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Aphorismus zum Thema Depression


von Ginkgoblatt

Depression erfordert die erhöhte Bereitschaft zum täglichen Kampf. Nur wer bereit ist, nach jedem Lichtstrahl zu fahnden, wird wieder Momenten der Farbe und Lebendigkeit begegnen.


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Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (29.12.2014)
Mit dieser Einstellung finden sich Lichtstrahlen in finsterer Nacht, Coline.

Liebe Grüße
Ekki
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Ginkgoblatt meinte dazu am 29.12.2014:
Hallo Ekki,
ich denke auch, dass diese Einstellung zumindest die Suche erleichtert. Lieben Gruß, Coline
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (29.12.2014)
Das stimmt, keine Frage. Aber derart verkürzt wird es dem Problem, so glaube ich, nicht gerecht.
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Ginkgoblatt antwortete darauf am 29.12.2014:
Hallo Trekan,
das stimmt wohl. Die Erkrankung "Depression" ist sehr vielschichtig und äußert sich oft sehr unterschiedlich. Es geht mir viel mehr darum, zu begreifen, dass es trotz allem immer einen neuen Versuch geben muss. Alles andere würde m. E. eher den Suizid zur Lösung herbeisinnen als das Leben. Viele liebe Grüße, Coline
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Kommentar von Gerhard-W. (78) (29.12.2014)
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Ginkgoblatt schrieb daraufhin am 29.12.2014:
Hallo Gerhard,
dem Leben zuwenden - eine schöne Phrase, die m. E. der Anfang sein kann, der Versuch es Neu-anzupacken. Ich finde es sehr schwer, in der Dunkelheit zu wandeln, ohne Hoffnung zu haben, wieder Licht zu berühren. Das Wort Licht soll allerdings nur Metapher sein. Es gibt so vieles, was Wärme geben könnte z. B. wieder am Leben teil nehmen, Freunde treffen, einen Kaffee trinken, einen Spaziergang tätigen. In meiner Erfahrung macht die Depression einsam, da sie den Betroffen nicht nur niederreißt, sondern auch aus dem alltäglichen Gefüge heraus reißt - schwer, diese Trauer zu tragen, da diese ganzen Augenblicke Hoffnung schenken - die für den Erkrankten doch so wichtig ist. Herzliche Grüße, Coline
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Kommentar von Gringo (60) (29.12.2014)
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Ginkgoblatt äußerte darauf am 29.12.2014:
Liebe Gringo,
deinem ersten Satz stimme ich nicht zu, denn für mich heißt ankämpfen - weitermachen, trotz dass es aussichtslos scheint. Im Umkehrschluss heißt für mich "nicht ankämpfen" mit einem Suizid schwanger zu gehen. So hast du das gewiss nicht gemeint, oder?
"mit der Depression die Aktivitäten des täglichen Lebens" auszuführen" - die Wortwahl finde ich interessant, gerade weil ich meine Phasen so erlebe, dass es keine Aktivitäten mehr gibt, an denen ich teilnehmen kann. DENNOCH wäre es wichtig, wie du ausführst, den Funken für die schöpferische Schaffenskraft zu stärken. Da gibt es vieles und dies meinte ich im übertragenen Sinne auch mit "Licht". Licht kann vieles sein, nicht nur die Taghelle oder die (wirklichen) Lichtstrahlen der Sonne.
Irgendwie habe ich dennoch das Gefühl, dass wir in die gleiche Richtung denken.
Allerdings kann die ärztliche Begleitung insoweit gut sein, als das Veränderungen des Befindens besser wahrgenommen werden können - auch von professioneller Seite, aber helfen muss dieser Schritt nicht. Nach neuesten Erkenntnis helfen bei 25 % der Erkrankten keine Medikamente. Viele liebe Grüße zurück, Coline
(Antwort korrigiert am 29.12.2014)
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AZU20
Kommentar von AZU20 (29.12.2014)
Gute Einstellung. LG in die Woche
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Ginkgoblatt ergänzte dazu am 29.12.2014:
Danke - hoffen wir, dass dieser Gedanke auch in dunkler Nacht bleibt. Lieben Gruß in die letzte Jahreswoche. Coline
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LotharAtzert
Kommentar von LotharAtzert (29.12.2014)
Es ist eben die Frage, ob es genügt, nach äußeren Lichtstrahlen zu fahnden, die ja nur die vergänglichen Körper des unvergänglichen inneren Lichtes sind.
Und ob die Depression nicht eben gerade daher kommt, daß man auf halbem dh. körperbezogenem Weg stehen bleibt.
Bei der Suche nach dem wahren Ursprung verwandelt sie sich zunächst in Melancholie und das ist ein Fortschritt. Diese "Sehnsucht" ist, anders als Depression, eine zutiefst schöpferische, heilsame Kraft. Sie "erfordert" auch nichts weiter, als Selbsthingabe ...
OM MANI PEME HUNG
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Graeculus (69) meinte dazu am 29.12.2014:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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LotharAtzert meinte dazu am 29.12.2014:
Ach Graeculus, das ist doch Quatsch! - "Mach's einfach so wie ich!"
Das Sichtbare beruht auf dem Unsichtbaren (-findet man selbst im Taoismus irgendwo) - dem zu widersprechen ist schon kindisch. Und "psyschich" ist ein moderner Begriff der Verwissenschaftlichung seelischer Vorgänge seit Freud. Darauf läufts hinaus ... auf staatliche Einmischung und da ist einer wie ich natürlich auch Dir als Pensionsempfänger ein Dorn im Auge ... menschenskinder ...
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Ginkgoblatt meinte dazu am 29.12.2014:
Hallo Lothar,
wie bereits erwähnt, ist mit Lichtstrahl nicht ausschließlich das äußere Licht gemeint. Wie kommst du darauf, dass Melancholie ein Fortschritt ist? Der Meinung bin ich nicht. Melancholie kann die Wahrnehmung stärken, da dass Ich auch dunkle Phasen erlebt und gute Phasen daher mehr an Bedeutung gewinnen (können), aber jenes würde ich nicht als Fortschritt werten - denn nicht behandelt, kann sie auch in eine Depression münden.
In meiner Erfahrung wäre es schön, eine Phase der Depression allein mit der "richtigen" Einstellung entgehen zu können, daher glaube ich, da machst du es dir zu einfach und vergisst einen wichtigen Aspekt: das Abgekapptsein und sich selber und die Welt nicht mehr spüren zu können. Weiterhin stellt sich mir die Frage, wie ein Mensch, der nicht weiß, wo er sich selber finden kann, die Selbsthingabe ausüben soll. Die Depression ist vielschichtig und geht oftmals mit Problemen des eigenen Ichs einher. Wie kann ein Mensch sich etwas hingeben, dass er nicht (mehr) kennt oder verloren glaubt/ hat?

@Graeculus: Die Aussage "Mach`s einfach so wie ich!" finde ich gar nicht so abwegig, wenn vielleicht nicht direkt gesagt, aber angedeutet ist es doch oft z. B. mit Sätzen "Ich weiß auch nicht, wo du immer die Probleme herzauberst." "Also ich lebe schon 30 Jahre länger und habe mich noch nie damit beschäftigt - du musst einfach leben."

Liebe Grüße, Coline
(Antwort korrigiert am 29.12.2014)
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LotharAtzert meinte dazu am 30.12.2014:
Hallo Coline,
" denn nicht behandelt, kann sie auch in eine Depression münden." - dieser Gedanke erschreckt mich. Ich geh nämlich davon aus, daß der Schmerz das Kapital ist, aus dem eventuell Literatur entsteht.
Ohne den Schmerz über den tragischen Verlust seiner Sophie hätte Novalis nicht die "Hymnen an die Nacht" schreiben können. Wäre er zum Psychiater gegangen, wäre die deutsche Dichtung um mindestens ein Werk ärmer. Ähnliche Gedanken äußerte Rilke und ich bin sicher, daß da noch viele anderen sind, denen der Schmerz Antrieb für Großes war.
Warum gibt es heute keine große Literatur mehr? - Weil niemand mehr Schmerzen erträgt und jeder nach Ablenkung bzw. Betäubung sucht, um nicht die Isoliertheit wahrnehmen zu müssen, welche Industrie, Politik und Wissenschaft erzeugen.
Und dann wirf mal einen Blick auf die Welt - kann man da noch fröhlich sein, angesichts der Entwurzelten überall, der Vergewaltigten, der zerstörten Landschaften und verdreckten Weltmeere? - da hilft doch kein Psychodoktor und kein Medikament.
Nein, man muß den Schmerz als Kraft nutzen. Das Thema ist unerschöpflich, deshalb breche ich hier ab ...

Alles Gute, liebe Grüße, bleib dran,
Lothar
(Antwort korrigiert am 30.12.2014)
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Ginkgoblatt meinte dazu am 30.12.2014:
Hallo Lothar,
in einem stimme ich dir zu, Schmerz kann ein Kapital sein, kann die kreative Kraft verbessern. Es entstehen Texte, die direkt aus dem Leben (und Leid) geschrieben sind und eine Intensität transportieren, die authentisch sind, ABER ich finde es anmaßend zu sagen, es gäbe keine große Literatur mehr, "weil niemand mehr Schmerzen erträgt und jeder nach Ablenkung bzw. Betäubung sucht". Mit solch pauschalen Sätzen wäre ich vorsichtig, denn damit entwertest du den Kampf desjenigen.
Nur weil z. B. in Kriegs- und Hungerszeiten gute Literatur entstanden ist, ist es doch nicht von Vorteil, im Krieg aufzuwachsen oder zu hungern, obwohl ich etwas gegen den Hunger tun kann. So ist das m. E. auch mit Erkrankungen, da ist die Depression keine Ausnahme.
Schmerz als Kraft nutzen, ist gut, aber es gibt Grenzen. 11.000 Menschen sterben jährlich an Suizid, weil der Schmerz übermächtig ist.
Schmerz kann etwas zeigen, was in unserem Leben/ Welt nicht stimmt, das ist richtig, aber ich finde es fatal, zu behaupten, keiner erträgt Schmerzen. Jeder kann nur für sich sprechen, denn niemand kann die Last z. B. eines Depressiven nachempfinden, der nicht selbst einmal depressiv war - und von Betroffenen zu Betroffenen kann es auch wieder ganz unterschiedlich sein.
Lieben Gruß, Coline
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Graeculus (69) meinte dazu am 30.12.2014:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Ginkgoblatt meinte dazu am 30.12.2014:
Besser hätte ich es nicht formulieren können: allgemeines Reaktionsmuster - das werde ich mir merken. LG
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (29.12.2014)
Ach, wenn die Therapien doch so einfach wären!
LG TT
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Ginkgoblatt meinte dazu am 29.12.2014:
Hallo TT,
leider kann ich deinen Kommentar nicht ganz zu ordnen. Therapeutisch belehrend sollte mein Gedanke keineswegs sein. Lieben Gruß, Coline
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Nachtpoet
Kommentar von Nachtpoet (29.12.2014)
Ständiges kämpfen fällt schwer, bestimmt. Als wenn man immer nur gegen den wind geht. Ein bisschen kenne ich das.

Alles Gute und Starke!
Ralf
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Ginkgoblatt meinte dazu am 30.12.2014:
Hallo Ralf,
dieses fortdauernde Dran-bleiben-müssen fällt sehr schwer, denn eigentlich räumt man immer wieder die gleichen Steine aus dem Weg.
Herzliche Grüße für dich! Coline
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Kommentar von Regina (31.12.2014)
Wenn alle Hausmittel und Selbstbehandlungen nicht helfen, könnte man vielleicht einen Aufenthalt in einer psychotherapeutischen Klinik ins Auge fassen, wo man Gespräche und zielgerichtete Behandlungen in Anspruch nehmen kann.
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Ginkgoblatt meinte dazu am 01.01.2015:
Hallo Regina,
das stimmt wohl. Es gibt einige sehr gute psychotherapeutische Kliniken. Nur abschrecken lassen von den Wartezeiten sollten sich Betroffene nicht. Solch ein Aufenthalt kann im wahrsten Sinne Licht ins Dunkel bringen. Herzlichen Gruß, Coline
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Veröffentlicht am 29.12.2014, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 29.12.2014). Textlänge: 25 Wörter; dieser Text wurde bereits 764 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.09.2019.
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