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Hinter der Jalousie

Text


von wa Bash

Prolog

Gegeben sei Herr B, ein ganz normaler Mensch. Er steht morgens um 7.00 Uhr auf. Geht müde ins Bad, macht sich frisch und verlässt das Haus (ein wenig mürrisch) zur Arbeit. Auf dem Weg hält er beim Bäcker, wo der Ankauf der allmorgendlichen Gazette zu seinem täglichen Ritual gehört. Man kennt sich

Hallo 

seit 20Jahren und hat sich dennoch nicht viel zu sagen. Das Lächeln dient lediglich der aufgesetzten Fassade und unterstreicht, wie egal man sich eigentlich ist.

Herr B ist kein Misanthrop oder Menschenfeind, denkt jedoch, dass es im Leben zwei Arten von Glück gibt. Den eines Lottogewinns oder den eines glücklichen Zufalls, wobei beides  so ziemlich dasselbe ist und seine äußere Wirkung allein von diesem Umstand abhängt und es somit sein gutes Recht sei, sich so zu geben wie sein äußeres Erscheinungsbild es hergibt. Schließlich würde er ja Lachen, wenn er täglich nicht immer dasselbe machen müsste.

Also fragt er sich, ob die Abwechslung im Leben (natürlich unter Voraussetzung entsprechender Mittel) den Menschen glücklicher macht, versucht jedoch seine Mitmenschen mit solcherlei Gedanken nicht zu überfordern, denn schließlich ginge es ja fast allen wie ihm und nur wenige, die Wenigen, könnten das Leben so richtig genießen, da ihnen das Glück zu teil wurde. Dies sei eben aber nur Zufall oder der glückliche Umstand einer Erbschaft oder sonstiges.

Seine Maßstäbe bleiben dabei weitestgehend auf die Zeitung beschränkt, in der ab
und zu ein Lotteriegewinner mit einem überschwänglichen Lächeln winkt und sich mit Sicherheit ein neues Boot mit der nackten Schönheit von Seite 1 teilt. Dann leuchten seine Augen und er sagt:

Geile Schnalle

zu seinem Arbeitskollegen und isst in die Zeitung vertieft sein Pausenbrot weiter.

Was die Politikseite angeht verfällt Herr B sehr schnell in Lethargie. Er findet Politiker scheinheilig und Politik ein Mittel zum Betrügen.

Arschkriecher

murrt und brabbelt Herr B dann vor sich hin.

Arschkriecher und Betrüger. Scheinheilige Kriegstreiber sind das.

Herr B steigert sich dann immer hinein, stößt seinen Kollegen an, der nur

Ja Ja

antwortet. Was soll er dazu auch sagen, machen kann man eeh nichts, da ist er sich mit Hr. B einig. So sitzen sie und tun was sie immer tun, im Pausenraum am Fenster, Zeitungslesen um Halb zehn.




Kapitel I Politik

Herr B ist ein Träumer. Schließt die Augen und entdeckt die Zeit. Er reist von der Ostsee bis zu den Ufern des roten Meeres, taucht in die schwarzen Wälder, verirrt sich und wacht wieder auf. Jeden Tag, dann dreht er sich aus dem weißen Tuch, bleich, reibt sich die Augen und schreibt die Bilder auf Papier, vierzeilig in Strophenform, als ginge es darum Politik zu verhindern. Herr B ist ein Realist. Sein Jahr ist geprägt vom arabischen Frühling. Die Welt taumelt, denkt sich Herr B und träumt im Stillen weiter…

Traum 1 | 2011

Die Sonne an dem Tag stand hoch. Der Himmel war schwarz wie die Nacht und nur die feinen Kristalle und schneeweißen Körner des Sandstrandes kündigten von dem Licht, das sich in ihnen widerzuspiegeln schien. Ansonsten erinnerte die Szenerie an einen harten Kontrast, der am Horizont scharfkantig die Ebenen voneinander trennte und dem Betrachter zwischen Hell und Dunkel unterscheiden ließ.

Auch die kleinen schuppenartigen Wellen des Meeres schienen von Beidem etwas zu enthalten und funkelten in der Stille wie kleine Tränen.

Als  sich plötzlich und unerwartet  aus dem schwarzen Vorhang Schiffe lösten. Ruderschiffe morsch und knarrend, Metamorphosen von Krähen, die sich auf das Wasser niederließen.
Mit zerfetzten Segeln, die für den Wind nicht mehr taugten, ein Heer von schwarzen Rüstungen.


Huaaah.

Das war der einzig hörbare Laut und das Rasseln von blankem Metall auf Metall, welches sich heranschlich, neu formierte und an einem hohen burgartigen Wall an den sandsteingroßen Kolossen verharrte. Alles schien zu schlafen und die mächtigen Türme strahlten eine Form von Erhabenheit, Ruhe aus,  deren Ruf Silberscharen folgten, glänzende Rüstungen und Schlachtgemetzel.

In all diesem Tumult fühlte sich Herr B gleich einem Besucher, schwebte über den Köpfen hinweg und entschwand geistesartig, wenn ihn jemand entdeckte, ihn verfolgte.

Bis er schweißgebadet aufwachte, in einem Tunnellabyrinth mit einer Tür und Inschrift. Einer alten Tür mit Inschrift, nostalgisch, alt und verzaubert, könnte man meinen. Eine Tür zum Öffnen, eine Tür heraus. Heraus aus dem Labyrinth, aber wohin.

Frieden, Freiheit?  SaSa Sapo…

Ausweglos in seinem Vergessen, Gestammel und im Erwachen öffnet sich die Tür wie Sesam. Die ersten Lichtstrahlen dringen durch ihn hindurch, durchströmten ihn im Morgengrauen, in der Morgenflut.


Kapitel II Katastrophen

Herr B ist ein Träumer. Schließt die Augen und entdeckt die Zeit. Er reist von der
Ostsee bis zu den Ufern des roten Meeres, taucht in die schwarzen Wälder, verirrt sich und wacht wieder auf. Jeden Tag, dann dreht er sich aus dem weißen Tuch, bleich, reibt sich die Augen und schreibt die Bilder auf Papier, vierzeilig in Strophenform, als ginge es darum eine Katastrophe zu verhindern. Herr B ist ein Realist. Sein Jahr ist geprägt von einer Erschütterung, einer Kernreaktorkatostrophe in Fukushima mit weitreichenden umweltbelastenden Konsequenzen. Die Natur rächt sich, denkt sich Herr B und träumt im Stillen weiter…

Traum 2 | 2011

Der Sandstrand an dem Tag veränderte sich, wurde grau bis mehlig, Staub, verlassen und das aufkommende Tosen des Meeres kalt und unnahbar. Wellen schlugen auf Wellen und gegen entfernte Felsen, die schwarz und scharfkantig aus der See ragten und in der Gischt schäumten. Ihre glatten Flächen perlten und flossen in die Dunkelheit zurück. Das Meer war aufgewühlt und energiegeladen.

Rattertatat Schützengräben.

Schützen rattertatat.



Am Strand Geflacker des Meeres und Schützengräben. Explosionen. Entfernte Mündungsfeuer. Über dem Wasser. 

Rattertatat.

Hier hat Herr B Sandburgen gebaut, als kleiner Junge, große feste Gebilde. Mit einer Schaufel, die größer war als er, Wasser geholt und Gräben gebaut. Burggräben und Zinnen für kleine Figuren, Plastikfiguren, die sich bekämpften.

Rattertatat. Hier hat Herr B Krieg gespielt.

Verbrannte Erde, ringsherum verbrannte Erde. Der Sandstrand leer, bis auf zerstörtes Kinderspielzeug, leer und leblos. Leblose Beine und verbrannte Arme aus Plastik. Die Haut voller Brandblasen und die Haare bis auf Reste zusammengeschrumpft.

Ihre Augen blickten starr in den Himmel, der unnahbar über dem Ganzen hing, vom Betrachter so weit entfernt, dass er nicht aufsah und  ausschließlich Zerstörung fixierte, keinen Vogel hörte und auch keine Blumen sah. Der Betrachter sah keinen Himmel.

Herr B erinnert sich nicht mehr, wie der Himmel aussah und will schlafen, einschlafen und träumen. Herr B will von Wiesen und Blumen träumen, Tieren und blauem Himmel. Herr B will von Leben träumen. Hier ist alles leblos, denkt sich Herr B.


Kapitel III Virus

Herr B ist ein Träumer. Schließt die Augen und entdeckt die Zeit. Er reist von der Ostsee bis zu den Ufern des roten Meeres, taucht in die schwarzen Wälder, verirrt sich und wacht wieder auf. Jeden Tag, dann dreht er sich aus dem weißen Tuch, bleich, reibt sich die Augen und schreibt die Bilder auf Papier, vierzeilig in
Strophenform, als ginge es darum die menschliche Neugierde zu zügeln. Herr B ist ein Realist. Mit dem Eingriff des Menschen in den Mikrokosmos Genom bleiben die Konsequenzen unvorhersehbar.  Der Mensch lernt aus seinen Fehlern denkt sich Herr B, manche Fehler lassen sich aber nicht umkehren und träumt im Stillen weiter…

Traum 3 | 2011

Das Klassenzimmer  schien hell und verlassen.  Die Schulbänke waren leer und auf der dunklen Tafel wirkten die Kreidestriche noch heller. Sie bildeten ein freundliches Ambiente mit der Umgebung, die sehr vertraut auf den Betrachter wirkte und an die man sich gerne erinnerte.

Herr B ging hier zur Schule, jeden Morgen um halb sieben. Er traf sich mit vielen anderen Kindern auf dem Schulplatz, der wie ein geschlossener Raum die Gespräche der Kinder reflektierte. Von weitem hörte es sich wie das Geschnatter von Vögeln an und erst wenn man sich näherte und sehr nahe kam, konnten einzelne Stimmen herausgefiltert werden.

Stimmen, die sich ordneten, um schnurgerade zu den Klassenräumen zu gehen. Stimmen, die ausschwärmten, um kerzengerade an den Schulbänken zu sitzen. Stimmern, die Kreidestriche von der Tafel in ihre  Schulhefte übertrugen und von dort in die entferntesten Winkel der Großhirnrinde, Schubladen vollgefüllt mit Informationen, unsichtbaren Informationen

                                                                            Autsch

als ob sie an Steine stoßen und in der Menschenmenge an einen unsichtbaren Feind, der die Kinder anhaucht und mit seinem heißen Atem all die kleinen Poren öffnet, um sie auszulesen. Stimmen, die die Kinder rufen.

Herr B schaute oft aus dem Fenster und schwitzte. Herr B lag im Fieber und wälzte sich im Bett und wenn es ihm wieder besser ging, freute er sich sogar. Herr B war gerne krank, nicht allzu lang, dann wurde ihm langweilig, aber ein paar Tage, dass gefiel ihm. Herr B lag gerne im Bett und hörte Hörbücher. Er träumte von bunten Welten, Dingen und fremden Wüsten. Herr B träumte von Sommer und Sümpfen, träumte von Abenteuern und einen Mustang, knallrot mit schwarzen Ledersitzen. Herr B träumte davon einmal viel Geld zu besitzen.

Heute, sagt sich Herr B, ist das Geld an allem Schuld. Nicht das Geld, aber die Gedankenlosigkeit, welches das  Streben danach verursachen kann. Die Fehlerketten, welche sich häufen, nur um als erster ein Ziel zu erreichen und alles andere ausklammert, um unnütze Fehler zu vermeiden. Heute fühlt sich Herr B allein.


Kapitel IV Krieg

Herr B ist ein Träumer. Schließt die Augen und entdeckt die Zeit. Er reist von der Ostsee bis zu den Ufern des roten Meeres, taucht in die schwarzen Wälder, verirrt sich und wacht wieder auf. Jeden Tag, dann dreht er sich aus dem weißen Tuch, bleich, reibt sich die Augen und schreibt die Bilder auf Papier, vierzeilig in Strophenform, als ginge es darum einen Krieg zu verhindern. Herr B ist ein Realist. Sein Jahr ist geprägt von Leichen, Blut und Flüchtlingsströmen aus Syrien, dem nahen Osten und anderen Krisengebieten der Welt. Die Welt dreht sich im Kreise und der Mensch rächt sich am Menschen, denkt sich Herr B und träumt im Stillen weiter…

Traum 4 | 2011

Am Himmelblau des Tages zeichneten sich Urlaubsgefühle ab, die uns begegnen, wenn sich die weißen Fassaden der Finkas in der Sonne zeigen und an der Strandpromenade Freude und Lachen die Luft durchbrechen. Die Menschen
schlenderten die Strandpromenade entlang, an Cafés und Bars vorbei, schwangen sich höher und zelebrierten den nahenden Sonnenuntergang im gemütlichen Beisammensein.

Ein glutroter Wein färbte die Sonne orange und das Wasser schlief über der Bucht, den Schlaf der spiegelglatten Fläche, die sich in die nahende Nacht wiegt. Die Maste der ankernden Segelboote ragten wie dünne Finger in die Stille und warfen jäh einen Schatten Richtung Nordosten an dem sich etwas zu bewegen schien. Zunächst noch undefinierbar wirkte es nach einer Weile wie ein Magnet, so dass die Menschen gezwungen waren hinüberzuschauen. Die kleinen Punkte wurden größer.

Schwer und riesig wurden die Punkte und durchbrachen die romantische Stimmung; Stahlkolosse, Flugzeugträger und schwere Geschütze. Eine Invasionsarmee breitete sich über den friedlichen Ort aus, barst das Holz der Segelboote wie Streichhölzer, so dass diese knirschten und knackten, lautstark ächzten und schrien.

Zu den Waffen und postiert euch!

Herr B. trug nie eine Waffe. Herr B nahm eine Waffe. Schulterte sie und rannte zur
Mauer, zur Promenade, mit all den anderen Menschen.  Die Waffen im Anschlag und hitzig verzerrt, Herr B. war im Fieber. Herr B  war zu einer Fratze verzerrt.  Herr B sah rot. Auf den Straßen Leichen, Leichentücher und Blut. Herr B sah auf den Straßen Tote.


Kapitel V Mord

Herr B ist ein Träumer. Schließt die Augen und entdeckt die Zeit. Er reist von der Ostsee bis zu den Ufern des roten Meeres, taucht in die schwarzen Wälder, verirrt sich und wacht wieder auf. Jeden Tag, dann dreht er sich aus dem weißen Tuch, bleich, reibt sich die Augen und schreibt die Bilder auf Papier, vierzeilig in Strophenform, als ginge es darum einen Mord zu verhindern. Herr B ist ein Realist. Sein Jahr ist geprägt von Mord und Totschlag. Das Böse lauert in jedem, denkt sich Herr B und träumt im Stillen weiter…

Traum 5 | 2011

Wenn du den Tod siehst, siehst du den Totengräber und deine Erscheinung wird von ihm zerfressen und angenagt,
wie ein altes graues Gewand, welches ausgefranst im Kleiderschrank hängt. An einem Kleiderbügel schwingt die Seele im Takt des Windes mal hier und mal dorthin, ohne Gegenwehr. Dann flattert sie davon, wohin, das weiß keiner.

In dem schwarzgrau melierten Haus wurde der alte Flur von kleinen flackernden Wandleuchten nur sporadisch beleuchtet, die jeweils beidseitig an Türen angeordnet waren. Ihr Licht und Schattenspiel ließ die abgeplatzten Farben der Holzoberfläche
mal schimmernd und mal stumpf erscheinen und glich den runden Messingknöpfen, deren Nutzung Gebrauchspuren am Metall hinterlassen hatten. Die Dielen knarrten mit jedem Schritt und wirbelten Staub auf, der wie ein Dunstschleier in der Luft hing, nicht sichtbar zwar, aber dennoch anwesend, so dass man ihn spürte. Langsam öffnete jemand die Tür und ging in das Zimmer. Schrill ächzte das Türschloss und ängstigte den Besucher, die Besucherin, welche starr in ihre Spiegel schauten, nebulös und unnahbar.

Schleierhaft schwebte Herr B an der Decke des Zimmers. Beobachtete ängstlich und in der Ecke zurückgezogen die Szenerie. Betete, dass ihn niemand entdeckte und fühlte seinen Herzschlag bis in die Stirn. Als ein Schatten eintrat und silbrig das funkelnde Messer hob, legte sich ein kalter Schweißfilm auf seine Haut und zwängte ihn ein. Herr B drohte in der Erstarrung  zu ersticken. Das Messer drang in das fremde Fleisch ein und er spürte wie das Leben entwich.

Urplötzlich stand Herr B wieder im Flur und versuchte mit weiteren Personen den Ausgang zu finden. Aus dem Haus heraus, in die Freiheit. Doch jedes Zimmer wiederholt sich, alles ist gleich, alles drehte sich im Kreis. Herr B drehte sich im Kreis. Die Welt dreht sich im Kreis, der Mensch. Ich drehe mich im Kreis denkt sich Herr B und träumt weiter.


Epilog

Herr B ist ein Realist, schreibt Bilder auf Papier, vierzeilig in Strophenform. Er wacht auf, verirrt sich in den schwarzen Wäldern  und reist von der Ostsee bis zu den Ufern des roten Meeres. Jeden Tag, dann dreht er sich aus dem weißen Tuch, bleich, reibt sich die Augen und schließt sie wieder. Herr B ist ein Träumer. Herr B entdeckt die Zeit.

 
 

Kommentare zu diesem Text


AZU20
Kommentar von AZU20 (30.10.2015)
Habe sehr gern hinter die Jalousie geblickt, ein sehr guter Text. LG
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wa Bash meinte dazu am 30.10.2015:
freut mich
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wa Bash
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Veröffentlicht am 30.10.2015. Textlänge: 2.328 Wörter; dieser Text wurde bereits 366 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 08.07.2021.
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