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Krieg und Bild: Interpretation eines Fotos aus dem Jahre 1944InhaltsverzeichnisNordafrika, Mai bis November 1942: Ein Mikrokosmos als Beispiel für die deutsche Kriegsführung im Zweiten Weltkrieg

Die Wehrmacht - Ein Statement

Essay zum Thema Krieg/Krieger


von TrekanBelluvitsh

Es ist die Tragik - für Millionen Menschen wie auch sie selbst eine tödliche Tragik -, dass die deutsche Armee, als sie unbestreitbar ihren fachlichen Höhepunkt erreicht hatte, sie moralisch am Tiefpunkt stand und politisch durch und durch versagt hat: Beides fand in den Jahren 1939 bis 1945 (und davor) statt, als sie sich selbst Wehrmacht nannte.

Die Hauptschuld am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ist nicht bei der Wehrmacht, sondern bei der politischen Führung des Reichs unter Adolf Hitler zu suchen. Das politische Versagen des Militärs zeigte sich jedoch schon vor dem 1. September 1939. Allzu willfährig folgte die Armee den neuen Führer des selbsternannten 3. Reichs, versprachen diese doch einstige Größe.

Politisch war man anfangs nicht einer Meinung, setzte die Armeeführung doch auf die Freundschaft zur Sowjetunion, um zuungunsten der Republik Polen eine Revision der Ostgrenzen Deutschlands zu erzwingen. Hitler beendete die militärische Zusammenarbeit mit der UdSSR 1933 und bemühte sich - bis zum Jahreswechsel 1938/39 - um eine Annäherung an Polen, um diese für seinen von Beginn seiner Herrschaft an geplanten Krieg gegen die eben jene UdSSR zu gewinnen. Und auch wenn die Wehrmachtsführung die Aufrüstung begrüßte, war sie nicht bereit, bedenkenlos dem Vabanquespiel des Diktators zu folgen. Es rührte sich Widerstand gegen den Konfrontationskurs des Diktators – rein fachlich, nicht moralisch oder politisch begründet.

Hitler fühlte sich (Ende 1937, Anfang 1938)von seiner Armee missverstanden und provoziert (siehe Hoßbach-Protokoll und Blomberg-Fritsch-Affäre). Durch Dummheit und Intrigenspiel verlor die Wehrmacht zuerst den Oberbefehlshaber der Wehrmacht Feldmarschall von Blomberg und dann den Oberbefehlshaber des Heeres General Fritsch. Im Sommer trat mit dem Generalstabschef des Heeres General Beck - ein späterer Verschwörer des 20. Julis - ein weiterer Gegner der Expansion von seinem Posten zurück. Spürbaren Widerstand dagegen gab es aus Reihen der Wehrmacht dabei nicht.
  An ihre Stelle übernahm Hitler selbst den Oberbefehl der Armee. Damit hatte die Wehrmacht jeden Fürsprecher bei der politischen Führung verloren. Bei genauer Betrachtung fällt auf, dass die drei Teilstreitkräfte (Heer, Marine, Luftwaffe) tatsächlich sehr oft unabhängig von einander agierten und sich zuweilen sogar bekämpften. Das später geschaffene Oberkommando der Wehrmacht (OKW) hatte niemals die Aufgabe, eine geschlossene und einheitliche Führung der Wehrmacht zu gewährleisten. Zu besten Zeit gerade 60 Mann stark, wäre es dazu auch gar nicht in der Lage gewesen. Es war nie mehr als Hitlers militärisches Büro.

Die weiteren Personalentscheidungen schwächten die politische Stellung der Wehrmacht ebenfalls. Der neue Oberkommandierende des Heers (das Heer als stärkste Teilstreitkraft nahm ein herausgehobene Stellung ein) wurde General Walther von Brauchitsch, ein freundlicher Herr und guter Soldat, der jedoch selbst in Armeekreisen - einem System, das auf Befehl und Gehorsam beruht - als konfliktscheu galt. Der neue Chef des Generalstabes des Heers wurde im Sommer 1938 Franz Halder, ein operativ begabter Generalstäbler, jedoch auch ein belangloser Nurmilitär. Lediglich in militärisch bedenklichen Zeiten - wie z. B. zwischen dem Polenfeldzug im Herbst 1939 und dem Angriff auf die Beneluxländer und Frankreich im Mai 1940 - befielen ihn politische Sorgen ob dem Ausgang des Krieges, stets befeuert von rein fachlich-miltärischen Gründen. In die Opposition trieb das ihn nie.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Wehrmacht Hitler wie das ganze deutsche Volk am 1. September 1939 in den Krieg folgte: verbissen, schicksalsergeben und politisch blauäugig, weil willfährig.



Große Verantwortung trägt die Wehrmacht allerdings für die Frage, wie der Krieg geführt wurde. Ihre Apologeten haben im Sinne ihrer Reinwaschung immer wieder auf die Proteste von einzelnen Wehrmachtsangehörigen (z. B. durch General Blaskowitz) gegen das Vorgehen der SS nach dem Feldzug gegen Polen verwiesen. Und so richtig dies bei der näheren Betrachtung auch sein mag, zieht man den Sucher auf und betrachtet den gesamten Zweiten Weltkrieg, so blieb das doch die Ausnahme. Vielmehr verwickelte sich die Wehrmacht in Kriegsverbrechen, die über das Maß, wie man sie in jedem Krieg zu erwarten hat, weit hinausgingen. Was sich in der Sowjetunion im Zusammenhang mit den sogenannten verbrecherischen Befehlen - in der Öffentlichkeit beschränkt sich die Wahrnehmung zumeist auf den Kommissarbefahl, der ein Teil dieser war - abspielte, ist mittlerweile bekannt. Ein gutes Beispiel ist jedoch ebenfalls das besetzte Belgien. Auch im Ersten Weltkrieg wurde das kleine Land von den Deutschen überfallen und besetzt. Während dieser Besetzung kam es zu Ausschreitungen der kaiserlichen Armee gegen die belgische Zivilbevölkerung. Am bekanntesten ist hier der Brand von Löwen. Doch nach einigen Wochen beruhigte sich hier die Situation wieder. Es war für die Belgier sicherlich kein Zuckerschlecken, vom Sommer 1914 bis zum Herbst 1918 unter der deutschen Besatzung zu leben, doch es war ein großer Unterschied zu dem, was zwischen 1940 und 1944 geschah. Als Stichwort mag hier die Judenverfolgung dienen.

Über Belgien kommen wir zu den fachlichen Fähigkeiten der Wehrmacht. Während im Ersten Weltkrieg über 4 Jahre lang die Front im Dreck Nordfrankreichs stecken blieb und im Blut der Soldaten erstickte, stürmte die Wehrmacht ab dem 10. Mai 1940 in nur sechs Wochen durch Luxemburg, Belgien, die Niederlande und Frankreich zum Sieg, zum Sieg über den Erbfeind, mit der damals vorgeblich größten und stärksten Armee der Welt. Dies ist nicht der Platz um tiefergehend auf die Gründe für den deutschen Sieg im Sommer 1940 einzugehen. Es sei lediglich angemerkt, dass die Wehrmacht zahlenmäßig und waffentechnisch ihren Feinden unterlegen war. Fachliches Können, sprich: Taktik und (operatives) Denken, führten zum Sieg. Noch erstaunlicher wird dies, wenn man bedenkt, dass dieser Erfolg nur von einer handvoll Panzer- und motorisierten Divisionen errungen wurde.

Die Wehrmacht und jeder einzelne Soldat sonnten sich in diesem historischen Sieg. Die politischen Implikationen verdrängte man. Schlimmer noch: Die meisten nahmen sie gar nicht wahr. Die Folge war eine Hybris und blinde Ergebenheit gegenüber dem Führer. Die kritiklose Vorbereitungen des Krieges gegen die Sowjetunion mitsamt den verbrecherischen Befehlen und den Planungen, Millionen von Sowjetbürgern und gefangener Rotarmisten verhungern zu lassen, waren die Folge. Bedenkenlos akzeptierte die Wehrmacht die zerstörerischen Vorstellungen Hitlers, machte sie sich zu eigen, half bei den Planungen und der Durchführung. Dabei hielt man sich dem eigenen Verständnis nach immer noch für unpolitisch. Darum ist es wichtig, dass man erkennt, dass Barbarossa ohne den erfolgreichen Westfeldzug nicht zu erklären ist.

Die Janusköpfigkeit der Wehrmacht zeigte sich am deutlichsten während der Abwehrschlachten in der Sowjetunion vom Herbst 1943 bis zum Frühjahr 1944. Die deutschen Fronten waren Angriffen von immensem Ausmaß, vorgetragen mit einer kaum vorstellbaren materiellen und personellen Überlegenheit, ausgesetzt. Die Sprengung der Belagerung von Leningrad gelang jedoch erst im Frühjahr 1944, nicht jedoch die Vernichtung der dort eingesetzten Heeresgruppe Nord - wo z.B. die 21. Luftwaffenfelddivision zeitweilig einen Frontabschnitt von 118 Kilometer (sic!) zu verteidigen hatte. Trotz erschwerender Eingriffe von oberster Stelle - durch Adolf Hitler selbst - gelang den deutschen Verbänden ein einigermaßen planmäßiger Rückzug. Über motorisierte oder gar Panzerdivisionen verfügte der Heeresgruppe nicht. Deutsche Führungskunst - hauptsächlich auf taktischer Ebene - und das langsame schematische Vorgehen der Roten Armee ermöglichten dies.

Die Herbstschlachten des Jahres 1943 im Bereich der Heeresgruppe Mitte sind kaum bekannt. Der Grund dafür ist einfach: Sie scheiterten alle bereits nach wenigen Kilometer und mussten abgebrochen werden, weil den eingesetzten sowjetischen Verbänden die Männer ausgingen. Aus deutschen Kriegstagebüchern - eine verlässliche Quelle - wissen wir, dass es nicht selten vorkam, dass Angriffe an derselben Stelle bis zu 30 Mal (sic!) wiederholt wurden. Es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich vorzustellen, dass die gefallenen Rotarmisten sich vor den deutschen Stellungen stapelten, umringt von brennenden Panzerwracks.

Erfolgreicher - wenn auch nicht weniger blutig - waren die Angriffe der Roten Armee gegen die Heeresgruppe Süd. Doch gilt hier für den besprochenen Zeitraum: Tauchte eine deutsche Panzerdivision an der Front auf, konnte die Krise zumeist, wenn auch nur temporär, beherrscht werden. Den motorisierten deutschen Verbänden hatte die Rote Armee nichts gleichwertiges entgegenzusetzen, lebte, überlebte und siegte nur Dank einer unglaublichen zahlenmäßigen Überlegenheit. Der deutsche Rückzug begann. Gnade kannte die Wehrmacht dabei nicht. Sie betrieb die Politik der verbrannten Erde. Zunächst wurden jene Menschen zurückgetrieben, die man damals deutscherseits Hiwis - Hilfswillige - nannte. Forschungen haben gezeigt, dass man dabei je Division von 3.000 und mehr Menschen (bis zur Stärke der entsprechenden Division) ausgehen muss. Hunderttausende wurden gen Westen getrieben. Manchen mögen freiwillig mitgezogen sein, weil sie die Rache der zurückkehrenden Roten Armee, des NKWD oder der KPdSU fürchteten. Letztlich spielte das keine große Rolle, denn eine Wahl hatten die allermeisten Menschen nicht. Es war keine Seltenheit, das Personen, die sich zu entziehen versuchten oder zu schwach waren, den Marsch anzutreten, einfach erschossen waren. Im dritten Jahr des Krieges gegen die Sowjetunion hatte das Leben eines Sowjetbürgers für deutsche Soldaten endgültig keinen großen Wert mehr.

Des weiteren wurde alles abtransportiert, was irgendeinen Wert zu haben schien. Der Rest wurde verbrannt. Ganze Dörfer gingen in Flammen auf. Auch hier ist den deutschen Kriegstagebüchern zu entnehmen, dass die Führung sich ob dieser Politik sorgte. Man befürchtete negative Auswirkungen auf die Disziplin oder das manche Soldaten zu sehr mit dem Plündern beschäftigt waren, als mit allem anderen. Planmäßige Rückführung von Gütern und wildes eigenmächtiges Rauben und Brandschatzen waren oft kaum noch zu unterscheiden. Des weiteren erwies sich, dass die die kilometerweit sichtbaren Rauchwolken dem sowjetischen Gegner die Rückzugswege der deutschen Verbände verriet. Aus politischen oder gar moralischen Gründen zweifelte niemand an den gegebenen Befehlen.


Fazit:

Im Nürnberger Prozess wurde die SS, mithin also auch die Waffen-SS, als verbrecherische Organisation gebrandmarkt, ein Urteil das, obwohl politisch motiviert, der historischen Überprüfung standhält (siehe  hier). Für die Wehrmacht gilt das nicht. Das ist allerdings kein Grund für Jubel. Wozu auch Wehrmachtsangehörige fähig waren, mag ein Blick auf das Massaker auf Kefalonia zeigen. Blind folgte die Wehrmacht der politischen Führung des 3. Reichs. Blind war sie deshalb, weil sie blind sein wollte. Man tat so, als könne man sich auf das Fachliche, die Kriegsführung, beschränken. Und da zeigte die Wehrmacht sich allen Gegnern auf taktischer und operativer Ebene überlegen. Nur Dank einer ungeheuren Überzahl an Mensch und Material gelang es den Alliierten, das deutsche Reich niederzuringen. Die dazu nötigen Schlachten waren langwierig und blutig. Der deutsche Ansatz, eine nicht vorhandene Strategie verbunden mit der für einen Angreifer fatalen Mittellage in Europa durch operativ gewagte und kühne Unternehmungen zu überwinden scheiterte - wie bereits im Ersten Weltkrieg. An eine politische Lösung dachte 14/18 wie 39/45 niemand ernsthaft.

Indes erwies es sich schon recht bald als Chimäre, wenn die Wehrmacht glaubte, unpolitisch sein zu können, schließlich gingen die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen auch an ihr nicht spurlos vorbei. Das Aufbegehren innerhalb der Armee gegen den Nationalsozialismus war nur kurz, schwach und zu keinem Zeitpunkt systematisch. Letztlich reichte es für nicht mehr, als den symbolischen Widerstand am 20. Juli 1944. Stattdessen wurde sie - militärisch hoch professionell - politisch betrachtet zum willfährigen Erfüllungsgehilfen Adolf Hitlers, lud eine historische Schuld auf sich, die es bei allen Bewertungen über die Leistungen der Wehrmacht nicht zu vergessen gilt.


...und zum Schluss...

Für den Einzelnen bedeutet das, dass er sich als Angehöriger der Wehrmacht wohl einfacher verbrecherischen Handlungen entziehen konnte, als das für einen SS-Mann möglich war, wobei Letztere vor allem zu Beginn des Krieges aus voller Überzeugung die Uniformen mit den Runen am Kragenspiegel trugen. Letztlich entschied jedoch eben jeder Einzelne selbst über seine Verstrickung. Die Uniform mag prägend gewesen sein, sie war jedoch kein Grund. Und beide Träger stärkten durch ihre Handlungen ein verbrecherisches System.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Graeculus (69) (08.10.2015)
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 08.10.2015:
Darum die Formulierung " Durch Dummheit und Intrigenspiel (...)". Blomberg stürzte eindeutig über die damaligen Moralvorstellungen, die er hätte kennen müssen, ebenso wie ihre politischen Auswirkungen. Das er zu seiner Frau stand, spricht menschlich eher für ihn.

Hinter der Intrige gegen Frisch, stand Himmler und seine SS. Sie war derart stümperhaft konstruiert, dass selbst das Ehrengericht unter Göring Fritsch wegen erwiesener Unschuld freisprechen musste. Seinen Posten bekam er dennoch nicht zurück. Bis heute steht die (unbewiesene) Vermutung im Raum, dass Fritsch, als "Ehrenoberst", mit seinem Regiment, ob der Schande, die er nach seiner Meinung erdulden musste, während des Polenfeldzugs vor Warschau den Tod suchte und fand.

Himmler war nach der Fritsch-Intrige zunächst einmal abgemeldet und konnte sich erst zu Beginn des Zweiten Weltkriegs durch die Überfallsszenarien auf deutsche Radiosender in Hitlers Augen wieder rehabilitieren.

Die "Blomberg-Fritsch-Affäre" führte zu einer veritablen Staatskrise. Hitlers Ansehen war beschädigt. Es gibt Historiker die den kurz danach erfolgten "Anschluss" Österreichs als Folge davon sehen, zumindest den Zeitpunkt, weil Hitlers Ansehen wieder hergestellt werden sollte.
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loslosch
Kommentar von loslosch (08.10.2015)
mein führer, Sie sind der grö... F... a... Z...

das hat ein militär nach dem frankreich-feldzug hitler entgegengebrüllt!

anm.: F = feldherr.
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TrekanBelluvitsh antwortete darauf am 08.10.2015:
Das war Keitel, der Chef des OKW, Spitzname: La-Keitel!
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loslosch schrieb daraufhin am 08.10.2015:
ja, treffend.

" Von seinen Kameraden wurde Keitel als „Ja-Sager“ bezeichnet, und laut Mueller hatte es fatale Folgen für andere Generäle, wenn sie eine abweichende Meinung vertraten. Im Offizierkorps genoss Keitel deshalb nur wenig Respekt und hatte den Spitznamen „Lakeitel“." (wiki.)

es schwingt im kriecher (lakai) mit: lack/ eitel.
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Didi.Costaire
Kommentar von Didi.Costaire (08.10.2015)
Trekan, du demonstrierst fachliche Höchstleistungen (jedenfalls aus Laiensicht betrachtet) dort, wo die Thematik moralische Tiefpunkte markiert, über die man sonst wenig erfährt. Herausgekommen ist eine lesenswerte Abhandlung mit viel Liebe zum Detail.
Beste Grüße, Dirk
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TrekanBelluvitsh äußerte darauf am 08.10.2015:
Ich wollte eben zeigen, dass meine Deutung nicht "aus dem Blauen" kommt, sondern historisch fundiert ist. Wenn es mir gelungen ist, den von mir beschriebenen Zwiespalt gut darzustellen, was ja meine Absicht war, scheint das gelungen zu sein. Bedankt!
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (08.10.2015)
Meiner Meinung nach etwas sehr detailverliebter Text, der kleine Schlampigkeiten aufweist ("mit der damals vorgeblich größte und stärkste Armee der Welt"), aber Respekt zum Mut, mal so ein großes Fass (literarisch) aufgemacht zu haben. Ist allerdings eher ein Kommentar, kein Essay, finde ich.
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TrekanBelluvitsh ergänzte dazu am 08.10.2015:
Um die Glaubwürdigkeit meines Textes zu gewährleisten, fand ich es unabdingbar, Meso- und Makroebene bei meiner Betrachtung zu verbinden, damit es eben nicht nur als rein meinugslastiges Pamphlet daherkommt.
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Kommentar von swetlana (51) (10.10.2015)
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 10.10.2015:
Die Psyche der beiden Diktatoren ist natürlich sehr bedeutungsvoll. Meiner Ansicht nach handelte es sich bei Stalin um einen Sadisten und bei Hitler um einen zerstörerischen Charakter. Und natürlich sind sie (auch) dazu gemacht worden, obwohl es bei beiden (auch) Veranlagung war. So oder so hätte man ihnen darum ja aber nicht folgen müssen.

Danke für dein Lob, ich weiß es zu schätzen.
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Veröffentlicht am 08.10.2015, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 31.01.2016). Dieser Text wurde bereits 709 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 11.12.2018.
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