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als ich den osterhasen hinter mir sah

Satire zum Thema Feind(schaft)


von KayGanahl

als ich den osterhasen hinter mir sah, bekam ich es gehörig mit der angst zu tun. die sträucher und büsche ringsumher raschelten wild. ein nachbar tauchte mit einer schrotflinte auf. die freundlichen warnungen dieses so friedliebenden alten herrn schlug der osterhase in den wind; sein hämisches grinsen hatte ich vorher noch nie gesehen!
„nö, kein interesse!“ schrie er irre aus. ich hielt mir die ohren zu. der nachbar lag plötzlich nahe des jägerzauns im gras. seine gattin rannte herbei, jammernd: „findet heute … ja heute … etwa wieder die osterhasen-party statt?“ bemerkenswert.
war er einer von der osterhasen-bande aus der nachbarschaftlichen straße mit den kleinkriminellen, die seit einigen tagen im "heim für untüchtige" untergebracht waren? keine ahnung. zum nachdenken war auch keine zeit. ich wollte auf den osterhasen zugehen, um ihn zu beschwichtigen, ließ es dann jedoch sein.
über uns jagte ein düsenjet durch die wolken. war das ein militärjet? durchaus möglich; der flog so schnell ... und mein herz raste. „verflucht, jetzt verpasst der mir ein … osterhasenohr!?“ sprach ich - des hämischen osterhasengrinsens war noch immer nicht genug! mein feind, der osterhase, ließ mich hören, was er mit mir beabsichtigte. das konnte ich allerdings kaum glauben: "eier sammeln!" (das war wohl sehr gewöhnlich angesichts des heutigen ostermontags, dachte ich ganz helle. meine intelligenz, so war mir bekannt, wies einen durchschnittswert auf.)
„he, osterhase! willst du mich umbringen?“ rief ich ihn an. Aber diese hämisch-fröhliche Kreatur, fast so groß wie ich, fast so nervig wie ich, fast so ein idiot wie ich warf mir seine linke weiße faust entgegen. seine ohren wedelten.
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Ich staunte nicht schlecht. Meine Gefühlswelt war etwas durcheinander. Natürlich wollte ich diesen Osterhasen jetzt endlich einmal näher kennen lernen, aber sein hämisches Grinsen wirkte auf mich ungemein abschreckend. Unsympathisch. Provozierend.
"Ab in die Büsche!" forderte er mich rüde auf. Und seine Liebe zu mir und meiner Familie sah ich sehr in Frage gestellt. Seine innen weißen, außen braunen Ohren warf er mir nach, als ich mich von den Büschen fortbewegte, um meine Flucht vorzubereiten: das war super! Würde er mir sogar noch mehr nachwerfen wollen - ? In den Büschen drohte ich dann ins Gras zu beißen, furchtbar! Mit großem Glück kam ich davon.
Die brutale Vergewaltigung dauerte bestimmt eine halbe Stunde - ich kann heute nur über dieses Ereignis berichten, weil er den Entschluss fasste, mich nicht zu ermorden. Der folgende Krankenhausaufenthalt dauerte kaum vier Wochen. Das, so finde ich aus heutiger Sicht der Dinge, „diente nur meiner guten Genesung.“ Die Polizei sucht allerdings bislang ohne Erfolg nach diesem Osterhasen. Wie ich gehört habe, ist er über Ostern noch mehrmals über Frauen wie mich hergefallen. Die lokale Presse berichtet über meinen Fall und über diese anderen Fälle ausführlich.
By Kay Ganahl – Copyright By Kay Ganahl 2013.

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