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Was Flügel verleiht

Lebensweisheit zum Thema Bewusstsein


von LotharAtzert

Als Kind - ich mochte damals so zwischen 7 und 8 Jahre alt gewesen sein - sah ich in der Auslage eines Bücherladens ein Buch mit dem Titel "Geflügelte Worte." Ich konnte mir noch nicht recht vorstellen, was das sein mochte, hatte aber eine ungefähre Ahnung, um was es dabei gehen könne: um Begriffe, die dem Leser aufgrund ihrer Bedeutung das Gefühl der Erdenschwere nehmen.
Damals besaß ich noch kein Geld und von seiten der Erzieher wurde der Wunsch nach Erwerb  des Buches mit den Worten "Das ist doch nichts für dich, dafür bist du noch viel zu jung" abgeschmettert. Also gab es, statt der erhofften Fluganleitung an Weihnachten nur "Horst wird Förster" sowie zwei paar handgestrickte Socken, was mit artigem Dank nach außen und leisem Seufzen nach innen hingenommen wurde.

Eigentlich bekam ich nie, was ich mir wünschte und ahnte lange nicht, daß genau das den Flügelwuchs - manche nennen ihn abwertend "Phantasie" - anregen sollte. Mich jedenfalls führte er dorthin, wovon jetzt die Rede sein soll.
Nun, lieber Leser, überspringe mit mir knapp zwei Jahrzehnte - auch das dient der Flügelbildung - und lausche den Worten, wie ich sie von einem wilden dänischen Buddhisten - Ole Nydahl, vormals Boxer - im Frankfurter Senkenberg-Museum vernahm:
"Wir Buddhisten haben zwei Flügel - und die heißen allumfassendes Mitgefühl und allesdurchdringende Weisheit!" - Mit nur einem Flügel, so Lama Ole weiter, könne man nicht fliegen. Manche von uns seien voller Mitgefühl, werden jedoch beim Anblick des Leidens in der Welt betrübt und verlieren ihre Kraft, oder werden ausgenutzt von Zeitgenossen, bis sie ihr letztes Hemd verlieren. Andere wieder seien weise, verstünden nahezu alles, haben Erfolg, blieben aber vom Leid und der Sorge ihrer Mitgeschöpfe unberührt und auch die bleiben von der Inspiration ausgeschlossen, dh. am Boden, wie die Hühner.
Deshalb ist im Dharma alles darauf angelegt, sowohl Mitgefühl, als auch Weisheit ausgewogen zu entwickeln. Das heißt, je nach dem, was einer zuviel oder zu wenig hat - das bestimmt, worauf der Praktizierende sein Haupt-Augenmerk richten wird - was auch Körper, Rede und Geist in ihrer Ausgewogenheit zugute kommt.
Dazu sind die Lehrer da, die natürlich sehen, wess' Geistes Kind einer ist, bzw. welche Mischung aus Gier, Haß und Unwissenheit (- die sogenannten drei Wurzelursachen des ursachebedingten Daseins) vor ihnen steht und dementsprechend unterweisen sie ihn.
Und wenn ich heute etwas nicht bekomme, spüre ich doch, wie die zwei Flügel wachsen für den großen Flug nachhause.

.


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Graeculus (69) (24.01.2015)
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LotharAtzert meinte dazu am 24.01.2015:
So sei es!
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Graeculus (69) antwortete darauf am 24.01.2015:
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Kommentar von Regina (24.01.2015)
In diesem Text stecken Hinweise, die du nicht oft genug wiederholen kannst.
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Sätzer schrieb daraufhin am 24.01.2015:
Das sehe ich auch so. Eine sehr weise Lehre des Dharma.
LG Uwe
(Antwort korrigiert am 24.01.2015)
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LotharAtzert äußerte darauf am 24.01.2015:
Hallo, ihr Zwei,
ich wusste ja garnicht, daß "Horst wird Förster" immer noch so populär ist))
Danke ...
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Regina ergänzte dazu am 25.01.2015:
Rekommentar nicht verstanden.
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LotharAtzert meinte dazu am 25.01.2015:
Ei Reginchen, war doch bloß ein Scherz - ich hab statt der geflügelten Worte damals "Horst wird Förster" bekommen. Darauf bezog sich das.
Sorry sorry ...
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Kommentar von Gringo (60) (24.01.2015)
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LotharAtzert meinte dazu am 24.01.2015:
Der olle Freud ...
Wie wär's, wollen wir zusammen 'ne Runde über die Ostsee drehen?
Da kann ich dann für Dich dichten: "Wenn ich die See seh', brauch ich kein Meer mehr ..."
Gruß
Lothar
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Gringo (60) meinte dazu am 24.01.2015:
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Kommentar von BabetteDalüge (67) (25.01.2015)
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LotharAtzert meinte dazu am 25.01.2015:
Danke. Und dabei ist Ausgewogenheit als fernes Ziel immer im Auge zu behalten. Der Austreiber in uns treibt nämlich das eher aus, was vorherrscht und dann kommt es zum Ungleichgewicht ...
(Antwort korrigiert am 25.01.2015)
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Kommentar von swetlana (51) (25.01.2015)
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LotharAtzert meinte dazu am 25.01.2015:
Swetlana, ich danke Dir ganz herzlich!

Ja, Freud ... des einen Freud ist des anderen Leid ...
(Ich bevorzugte früher C.G. Jung)
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Dies ist ein Teil des mehrteiligen Textes Aufbruch zur Juweleninsel.
Veröffentlicht am 24.01.2015, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 24.01.2015). Textlänge: 392 Wörter; dieser Text wurde bereits 709 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 04.10.2019.
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