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Politische 'C-Ware' auf gefährlichem Vormarsch

Essay zum Thema Politik


von tueichler

Es ist schon erstaunlich, wie einige Menschen entweder ohne vorhergehende Karriere oder aber auf dem absteigenden Ast derselben immer wieder Wege finden, sich in Szene zu setzen. Das kann man beobachten, wenn man den Boulevardzeilen folgend feststellt, wer so alles im 'Dschungel-Camp' oder ähnlichen mehr oder weniger sinnfreien Veranstaltungen noch ein paar Groschen oder Euro verdient oder verdienen muss. Da macht man sich gern mal nackich oder leistet sich verbale oder körperliche Entgleisungen.

Im Allgemeinen stört das aber niemanden, denn die Zielgruppe hat keine höheren Ansprüche und genügt dem ewig gültigen Diktat der Sensationslust auf einem höheren oder niedrigeren Niveau.

Schlimmer ist es schon, wenn sich dieser Trend aus dem Unterhaltungsbereich in die Politik fortsetzt. Da gibt es Größen wie die Herren Riexinger und Ramelow, die derzeit auf der linken Welle reiten und scheinbar auch mit einigem Erfolg. Wie schon mindestens zwei weitere Saarländer, von denen einer schon tot ist und der andere sich schon einmal aus der Verantwortung gestohlen hat.

Das tragische Moment daran ist, dass gerade in Thüringen die Menschen scheinbar vergessen haben, woher die Linke kommt, wer die Urväter sind und wer sich dort alles tummelt.  Alt-Grenzer, Ex-Funktionäre und Nachkommen privilegierter Eliten der DDR. Vor allem haben die Menschen scheinbar vergessen, wer die historische Schuld daran trägt, dass es in Teilen der neuen Bundesländer eine Verelendung gibt.

Wahrscheinlich sind ja nach der Wende viele junge Menschen der besseren Perspektive halber in den Westen gegangen. Geblieben sind sicherlich mehrheitlich diejenigen, deren bequemes Leben in der DDR eine abrupte Wendung erlitt, als man mit Angepasstheit nicht mehr weiterkam. Scheinbar an diesem Punkt witterte die 'Linke' Morgenluft und konnte Ihre Wählerschaft aus den ewig Gestrigen rekrutieren, denen, die noch nicht einmal 'No Future' verstehen und denen, die glauben schnelle Popularität zu erreichen. Vielleicht sind sogar einige Idealisten dabei, die noch nicht bemerkt haben, wie sie permanent wieder auf ihren eigenen Selbstbetrug hereinfallen.

Nun sind wir eine Demokratie und ich muss akzeptieren, dass Menschen eine Partei wie die Linke oder aber auch andere Parteien wählen, die mir nicht gefallen. Völlig unverständlich ist allerdings, wie vermeintlich geläuterte und redliche Politiker in einer derartigen Distanzlosigkeit zu einer Partei Karriere als politische 'C-Ware' machen können, die ein genauer Beobachter schon in den Jahren der DDR Diktatur erleben konnte. Das ist eine Ohrfeige für jeden, der sich vor 25 Jahren erhofft hatte, der Spuk sei vorbei.

Das Lippenbekenntnis, dass die DDR ein Unrechtsstaat war führt sich ad absurdum, wenn man bedenkt, dass Riexinger und Ramelow aus den Altbundesländern kommen und nicht annähernd das erlebt haben, was Menschen in den neuen Bundesländern dazu bewegt, die DDR als einen Unrechtsstaat zu bezeichnen. Schon da bröckelt die Glaubwürdigkeit und die Verlogenheit der alten Eliten spitzelt schon wieder bei den 'Neuen' ums Eck.

Wehret den Anfängen - sie sind wieder da!

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von JDvGoethe (04.11.2014)
Hi tueichler, brisante Themen leicht verdaulich auf den Tisch gebracht. Übrigens: Seit der krachenden NSA-Affäre, der Bespitzelung der Deutschen und der ganzen Welt, hat man von den politischen Radaubrüdern und polemischen Möchte-gern-Experten zur ostdeutschen StaSi-Schnüffelei nichts mehr gehört. Tja, damals brauchte man noch den netten Nachbarn - heute reicht ein kleiner Knopfdruck. Das Schlimme daran ist nur, dass das längst sooo selbstverständich ist. Da wird die fahnenwehende Freiheit und Glitzer-Glimmer-Demokratie schon mal ein dehnbarer Begriff...
Gruß
JDvG
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Graeculus
Kommentar von Graeculus (04.11.2014)
Meiner Überzeugung nach gründet das Problem darin, daß die Mehrheit der DDR-Bürger, die im Herbst 1989 auf die Straße gegangen sind, für eine reformierte DDR und nicht für den Anschluß an die BRD demonstriert haben. Dieser Umschwung zur Wiedervereinigung erfolgte erst im Zuge von Helmut Kohls 10-Punkte-Plan (29.11.1985), der in der Kombination von Punkt 3 und Punkt 10 mit viel Geld im Falle einer Wiedervereinigung winkte.
Bestechung, könnte man sagen.
Wo aber sind die Leute geblieben, die einen reformierten Sozialismus wollten?
Sie wählen heute "Die Linke".
Ist dieses Ziel illegitim?
Es könnte heute die Partei von Leuten wie Robert Havemann, Biermann, Dubcek und Gorbatschow sein.
Andererseits finden sich in dieser Partei natürlich auch diejenigen wieder, die sich in der DDR wohlgefühlt haben und am liebsten gar nichts geändert hätten. Die sind auch mir nicht sympathisch.
Aber es ist klar, daß eine Partei auch eine politisches Spektrum beherbergt, also nicht völlig monolithisch ist. Da steht "Die Linke" nicht allein.
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FRP meinte dazu am 04.11.2014:
"Meiner Überzeugung nach gründet das Problem darin, daß die Mehrheit der DDR-Bürger, die im Herbst 1989 auf die Straße gegangen sind, für eine reformierte DDR und nicht für den Anschluß an die BRD demonstriert haben."

Ich, zum Beispiel. Das ist so wahr, wie es absolut falschj ist, die Linke auf Altgestrige zu reduzieren. Klar, die gibt es da auch. Aber von denen, die nach der Wende rübergingen, waren die meisten solche, die sich im Osten demaskiert fühlten. Im Westen wußte ja keiner, dass sie bei der Stasi waren.
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tueichler antwortete darauf am 04.11.2014:
Unterstellst Du öffentlich, ich sei bei der Stasi gewesen?
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tueichler schrieb daraufhin am 04.11.2014:
Ich glaube persönlich, dass in Sachsen und Thüringen unter Ausschluss des Elbtales und Dresdens, nur die wenigsten Menschen noch die Kraft und die Ausdauer hatten, eine 'neue' DDR zu Wagen. Dazu waren all jene zu enttäuscht, die auch die andere Berichterstattung kannten und um das ökonomische Desaster der DDR wussten.
(Antwort korrigiert am 04.11.2014)
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FRP äußerte darauf am 04.11.2014:
Ich kenne Dich nicht und unterstelle Dir gar nichts.
Eine neue DDR wollte ich nicht; aber so eine Besatzung
und Vereinnahmung und Degradierung zur Konsum-Zone noch weniger.
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