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Realität und Dichtung

Gedanke zum Thema Schreiben


von Sätzer

Menschen der schreibenden Zunft haben ein mehr oder weniger interessantes Leben gelebt oder sich eines erfunden. Der Unterschied zwischen dem echten, meist erlittenen, und dem erfundenen, erdichteten ist am Ende fast unerheblich. Er kommt im Text zur Deckung.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Stelzie
Kommentar von Stelzie (10.11.2015)
"Menschen der schreibenden Zunft" haben meiner Meinung nach einfach zu viel Fantasie. Irgendwo müssen die Bilder ja hin. Also schreibt man es auf. Manchmal ist die Realität so auch leichter zu ertragen. Da fällt mir auch noch ein: Umberto Eco soll auf die Frage, was ihm zum Schreiben des Buches "Der Name der Rose" veranlasst habe, geantwortet haben, er wollte gern mal einen Mönch töten. Schreiben als Schadensbegrenzung also?
Meine Kopfschmerzen werden grad net besser
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag
Kerstin
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Sätzer meinte dazu am 10.11.2015:
Na, ohne Fantasie ist Literatur doch ziemlich langweilig.
Danke und dir einen freien Kopf - wird schon wieder
LG Uwe
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LotharAtzert
Kommentar von LotharAtzert (10.11.2015)
Das ist eine Lüge!
Nur das Erlittene ist echt. Das andere ist ein "Schmarren", wie der Bayer sagt. Der Sensible (der viel erlitten hat) spürt stets den Unterschied zwischen Erlebtem und dem bloß unterhaltenden, ausgeklügelten Schein.
Der Erfinder hat natürlich ein Interesse daran, solche Aussage als unwahr hinzustellen, oder sie zu relativieren ...
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Sätzer antwortete darauf am 10.11.2015:
Lüge, das ist ein großes Wort.
Beim Schreiben interessanter fiktionaler Texte kommt es nicht auf Autobiographie an, sondern auf Authentizität, nicht auf Wahrheit, sondern auf Wahrhaftigkeit, d.h. der Autor muss wissen, zumindest kennen, worüber er schreibt. So entsteht eine Deckungsgleichheit im Geschilderten mit unserer Wirklichkeit.
Dein Ansatz ist da viel zu eng. Selbst eine reine Autobiographie sollte literarisch anspruchsvoll geschrieben sein.
Danke für deinen Beitrag und LG Uwe
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LotharAtzert schrieb daraufhin am 10.11.2015:
Das ist nicht, was ich gesagt habe. Authentizität beruht immer auf wahrhaft Erlittenem, nicht nur in Biographien. Die Geschichten, Erzählungen, Dichtungen etc. sind dann immer aus dem eigenen Fundus geschöpft und folglich keine Erfindungen, sondern bestenfalls Ausschmückungen.
Wahrhaftigkeit ohne zugrundeliegende Wahrheit - was soll das sein?
LG
Lothar
(beim Klären darf man nicht immer zimperlich sein -deswegen das Wort Lüge. Ich will dir ja privat nix unterstellen, aber in der Sache darf man nicht drumherum drucksen ...)
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Sätzer äußerte darauf am 10.11.2015:
Wahrhaftigkeit entsteht auch aus kognitiv Gelerntem, aus Berufserfahrung, aus Diskussionen, aus politischem oder anderem Engagement, aus dem Lesen von Magazinen und und und, nicht nur aus Erlittenem.
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LotharAtzert ergänzte dazu am 10.11.2015:
Ich bleib dabei: Das ist eine Lüge.
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Sätzer meinte dazu am 10.11.2015:
Mach das, hab ich kein Problem mit.
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (10.11.2015)
Für den Schreiber verschwimmen die Grenzen von Realität zur Phantasie. Seine Kunst ist es dem Leser glaubwürdig zu sein!
LG RR
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Sätzer meinte dazu am 10.11.2015:
Genau so ist es. Dank dir für Kommi und Empfehlung.
LG Uwe
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niemand meinte dazu am 11.11.2015:
Für den Schreiber verschwimmen die Grenzen von Realität zur Phantasie. Seine Kunst ist es dem Leser glaubwürdig zu sein!


Genau so ist es! LG Irene
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AZU20 meinte dazu am 11.11.2015:
Da schließe ich mich an. LG
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Sätzer meinte dazu am 11.11.2015:
Die Glaubwürdigkeit ist entscheidend. Beim Fantasiegenre dann eher nicht - oder?
Dank euch beiden und LG Uwe
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Gedankentexte mit wenigen Sätzen aus dem Leben gegriffen.
Veröffentlicht am 10.11.2015, 4 mal überarbeitet (letzte Änderung am 01.03.2019). Textlänge: 38 Wörter; dieser Text wurde bereits 723 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 18.03.2019..
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