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Reibekuchen

Essay zum Thema Schein und Sein


von LotharAtzert

Das Lächeln, das du aussendest,
kehrt zu dir zurück.
Indisches Sprichwort

Als ich heute mal wieder mein inneres Fernrohr in die unendliche Weite des kV-Weltraums richtete, gewahrte ich in einer magellanschen Wortnebelwolke folgendes: Man solle die Muskelpartieen oberhalb-seitlich des Mundes reiben, um ein Lächeln hervor zu zaubern, verrät Kollege S. der staunenden M., die über dieses Thema sinnierte.
Man lächele nämlich dann automatisch, wenn man so reibend verführe. Mit solchen kleinen Taschenspielertricks läßt die Welt sich also leichter ertragen - dem Lächelnden öffnet die Menge bekanntermaßen arglos die Tür - jede Tür, vor allem ihr Herz.
Natürlich gibt es inzwischen ganze Reibekataloge: willst du das und das in die Erscheinung kitzeln, reibe die und die Muskelpartie. Hast du Geldsorgen, so reibe ein wenig das Gebiet um den Anus und zwar linksdrehend zehnmal und die Tresore der Bankenkonsortien öffnen sich ohne zu knarren. ...
Diese Trixer-Kataloge heißen natürlich anders. "Akkupressur" und so. Das klingt dann edler, nicht mehr so altbacken nach Reibekuchen. Die Befürworter jener Methoden argumentieren freilich, daß sie damit Blockaden lösen, so daß die Energie wieder in freien Fluß kommt, was die Genesung beschleunige. (Was impliziert, daß der Gesunde keine Akkupressur benötigt.)

Pressen, punktieren, schröpfen, massieren ... alles schön und gut. Aber es ist halt getrixt, dh. man macht etwas Nichtanwesendes zum Zeichen - "als ob" es da wäre. Der Alltag muß dann wieder zusehen, wie er's zurückverwandelt in das dem Patienten einzig zustehende Erwirkte. Dieses karmische Erwirkte muß man erleiden, um davon wieder befreit zu wertden - da beißt die Maus kein Faden ab!

Der bekannteste Reiber der alten Welt ist wahrscheinlich Aladin mit seiner Lampe, in welcher ein Dschinn lebte - woraus die Amerikaner in gewohnter Verballhornungs-Manier eine "bezaubernde Jeannie" und aus dem Reiben ihren Reibach machen mussten.
Dschinn, so sagen die Muslime, seien langlebige geheimnisvolle Wesen aus nichtrauchendem Feuer - im Gegensatz zu den reineren Engel, deren Körper nur aus Licht sind. Vielleicht sind es ja die gefallenen Engel, wie Christen ihre Dämonen nennen. Jedenfalls sollen sie, von denen es zahllose Geschlechter gibt, die vielfach im Meer wohnen - Nereus mit seinen Töchtern zB. - oder in unzugänglichen Einöden hausen, höchst gefährlich für Menschen sein, da sie teilweise unvorstellbare Macht besitzen. Ganz sicher aber handelt es sich um jene, die im Norden Feen  (engl. fairies) genannt werden. Was allen gemeinsam ist, ist das Fehlen jeglicher Individualität. Der Dschinn von Aladin wurde in die besagte Lampe gebannt und mußte jedem zu Willen sein, der ihn reibenderweise evozierte.
Heute reiben sich die Paare allerdings eher kamasutramäßig ihre Glieder fürs Masturbieren aneinander.

Nun gut, es geht hier ums Zeichen des Nichtvorhandenen, ums Lächeln ohne Freude, um Erweckung des Scheins, wo Merkur, der Gott der Trixer seine Hände immer mit im Spiel hat, ohne daß man ihn jemals erwischt. Als M. berechtigterweise einwendete, es gänge ihr um Echtheit und nicht um ein vorgetäuschtes Lächeln, wurde der Kommentar von S. dahingehend relativiert, daß das Reiben fürs Lächeln nur zur Unterstützung einer schwächelnden Lebensfreude gedacht sei.
Darauf läuft alles hinaus: die Verharmlosung des Manipulierens. Eine lächelnde Welt ohne Lächelgrund. Und sobald alle reiben und täuschen, vergißt man das Charakterlose und nennt es die Realität.

Nächstes mal richte ich mein Fernrohr wieder auf Proxima Centauri. ...

.


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von BabetteDalüge (67) (23.04.2015)
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LotharAtzert meinte dazu am 23.04.2015:
Nun mach aber mal halblang. Daß Du einen an der Klatsche hast, habe ich tatsächlich gesagt. Aber, "nur weil Du die Quote nicht reibst", ist zu hundert Prozent auf Deinem Mist gewachsen - so persönlich werde ich nie! Was kümmert mich eine Quote?
Rein garnichts!
Und distanzieren - von was noch mal???
Danke für Kommentar und Empfehlung.
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BabetteDalüge (67) antwortete darauf am 25.04.2015:
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BabetteDalüge (67) schrieb daraufhin am 25.04.2015:
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LotharAtzert äußerte darauf am 25.04.2015:
Ein wenig unlebendig, soso.
Naja, so bin ich halt ...
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Kommentar von JamesBlond (63) (23.04.2015)
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LotharAtzert ergänzte dazu am 23.04.2015:
In der Tat - ein ergiebiges Thema. Danke für Kommentar und Empfehlung.
"Echt ist heutzutage nur noch das Künstliche." - ja und das heißt dann "Kunst."
Gruß
Lothar
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JamesBlond (63) meinte dazu am 23.04.2015:
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LotharAtzert meinte dazu am 24.04.2015:
Ja, freilich.
Ich hatte übrigens mal nach dem Begriff "Verballhornung" gegoogelt. Diesen Herrn Ballhorn gab es tatsächlich. Der sollte einen fehlerhaften Text korrigieren und nach der Korrektur hatte er deutlich mehr Fehler als vorher ...)
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Kommentar von Regina (23.04.2015)
So gesehen gibt es allerhand Nebenwirkungen, wo sie nicht vermutet werden, z.B. auch bei den sogenannten Geistheilerin u.v.a. Das Echte herauszufiltern, ja, darum geht es. Selten, ein Text mit einem solchen Inhalt.
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LotharAtzert meinte dazu am 23.04.2015:
Danke, danke. ...
Eine Pointe hab ich aber dann doch vergessen und reiche sie hiermit nach:
"Nächstes mal richte ich mein Fernrohr wieder auf Proxima Centauri. Hab gehört, da soll es einen hervorragenden Apfelkompott geben."
Gruß
Lothar
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Kommentar von Festil (59) (24.01.2018)
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LotharAtzert meinte dazu am 26.01.2018:
Ja, das, was sich Menschheit nennt, ist nur schwer zu verstehen.
Lachen ohne Grund ist wie Fliegen ohne Flügel. Statt weniger gibt es jeden Tag mehr Flugzeuge, hahaha ...

Kamasutra ist bestimmt ganz nett - die richtige Frau vorausgesetzt.

Übrigens liegt Babette gerade im Krankenhaus - Arm gebrochen)
Alpha Centauri, aha sch komma vorbei.
Auch Dir liebe Grüße, Danke
L.
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Manjushris Schwert - Vom unzweideutigen Artikulieren.
Veröffentlicht am 23.04.2015. Textlänge: 526 Wörter; dieser Text wurde bereits 775 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 04.12.2019.
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