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Aphorismus zum Thema Zeitgeist


von LotharAtzert

Viele schreiben zum Zeitvertreib. Das rächt sich am Ende immer!

.


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Graeculus (69) (07.07.2015)
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LotharAtzert meinte dazu am 07.07.2015:
Ist die Frage ernst gemeint?
Was man vertrieben hat, ist weg, Schluß, aus, Sense, Herzinfarkt etc. etc. Ohne Zeit kein Leben.
Sprache lügt nicht: Der Zeitvertreiber ist besessen von der Dämonin Langeweile, deren Nahrung die Zeit ist, die ihm dann fehlt.

"Pflücke den Tag" - heißt es nicht so? - das ist in etwa das Gegenteil von "Vertreib dir die Zeit."
(Antwort korrigiert am 07.07.2015)
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Graeculus (69) antwortete darauf am 07.07.2015:
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LotharAtzert schrieb daraufhin am 07.07.2015:
Wem am langen Leben liegt?
Darauf haben die tibetischen Lamas eine klare Antwort, die jedoch nur verständlich wird, wenn man den Reinkarnationsgedanken nicht gänzlich ablehnt: je länger du den Dharma praktizierst, umso mehr sammelst du Verdienste. Je mehr Verdienste du sammelst (im Sinne der Lehre - ein Bodhisattva wirst), umso mehr kannst du geben und je mehr du gibst, umso segensvoller für alle Wesen. Ein langes Leben ist also kein Selbstzweck.

Schopenhauer kannte eben nur den Theravada-Buddhismus. Ich bin mir sicher, daß er über das Mahayana usw. begeistert gestaunt hätte.

Hätt' ich fast vergessen: wir hatten's doch letztens vom Todestrieb. Beim Zeitvertreib geht es recht eindeutig um einen solchen, findest Du nicht?
(Antwort korrigiert am 07.07.2015)
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Graeculus (69) äußerte darauf am 07.07.2015:
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LotharAtzert ergänzte dazu am 07.07.2015:
Jetzt kommst Du wieder mit Glaube, sozusagen als Notbremse a la "das glaubt er ja nur, wissen tut er's nicht" - es ist 18.00 Uhr, ich glaube, ich muß erst mal Essen zubereiten und später am Abend sag ich noch was dazu. Mach Dich auf was gefasst!!!-)
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Graeculus (69) meinte dazu am 07.07.2015:
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LotharAtzert meinte dazu am 07.07.2015:
Inzwischen bin ich geerdet und akzeptiere dieses Wort - vorausgesetzt natürlich, Du akzeptierst im Gegenzug, daß des Sokrates "Ich weiß, daß ich nichts weiß" in "Ich glaube, daß ich nichts weiß" abgeändert wird. Einen wirklichen Beweis bezüglich des Nichtwissens, wie auch des Wissens, bleibt er uns Nachbetern nämlich auch schuldig.

Ein Teil der Praxis meiner Dzogchen-Übung - da muß ich vorsichtig sein, weil es an Geheimhaltung gebunden ist, aus Schutzgründen, nicht aus Geheimniskrämerei - besteht in Textrezitationen, wie diese: "Die Präsenz wurde nie geboren und ist nie zu gebären. Sie erscheint von selbst, ununterbrochen und ununterbrechbar. ..." - diese Textstelle ist repräsentativ für das weitere, was ich hier nicht behandeln möchte.
Nun sage mir bitte, inwiefern es ein Glaube ist, daß die Präsenz präsent ist. Wer es abstreitet - gerät nicht der erst in einen totalen Irrglauben? Und es geht nur um Präsenz und Integration.
Wo immer ich mir, oder andere sich der Gegenwart bewußt werde, ist die Präsenz, Und wo ich mir, oder andere sich ihrer nicht bewußt bin/sind, da ist sie auch - nur eben nicht bewußt.
Bitte, Graeculus, teile mir doch mit, was hierbei ein Glaube sein soll.
Und um Präsenz geht es auch, wenngleich unter anderen Vorzeichen, bei den vier edlen Wahrheiten. Glauben musst Du mir das nicht.
Es gewittert hier stark. Ich hau das so ins Netz und zieh den Stecker.

Ach so - Palingenese ist ein Fremdwort, wie Reinkarnation. Wir Deutsche sollten so viele Begriffe wie möglich eindeutschen. Wiedergeburt klingt auch ganz passabel, oder?
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Graeculus (69) meinte dazu am 08.07.2015:
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LotharAtzert meinte dazu am 09.07.2015:
Die Sau vom Pflock - köstlich.
In der Tat, ein paar Kenntnisse hab ich. Wie Du jedoch sicher begreifen wirst, bin ich mit persönlichen Dingen im Internet sehr vorsichtig. Bei einem Bier, meinetwegen bei Dir in der Alb, deren sanfte Hügel ich sehr liebe, säße die Zunge lockerer.

Es ist nicht das Ich, das wiedergeboren wird, sondern seine ungelöste Energie, die solange umhergetrieben wird, bis alles ge- oder erlöst ist.
Mein Unerlöstes stammt von einer Person, die zuletzt im 19. Jh. umging. Ein Dichter, was auch sonst.
Als ich es entdeckte - ca. mit 21, 22 Jahre, studierte ich gerade auf der HFG Offenbach Kunst. Eine Semesterprüfung stand an, ich langweilte mich zu dem Zeitpunkt bereits und überlegte, was ich tun könne. Da kam mir die Idee, Illustrationen zu einem englischen Romantiker zu machen. Damals gab es in Frankfurt an fast jeder Ecke Antiquariate - sie sind alle weg, alle!
Ich merke gerade, das wird viel zu lange. Auch ist das bei "Teilchenbeschleuniger" ein wenig deplatziert.
Mal sehen - ich laß mir was einfallen, denn du sollst schon wissen, was ich weiß - sobald die Säue wieder am Pflock sind.
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Veröffentlicht am 07.07.2015. Textlänge: 10 Wörter; dieser Text wurde bereits 522 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 22.05.2019.
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