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Asche auf mein Haupt

Verserzählung zum Thema Humor


von niemand

Im Spiegel zeigt sich erstes Grau,
stark an das Alter mahnend.
Elfriede, eine reife Frau,
den Schwund der Schönheit ahnend,
nimmt eine Mähnenfärbung vor,
vergeht im Selbstverfahren,
mit dem Produkt "Knalli-Color",
an Haupt sich, wie an Haaren.
Sie schmiert die Pampe drauf mit Schwung,
in Hoffnung sowas mache jung.

Als dann die Prozedur zu End
schreit sie entsetzt: "Gott, helf!"
weil sie sich selber kaum erkennt
nach dem do it yourself.
Das Braun mit dem sie Grau kaschiert
sitzt dort wo es nicht soll.
Die ganze Stirn ist pigmentiert -
na, Mahlzeit, wundervoll!
Elfriede, scheckig wie ein Reh,
der tut der eigne Anblick weh.

Doch bald besinnt aufs "Bunte Blatt"
und die Rubrik "Frisur"
die Gute sich und sucht dort Rat
zum Haar und Farbtinktur.
In Illustrierten gibt man ja,
für nicht grad wenig Geld,
so manchen Tip für hier und da
dem, der sich falsch verhält.
Dort schreibt man zum Entfärbversuch:
Nimm Asche auf ein Baumwolltuch!

Elfriede, mit Gedankenqualm
im engen Weiberhirn,
umklammert diesen Rettungshalm
beim Blick auf ihre Stirn.
Doch woher nimmt man Asche nur
in diesem Stadtgemäuer,
in welchem Heizungshochkultur
ersetzt das offne Feuer?
Da geht im Kopf ihr auf ein Licht -
nur die Pietät haucht leis ein: "Nicht!"

Elfriedes Blick entschwebt im Nu
in Richtung Glasvitrine.
Dort steht die Urne "Gottes Ruh" -
drin staubt Tante Hermine.
"Solch Raub, Elfriede, geht zu weit,
das wäre Leichenschändung!"
denkt sie und nur ihr Spiegel schreit:
"Nein! Rettung in Vollendung!"
Elfriede, folgend dessen Schrei,
taucht ein das Tuch und fleht: "Verzeih!"

Sie reibt die Asche auf die Stirn
und sieh, die Flecken schwinden.
Jetzt rein in allerbesten Zwirn,
weil Schuld hier zu empfinden
vergißt die junggefärbte Frau
beim Anblick dunkler Locken.
Sie leint ihr Hündchen Willy Wau
und schlüpft in Nylonsocken,
denn nach solch prächtgem Resultat,
lockt heiß ein Bummel durch die Stadt.

Was einfach scheint, ist jedoch schwer -
Elfriede solls bald merken.
In ihrem Innern gärt es sehr
und scheint sich zu verstärken.
Die Psyche, die nie Ruhe hat
und selbst des nachts nicht rastet,
verübelts Friedchen - diese Tat
wird hoch ihr angelastet.
So wandelt sich, im Seelenraum,
Elfriedes Tun zum Alp im Traum.

Fast jede Nacht, so um clock drei,
spürt sie des Traumes Tatze -
dann presst der Toten Klageschrei
sie tief in die Matratze.
Die Tante wankt auf einem Bein,
sich stützend auf die Krücke -
ihr zweites scheint nicht heil zu sein.
Elfriede reißts in Stücke
wenn, mit ergrimmten Jenseitsweh,
Hermine brüllt: "MIR FEHLT EIN ZEH!"

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von janna (66) (02.03.2015)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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niemand meinte dazu am 03.03.2015:
Das freut mich sehr und ich danke fürs Lachen )))
mit herzlichen Grüßen zurück, Irene
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Peer
Kommentar von Peer (03.03.2015)
An Wilhelm B. musste ich auch unweigerlich beim Lesen denken. Nu ja, besser der Zeh, als ihr fehlt ein Auge.
LG Peer
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niemand antwortete darauf am 03.03.2015:
Eigentlich ist das "fehlende Auge" nicht schlecht, dann sähe sie den nicht mehr vorhandenen Zeh vielleicht garnicht ))
mit herzlichem Dank und ebensolchen Grüßen, Irene
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