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Aufgeklärt

Sonett zum Thema Vergangenheit und Zukunft


von Irma

Hier unterrichtet man im freien Denken,
intim und familiär erscheint der Ort.
Ein Schweigen lastet bleischwer auf den Bänken,
denn keiner meldet sich beherzt zu Wort;

sie halten alle brav die Beine still.
Schmutz wird sorgsam untern Tisch gekehrt,
weil niemand etwas davon wissen will.
Es dauert Jahre, bis sich einer wehrt,

und aufsteht, auspackt - mutig aufbegehrt.
(Beschämt hat er sich lang genug versteckt.)
Er klagt, damit das niemals mehr geschieht

und Schule macht: Was war, ist längst verjährt.
Die nackten Fakten werden aufgedeckt.
Ob man wohl eine Lehre daraus zieht?

 
 

Kommentare zu diesem Text


Emotionsbündel
Kommentar von Emotionsbündel (11.02.2015)
Du hast das Thema Missbrauch - mir drängte sich beim Lesen sofort die Odenwaldschule auf - geschickt auf den Punkt gebracht, Irma. Die Überschrift und deine Themenwahl "Vergangenheit und Zukunft" gehen unschuldig voran, was bleibt ist ein Geschmack von Ekel und eine gewisse Hilflosigkeit gegenüber der Frage.

Lieben Gruß,
Judith
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Emotionsbündel meinte dazu am 11.02.2015:
Ich habe auch einen Vorschlag zu melden
In V3 würde ich "EIN Schweigen lastet bleischwer auf den Bänken" schreiben. Bei "das" könnte man fragen, "das Schweigen" worüber, wenn man hier wie in V1+2 unterrichtet?
(Antwort korrigiert am 11.02.2015)
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Irma antwortete darauf am 11.02.2015:
Auch dir ein herzliches Dankeschön für Kommentar und Verbesserungsvorschlag, Judith. Ich habe beim Schreiben lange zwischen "das" und "ein" hin- und herüberlegt. Aber du hast Recht, das "ein" ist die stimmigere Variante. Irgendwie gefällt mir dann auch die folgende "denn"-Anknüpfung, mit der ich die ganze Zeit hadere, wesentlich besser. LG Irma
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Emotionsbündel schrieb daraufhin am 11.02.2015:
Ja, ich denke, das "ein" rechtfertigt das "denn", das zudem in Kombination mit dem "beherzt", eine leise Vorahnung hervorruft.
Würdest du es in V6 auch denkbar finden, das "der" am Anfang wegzulassen? "Schmutz wird sorgsam untern Tisch gekehrt" - auch hier: man hat ja noch gar keine Ahnung, von welchem Schmutz die Rede ist.
Ach, quack, jetzt fällt es mir auf, geht ja gar nicht. Dann stimmt der liebe Rhythmus nicht mehr - obwohl, wenn ich lese, hmmm, vielleicht doch? Evtl. auch mit einem "und" statt "der", aber das hast du auch schon zweimal *achselzuck*
(Antwort korrigiert am 11.02.2015)
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Irma äußerte darauf am 11.02.2015:
Auch das klingt einleuchtend. Erst dachte ich, ich müsste dann eine Verbindung mit "und" schaffen, aber nein: Du hast den Auftakt stilistisch schön unter den Tisch fallen lassen. Nochmals lieben Dank!
(Antwort korrigiert am 11.02.2015)
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Emotionsbündel ergänzte dazu am 11.02.2015:
Oh, du hast schon geändert! Okay, und ich war gerade etwas am Hadern )
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (11.02.2015)
Es ist schwer, gegen die eigenen soziale Gruppe aufzubegehren, gerade wenn es um Gerechtigkeit geht - auch weil Gerechtigkeit keine soziale Gruppe kennt.
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Irma meinte dazu am 11.02.2015:
Ja, deshalb ist Missbrauch durch Familienangehörige ein besonders schweres Thema. Auch in der Odenwaldschule lebten die Schüler mit den Lehrern außerhalb des Unterrichts in sogenannten "Familien". Vielen Dank, Trekan, für Kommentar und Empfehlung. LG Irma
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Didi.Costaire
Kommentar von Didi.Costaire (11.02.2015)
Hallo Irma, das schwierige Thema hast du angemessen in Worte gefasst, und obwohl von gebrochenen Menschen berichtet wird, sind die Verse flüssig zu lesen und du hast diesmal keine Zeilen gebrochen, was ich als angnehm empfinde!
Ein kleiner Vorschlag noch: Wegen der Wortwiederholung in V11 würde ich in V4 etwas wie "keiner meldet sich beherzt" o.ä. schreiben. Die Inversion und die übertriebene Absolutheit der "niemals... einer"-Formulierung wären dann ebenfalls verschwunden.
Liebe Grüße, Dirk
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Irma meinte dazu am 11.02.2015:
Das ist ein guter Vorschlag. Vielen Dank, Didi! LG Irma
P. S. Ich habe übrigens lange gebraucht, um die richtigen Worte zu finden, Didi. Das Sonett lag etliche Monate unfertig auf meinem Tisch. Für die Odenwaldschule ist das Thema damit noch lange nicht vom Tisch. Und für die Betroffenen wird es das wohl nie sein.
(Antwort korrigiert am 11.02.2015)
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AZU20
Kommentar von AZU20 (11.02.2015)
"Jsuitenschule" hieß es bei mir. Klare Worte. Es muss irgendwann mal endlich ein Ende haben. LG
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Irma meinte dazu am 11.02.2015:
Ich hatte, wie Judith bemerkte, beim Schreiben die Odenwaldschule vor Augen. Aber das war ja leider weiß Gott nicht der einzige Ort, an dem so etwas vorgefallen ist. Ich danke dir für die zwei Sternchen, Armin. LG Irma
(Antwort korrigiert am 11.02.2015)
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Graeculus (69) meinte dazu am 11.02.2015:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Irma meinte dazu am 12.02.2015:
Nicht? LG Irma
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (11.02.2015)
Ich befürchte, das Zeitalter der Aufklärung endet nie!
LG TT
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Irma meinte dazu am 12.02.2015:
Oh ja, Tasso. LG und Dank, Irma
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Jorge
Kommentar von Jorge (11.02.2015)
Flüssig und anklagend - auch auf andere Missbrauchsebenen anwendbar.
LG
Jorge
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Irma meinte dazu am 12.02.2015:
Vielen lieben Dank, Jorge, auch für die zwei Sternchen. LG Irma
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (11.02.2015)
Irma, du hast hier wohl das peinlichste Kapitel deutscher Bildungsgeschichte angesprochen. Der Korpsgeist in den oberen Rängen wird wohl nie gebrochen, angefangen bei Hartmut von Hentig.
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Irma meinte dazu am 12.02.2015:
Dass Schulleiter Gerold Becker einen Lebensgefährten hatte, wusste ich gar nicht, Ekki. Vielen Dank für diesen Hinweis auf Hentig. Einfach nur zum Brechen. LG und Dank, Irma
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Irma
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Veröffentlicht am 11.02.2015, 6 mal überarbeitet (letzte Änderung am 11.02.2015). Textlänge: 91 Wörter; dieser Text wurde bereits 720 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 26.05.2019.
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