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Roman zum Thema Liebe & Schmerz


von Beasty

Kaum saßen wir im Auto sah mich Belly an als würde er gleich platzen.
Also fragte ich, "Nun los. Raus mit der Sprache. Was gibts so aufregendes?“
Belly schlug vor Lachen auf das Lenkrad. "Nein. Erst wenn wir bei Mario sind. Das ist echt der Hammer!“
Ich verdrehte die Augen. Ich kannte Belly zu gut. Er würde nichts sagen bis Alle zusammen waren.
Die Show war für ihn immer das Größte. Und nichts auf der Welt würde ihn dazu verleiten seinen Effekt zu versauen. Also versuchte ich es nicht weiter.
So fuhren wir zu Mario. Einem ziemlich dürren fünf Jahre älteren Jungen. Er und seine Familie waren berüchtigt für ihre Saufgelage. Die Chancen  standen also ziemlich gut, für einen lustigen Abend. Und zugegeben, Bellys Storys waren gut.

Kaum saßen wir bei Mario, konnte Belly nicht mehr an sich halten und rückte endlich mit seiner Geschichte raus.

"Ihr glaubt nicht was in England passiert ist! Malte hat mich heute Morgen angerufen...", Seine Augen funkelten vergnügt und sein gewaltiger Bauch bebte vor lachen.
In mir zog sich alles zusammen. Ich hatte gar nicht gewusst das dieser Typ mitgefahren war. Malte Storys waren gar nicht gut. Oh nein. Überhaupt nicht.  Ich hörte Bellys Worte wie von ganz weit weg und alles schien sich in Zeitlupe zu bewegen.

"Stellt euch das vor! Ihr kennt doch diese kleine Amelie. Die Süße mit den braunen Augen..."
Mir gefror das Blut in den Adern. Mein ganzer Körper versteifte sich. Bitte erzähle nicht weiter, flehte ich innerlich. Nur dieses eine Mal verklemm es dir Belly ....

"Malte hat sie gestern Abend im Hotel vernascht. Sturz besoffen!“

"Muahhhh!!!" Das Lachen der Anderen brachte die Abrissbirne zum Schwingen, die mir mit aller Macht in den Wanst krachte. Alles in mir wurde taub.

Dann brach allgemeines Stimmengewirr los, alles brüllte Respektsbezeugungen und so`n Scheiß.

Es verging eine Ewigkeit bis ich meine Beine wieder spürte. Sie zitterten als ich aufstand und es kostete all meine Willenskraft, nicht hinzufallen. Fahrig versuchte ich meine Schachtel Zigaretten zu fassen zu kriegen. Es waren die Marlboro Light`s. Sie lagen auf dem Tisch. Es gelang nicht. Gedankenverloren tastete ich meine Hosentasche ab und spürte Jakobs Schachtel Gauloises. Ich drehte mich wortlos um und setzte mich draußen vor die Tür.

Zitternd zündete ich mir eine Kippe an. Als ich das Feuer wieder zurücksteckte, fühlte ich Amelies Brief in meiner Tasche. Ich zog ihn hervor und versuchte zu lesen.
Das konnte nicht war sein was ich da eben gehört hatte!
Ich konnte nicht mal mehr ihre Wörter lesen. Meine Tränen machten mir den Blick unscharf. Und so sehr ich sie wegwischte, ich konnte einfach keine klare Sicht auf die Worte bekommen. Als würden meine Tränen die ganze Realität wegwischen.

Von drinnen dröhnte vergnügtes Geschrei, während ich draußen saß und zitternd einen Zug nach dem anderen nahm. Das nächste was ich weis, war das Bellys dicke Pranke auf meiner Schulter lag. Er stützte sich ächzend auf mir ab und setzte sich.

"Alles klar?“ Fragte er vergnügt.

Ein leichter Seitenblick von mir genügte, um zu sehen das bei mir ganz und gar nichts klar war. Ich hatte keine Lust ihm zu erklären was los war. Unter anderen Umständen hätte ich vielleicht auch gelacht und mich amüsiert.

Wortlos reichte ich ihm den Brief.

Ich meine mich zu erinnern das ich eine ganze Zigarettenlänge nichts von Belly mehr hörte. Dann,
"Ich.... Wow.... Also..." Bellys Stimme wurde rau und versagte. Mir war klar das er keine Ahnung gehabt hatte.
"Fabian es tut mir so ... unendlich Leid. Ich hatte keine Ahnung ... Ich ..."
Ich schüttelte den Kopf. Meine Stimme war so leise, das ich mir nicht mal sicher war ob Belly mich verstehen konnte.
"Woher auch... Ist egal. Wir waren nichtmal zu..." Wieder brach meine Stimme. Stumme Tränen liefen meine Wangen herunter und jetzt ärgerte es mich das ich weinte.

"Nicht zusammen?" Belly klang jetzt ein wenig grimmig. "Nicht zusammen? Bei allem Respekt, auch wenn ich mich jetzt ein wenig aus dem Fenster lehne. Das hier klingt alles andere, als nicht zusammen. Warum hast du mir nichts gesagt?"

„Weil es noch nichts zu sagen gab!!!" Das letzte Wort kam ziemlich laut.

Belly zuckte zusammen. "Oh Mann!"  Ich merkte wie er nervös wurde. "Ich bin so ein Blödmann. Posaune das auch noch so raus!“

"Bist du nicht!" Ich sah ihm fest in die Augen. Ich hatte mich wieder gefasst. Die Tränen hatten gut getan, auch wenn immer noch alles in mir schrie. Meine Stimme klang wieder ruhig und gelassen.
"Du konntest es nicht wissen. Niemand weis das. Mach dir keinen Kopf. Wer weis, unter anderen Umständen hätte ich das vielleicht auch witzig gefunden."

"Das hättest du nicht." Sagte Belly ernst. "Du hättest so was nie erzählt. Ich hab ich mich benommen wie ein Arsch. Hab den ganzen Abend versaut."

„Ja das hast du. Aber ein Blödmann bist du deswegen nicht. Du bist Belly."
Wieder tat ich es. Er baute Scheiße und ich konnte ihm nicht böse sein. Jetzt tröstete ich ihn auch noch. Herrgott, wie ich in dem Moment alles hasste. Ich stand auf und wollte nach Hause. Mir egal ob ich Zehn Kilometer laufen musste.

"Wo willst du hin?" Belly sah mich entgeistert an.
"Nach Hause laufen was sonst? Ich kann da nicht mehr rein."
"Du läufst mir nicht allein den weiten Weg. Nicht so! Warte einen Moment. Ich hole nur mein Zeug."

Wir sprachen kein Wort auf der Rückfahrt. Ich hatte die Kassette von Jakob eingelegt und hörte mir Bad Religion an. Vielleicht etwas zu laut. Aber es gereichte Belly zur Ehre das er sich jeden Kommentar verkniff. Er mochte zwar Rock aber keinen Punk.
Als er mich absetzte nahm ich die Kassette wieder raus. Die Musik war zu gut. Nur schade das ich sie wohl für immer und ewig mit dieser Erinnerung verknüpfen würde.
Ich wollte aussteigen, als Belly mich zurückhielt. Er drückte mir etwas in  die Hand. Es waren der Brief und die verdammten Marlboro Lights.

Anmerkung von Beasty:

Ein kleiner Ausschnitt aus meinem neuen Buch. Vielleicht gefällt ja....


Beasty
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Veröffentlicht am 06.04.2015. Dieser Text wurde bereits 404 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.08.2018.
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