.10.2019.
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