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Anne und ihre Farben

Kurzprosa zum Thema Aufbruch


von Sätzer

Es war einmal ein kleines Mädchen namens Anne, das träumte jede Nacht von einer bunten Welt. Ihre beste Freundin Annika stellte sie sich immer in einem tiefroten Kleidchen vor, wie sie über eine saftige grüne Wiese läuft und fröhlich vor sich hin trällert. Manchmal schwebte sie wie ein knallgelber Schmetterling durch die Lüfte, manchmal raschelte sie wie eine grünschillernde Schlange zwischen den grasgrünen Halmen, manchmal hüpfte sie wie ein lindgrüner Laubfrosch in den Himmel.
Wenn Anne dann aufwachte, fühlte sie sich lebendig und erfrischt. An schönen Tagen küsste die in ihr Bett scheinende Sonne sie am Morgen wach und sie schlüpfte aus ihren Träumen.
Manchmal, wenn sie nicht gleich in die Schule musste, brachte Mutter ihr einen heißen Kakao ans Bett. Dann war sie so froh, dass sie mit ihren Wachsmalstiften ein Wiesenbild malte, mit bunten Schmetterlingen, langen Schlangen, lustigen Fröschen und ihrer Freundin Annika im tiefroten Kleidchen.
Später, etwas älter, hat sie ihre Träume in einem Traumbuch aufgeschrieben. Natürlich auch viele andere Träume. Jetzt ist Anne 65 Jahre alt, hat zwei Kinder großgezogen und vor drei Jahren ihren Mann bei einem tragischen Verkehrsunfall verloren.
Eines Nachmittags sitzt sie bei einer schönen Tasse dampfendem Tee und einem wunderbar farbigen Obstsalat mit exotischen und heimischen Früchten in ihrem Wintergarten und schaut nach draußen. Die vielen Frühjahrsblumen machen sie nachdenklich und sie fragt sich: Wie kann ich mein Leben wieder farbiger gestalten?
Da erinnert sie sich an ihr Traumbuch, holt es aus ihrer kleinen Truhe im Wohnzimmer, setzt sich in ihren gemütlichen Korbstuhl und schlägt es auf.
Beim lauten Lesen wird ihr ganz warm ums Herz. Alle ihre Sinne werden angeregt. Sie liest und liest ihre alten Träume. Wo sind sie geblieben?
Sie beschließt ihr Leben zu ändern, ihm wieder neue Impulse zu geben. Am nächsten Morgen fährt sie in die nahe gelegene Stadt Freiburg und klappert ein paar Boutiquen und Schuhläden ab. Sie kauft sich ein lila T-Shirt, eine grasgrüne Jeans, ein oranges Halstuch, ein paar rote Halbschuhe und dunkelgrüne Pumps mit kleinen Absätzen.
„So viele Farben? Geht das in meinem Alter? Was ist bloß los mit mir?“, murmelt sie vor sich hin.
„Doch, ich will das!“

 
 

Kommentare zu diesem Text


AZU20
Kommentar von AZU20 (08.02.2015)
Dann ist sie im schönen, toleranten Freiburg sicher aufgefallen. LG
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Sätzer meinte dazu am 08.02.2015:
Hallo Armin,
was mir an Freiburg gut gefällt ist in der Tat die Toleranz und Lockerheit, die auch zwischen Generationen besteht. Nach 50-jährigem Hamburgdasein in einer Welt distanziert-höflicher Mensch emfinde ich das als sehr angenehm.
LG und Dank für die Empfehlung.
Uwe
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