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Einen Arzt gegen einen Arzt (Frauen schlagen 2)

Novelle zum Thema Gesundheit


von Zwibelrohr

Novelle - Reprise

Vanessa hat angerufen. Ich solle kommen. Ich bekäme auch ein Glas Rotwein zu einem selbstgemachten bunten Sommersalat mit Ei, Sardelle und Thunfisch, einem Salat niçoise. Den Salat hatte Vanessa sehr akkurat, sie kochte ja auch sonst nie, zubereitet, abgeschmeckt und angerichtet. "Sehr gut Vanessa" sagte ich.

---

"Du erinnerst Dich doch an meine Erzählung über meine Kneipenbekanntschaft, dem Psychopharmakaopfer, Psychopharmakaspeck, Koffeinrausch, ruiniertes Selbstvertrauen, Kontaktarmut und so weiter?" fragte Vanessa.
"Ja" sagte ich, "natürlich. So ein Scheiß-Land."
"Ich habe ihn zufällig wiedergetroffen" erzählte Vanessa, "er hatet noch was zu erzählen: Seine Eltern, beides linksbourgeoise Akademiker, hätten ihn nie geschlagen oder so, haben ihm gütigst jede Menge Möglichkeiten, Reisen, Musik, Sport, gegeben zu hochwertiger Freizeit und Bildung. das bei weitem schlimmste, was sie ihm angetan hätten, hätten sie ihm über Ärzte angetan."

"Man darf nämlich" erzählte Vanessa wichtigtuerisch, das hatte sie offensichtlich von ihrer Bekanntschaft dort keinen, "keinen Arzt gegen einen Arzt nehmen. Ich meine: Im eigenen Interesse. Ein Arzt nämlich, soll seine Kollegen wie Brüder und Schwestern behandeln, steht wortwörtlich im internationalen hippokratischen Eid, dem Genfer Ärztegelöbnis, soll also gar nicht, so versteht er das wohl, nicht muss nicht, soll gar nicht! gegen seine Kollegen aussagen."
"Da versteht er jetzt was davon" behauptete ich.
"Ja" sagte schmerzend Vanessa, "im Prinzip ist es also sehr gefährlich für einen selbst, einen Arzt gegen einen Arzt zu nehmen."

"Nun war aber" erzählte Vanessa weiter, "er war ungefähr 15 oder 17, er weiß es nicht mehr so genau, ist auch ziemlich zerrüttet, logischerweise, und ausgelaugt, wegen der ganzen Psychopharmaka früher, mit seinen Zähnen etwas nicht mehr in Ordnung, nachdem die Zahnspange wieder abgemacht worden war. Heute glaubt er, da wäre nur ein bisschen Kleber auf den Zähnen geblieben, und ein bisschen Schmelz abgesprengt worden, aber es sah halt nicht gut aus, was ihm egal gewesen war, er war ziemlich hippiemäßig draufgewesen damals und nie eitel gewesen und man hätte es halt einfach lassen sollen. Seine Eltern aber nahmen arrogant und energisch einen zweiten Kieferorthopäden "für" ihn, wobei natürlich nichts herauskam und wandten sich dann wütend an den Zahnarzt, mit dem sie persönlich bekannt gewesen waren und der sich wohl in der Pflicht fühlte. Mit dem einigten sich die Eltern, das Kind durfte alibimäßig auch ein bisschen mitreden, aber wohl nicht wirklich, ihm die oberen vier Schneidezähne abzuschleifen und zu überkronen. Die Mutter hatte hysterisch-aggressiv gefunden, man müsse. Sein Vater wiederum mache notorisch, was die Frau will.

Vorher hat der arme Typ noch Klarinettenunterricht bekommen, da muss man ziemlich fest von oben draufbeißen, auf eine Klarinette, dann die oberen Schneidezähne abgeschliffen bekommen" erzählte Vanessa.
"Schlimm" sagte ich.

Wir schwiegen beide. Es taten uns stellvertretend, geisterbahnartig entsetzt die Zähne weh.

"So ein Scheiß-Volk" sagte ich.
"Das war das zweitschlimmste nach dem Psychiater, den sie gegen ihn durchgesetzt hatten, gewesen, was seine Eltern ihm angetan hätten. Heute bedroht es ihn sogar wirtschaftlich: Weil die Überkronungen natürlich immer wieder abfallen.

Ein hervorragender Jurist" witzelte Vanessa, "dieser Psychiatriekenner."

Ich bekam noch ein Glas Rotwein, natürlich.

"Eine Frau"!

Später umarmten wir uns, wünschten uns Gutes und ich ging wieder.

Anmerkung von Zwibelrohr:

Vanessa-19


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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Vanessas Novellen.
Veröffentlicht am 26.07.2014, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 22.08.2014). Dieser Text wurde bereits 540 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 07.12.2018.
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