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Finale dahoam (gekürzte Fassung)

Novelle


von Zwibelrohr

Vanessa war da.

Wenn ich Polenta koche, ungefähr einmal im Jahr, im Sommer, dann immer eine Riesenportion, die halbe Packung Polentagrieß, was ein großer Suppentopf voll wird. Die gare Polentamasse fülle ich dann in eine Kastenkuchenform, wo die Polenta dann auskühlt und eine sülzenähnliche Konsistenz annimmt: So dass man von ihr Scheiben abschneiden und aus der Form herausnehmen kann.

Vanessa bekam eine überbackene Polentaschnitte nach Meinung des Hauses. Während die Polentaschnitten in der Pfanne auf der einen Seite knusprig angebraten wurden, bereitete ich je eine Sardelle, Tomatenscheiben, Mozzarellascheiben und je ein Petersilienzweigchen vor (das war die heutige Meinung des Hauses). Nachdem ich die Polentaschnitten gewendet hatte, legte ich schnell auf jede die Sardelle, die Tomatenscheiben, die Mozzarellascheiben und obendrauf das Petersilienzweigchen, dann tat ich den Deckel auf die Pfanne. Bis die Polentaschnitte von der anderen Seite auch goldbraun gebraten war, wurden die Sardelle und die Tomate knapp gar, der Mozzarella zerschmolz einigermaßen und sogar das Petersilienzweigchen ganz oben drauf wurde etwas angedünstet.
Vanessa freute sich, etwas Selbsgekochtes und einigermaßen Gesundes zum Essen zu bekommen.

Petersilie ist zweijährig, wollte ich erzählen. Diesen Herbst könnte ich sogar winzige Petersilienwurzeln aus meinen Töpfen ziehen - Die Samen stammten in zweiter Generation von einem Petersilientöpfchen aus dem Supermarkt, das ich damals ausgepflanzt und das dann geblüht hatte.

...

"Damals, als der FC Bayern zu Hause im eigenen Stadion im Champions-League-Endspiel spielte" (2012) "und auch wider alle Münchener Erwartungen verlor" erzählte ich Vanessa, "ging ich das letzte Mal und einsamkeitshalber auch zu einem public-viewing."
"Die Stadt war voller junger Menschen in Lederhosen und FC-Bayern-Trikots, alle alle zu irgendwelchen public viewing events unterwegs" erzählte ich Vanessa, "diese sportlichen Mädchen sehen unmöglich aus in einem Fußball-Trikot (und einem Riesen-Wonderbra drunter).
Nach dem Spiel sammelten sich dann alle in der S- und U-Bahn. Die Bahnhöfe und Züge waren vollgestopft wie sonst nur die U5 während der Wiesn. Und gleichzeitig war es total still; still in den vollgestopften Zügen, still in den vollgestopften Bahnhöfen. Wahn-sinnig still. Es war noch nie so stad gewesen in München. Nicht mal an Weihnachten ist es so stad. Also so wahnsinnig voll und gleichzeitig so wahnsinnig stad, Wahnsinn" sagte ich.
"Ja" stimmte Vanessa zu.

"Wenn ich Dir erzählen würde" behauptete ich, "dass ich in der S-Bahn angefangen hätte zu singen (in der wahnsinnig staden S-Bahn) 'Hamburger Jungs, Hamburger Jungs, wir sind alle Hamburger Jungs'" erzählte ich,
"Du hast nicht in der überfüllten FC-Bayern-S-Bahn 'Hamburger Jungs' gesungen!" verlangte Vanessa streng.
"Nein, bis kurz vor zu Hause habe ich mich nicht getraut 'Hamburger Jungs' zu singen" sagte ich, "'Ihr seid alles Hamburger Jungs' wäre auch gegangen."

Was singen englische Fußballfans, wenn ihre Nationalmannschaft bei der WM in der Vorrunde ausscheidet? Na, dasselbe wie immer, "Football's coming home umpf umpf umpf umpf tralalala".

"Eine ernüchterte Staadheit" verwunderte ich mich weiter, "mit dem letzten Elfmeter, den Schweinsteiger an den Pfosten geschossen hatte, sank der Gesamt-Promillespiegel im Münchner Stadtgebiet bestimmt um  300.000 Punkte."
"Der Scheiß-Gesundheitsapostel" sagte Vanessa.

...


---
stad/ staad: bayrisch für ~ "andächtig still".
Quelle für Details des beschriebenen Fußballspiels war die wikipedia.

Anmerkung von Zwibelrohr:

Vanessa-18


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