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Kurzgeschichte zum Thema Arbeit und Beruf


von RainerMScholz

Bewerbungen geschrieben?
Was? Äh, wie bitte?
Haben Sie die Bewerbungen geschrieben, die ich Ihnen avisiert habe?
Ja, klar, viele.
Und?
Die sitzt mir da halb hinter ihrem Bildschirm versteckt gegenüber mit der leichten Bluse an und die Klimaanlage versteift ihre Brustwarzen. Brustwarzen... Brustwarzen! Ein schlimmes Wort. Aber um sie besser beschreiben zu können, würde ich sagen, müsste ich sie mir näher ansehen.
Na, und, wieviele Antworten haben Sie denn nun schon bekommen?
Ja.
Was? Nein, ich meine, wieviele Antwortschreiben, Rückantworten.
Keine Ahnung. Viele. Alles Absagen, glaub´ ich.
Dann blitzt ihr weißer BH-Träger in der Spätvormittagssonne. Ich starre auf meine zerkratzten Schuhspitzen und auf den fleckigen grauen Velours unter meinen Sohlen. Der Fleck hier sieht aus wie eine aufgewischte und festgetretene Kotzlache. Die Mappe mit den Absagen rutscht mir von den Knien. Ich bücke mich in Richtung Kotze und linse unter dem Schreibtisch nach ihrem Höschen. Ein grauer Rock bis knapp über die Oberschenkel, keine Strumpfhose, ihre Beine sind übereinandergeschlagen und stellenweise schlecht blond rasiert. Graue Söckchen. Und ausgetretene Büroschlappen. Ich tauche wieder unter dem Schreibtisch auf. Sie hat anscheinend unablässig weitergesprochen.
...was ich aber schon bei Ihrem letzten Besuch angedeutet habe und wonach Sie sich auch zu richten haben. Sonst müssen wir Ihre Leistungen kürzen, wie sie wissen.
Leistung kürzen! Ich kann ja schlecht noch weniger leisten. Innerlich klopfe ich mir auf die Schenkel und kichere still in mich hinein, was meine Kundenbetreuerin mir wohl ansieht. Kunde – dass ich nicht lache.
Das ist nicht zum Lachen, wissen Sie!
Ja. Verzeihung. Danke.
Wenn sie noch länger so...
Ich schaue aus dem Fenster. Die Sonne scheint. Ich glaube, ich muss gleich `mal zum Kiosk und mir ein Bier aufmachen. Ich glotze verständnisheischend direkt in ihre aufgerissenen Kuhaugen. Dann wandert mein Blick wieder unwillkürlich in ihren Ausschnitt, zu dem Stück Haut zwischen ihren Eumeln.
Haben Sie mir überhaupt zugehört? Hier ist eine Liste von potentiellen Arbeitgebern. Schauen Sie zu, dass Sie...
Ja.
Ich nicke.
...Arbeitslosigkeit als Chance begreifen, damit Sie...
Ja, Frau Sowieso. Aber gerne, Frau Sowieso
Und ihr Mund redet und redet. Sie schimpft mit mir. Ich nicke. Und ich denke immer nur: Lutsch´ an meinem Schwanz!
Draußen zieht es sich zu.



© Rainer M. Scholz


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von parkfüralteprofs (57) (19.01.2015)
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RainerMScholz meinte dazu am 19.01.2015:
Muss ich mir abzeichnen lassen.
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Kommentar von Gringo (60) (19.01.2015)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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RainerMScholz antwortete darauf am 20.01.2015:
coffee-to-go... - wirklich auch nicht schlecht!!!
Dank und Gruß,
R.
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