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Mike

Erzählung zum Thema Allzu Menschliches


von Sätzer


Feuerberge
Vorwort

Die Personen:

Michael, geb. 1943 in Ostpreußen. Nach seiner Flucht in den Westen Mike genannt
Paul, geb. 1914, Vater von Michael, 1944 geflüchtet von Ostpreußen nach Chemnitz
Hildegard, geb. 1916, Mutter von Michael

Inhaltsverzeichnis

1. Prägungen
2. Männerabend
3. Küssen lernen

Prägungen

Wie immer die historischen Fakten aussahen, Michaels Vater Paul verkörperte eine verheerende Kombination aus Macht, Autorität, rationaler Disziplin und unterdrückten Gefühlen. Im ersten Weltkrieg geboren, den zweiten an mehreren Fronten durchlitten, musste der Vater nach dem Krieg ein paar Jahre karg mit Frau und zwei kleinen Kindern nach der Flucht aus Ostpreußen in Chemnitz überleben. In dem von ihm total abgelehnten System der DDR blieb ihm keine Wahl, sich trotz allem eine neue Existenz, angepasst an die politischen Bedingungen, zu schaffen. Er wurde Hilfslehrer an einer Berufsschule.

Erst sehr viel später wurde Michael klar, wie das Spitzelsystem der DDR in Beruf und Schule sein Leben geprägt hatte. Das System der Polytechnischen Bildung kam ihm zwar sehr entgegen, aber ansonsten empfand er es als absurd, seine Meinungen zum politischen System nicht offen diskutieren zu können. Er hörte überwiegend heimlich die verbotenen Westsender und beschloss nach seinem Lehrabschluss in den Westen zu fliehen, um ein eigenständiges und freies Leben zu führen. Es gab kaum einen Menschen in seinem Chemnitzer Freundeskreis, der nicht wusste, welche negative Wirkung das DDR-System auf ihn und seine Berufsperspektiven hatte. Nachdem ihm die Flucht über die Tschechoslowakei gelungen war, zog er nach Hamburg.

Stark geprägt wurde er sicher auch durch Vaters unablässiges Beharren darauf, etwas konkret Nützliches zu tun, etwas zu Wege zu bringen, niemals aufzugeben, Disziplin und Hingabe in den Beruf einzubringen. Sein Bruder Hans war an diesem Anspruch gescheitert. Bei Michael sah es zunächst auch so aus, dass er es nicht schaffen würde. Doch in Hamburg erlernte er den handfesten Beruf des Tischlers, arbeitete zwei Jahre darin und studierte an der Fachhochschule für Holzwirtschaft. In dem Rahmen bestand er die Hochschulreifeprüfung und studierte dann Betriebswirtschaft.

Oft fühlte er sich als innerlich Getriebener und hatte in den vielen Jahren seiner Entwicklung keinen Begriff von Muße und Entspannung. Ein Gefühl für eine allmähliche Entwicklung dahin lernte er erst viele Jahre später kennen und schätzen.
Rückblickend beeindruckt ihn heute nicht so sehr, dass er die Misere seiner Kindheit durchstand, sondern dass es ihm gelang, die Stärke von Vaters Grundlektionen mit seinen eigenen Fähigkeiten zu verknüpfen. Ein wichtiger Schritt in dem Zusammenhang war, dass er seinem Vater nach viel Streiterei doch endlich innerlich verzeihen und seinen Frieden mit ihm finden konnte. Doch manchmal entdeckte er bei sich Ansichten und Gewohnheiten, wie beispielsweise eine diffuse Furcht vor alternativen Handlungsmöglichkeiten oder eine tief sitzende Unruhe bis hin zu Schlaflosigkeit. Immer neue Ideen spukten ihm im Kopf herum. Begleitet von einem unerschöpflichen Vorrat an geistiger und körperlicher Energie, einem tiefen Interesse an einer Ästhetik von Form und Ausdruck, sei es in der Filmkunst, der Malerei oder der Schriftstellerei. Schließlich eine vielfältige Kultur der Einsamkeit als eine Form von Freiheit, aber auch temporären Leidens.
Wäre seine Mutter Hildegard ein sicherer Hafen, eine Art Zuflucht im Tagesablauf gewesen, wer weiß, wie die Ergebnisse heute aussehen würden. Doch ihre Ambivalenz ihm und anderen Menschen gegenüber saß auch tief in seinem Wesen. Grundlegend bestimmte Mutter ein tiefer Pessimismus, der ab und an von Euphorie durchbrochen wurde, ihr Sein. Wann immer sie plötzlich ein hässliches Gesicht offenbarte, gab Michael sich daran die Schuld. Die Zusammenhänge begriff er erst sehr viel später, nachdem Mutter sich selbst umgebracht hatte.


Männerabend

In Hamburg hatte Mike sehr schnell einen guten Freund namens Uli gefunden. Eines Tages beschlossen sie, eine Männergruppe zu gründen. Frauengruppen gab es viele, aber eine Männergruppe war ihnen nicht bekannt. Beide sprachen sie andere Männer an und es erklärten sich noch drei weitere bereit mitzumachen - Hans, Peter und Jochen. Sie beschlossen, sich jeden letzten Freitagabend des Monats zu treffen.

Beim dritten Treff versuchten sie über Gefühle und Sehnsüchte zu sprechen. Das fiel ihnen nicht leicht, denn eigentlich interessierten sie sich mehr für Sport und Politik - und auch ein wenig für Autos. Die Frauen von Peter und Uli, sowie Hans Freundin nervten oft, weil sie genauer wissen wollten, was sie da eigentlich machen. Mike war immer noch Single mit wechselnden kurzen Beziehungen und redete nicht mit anderen über die Männergruppe.
Nach der Begrüßung, mit zaghafter Umarmung, setzten sie sich und schenkten Bier oder Sodawasser ein. Über den üblichen Smalltalk kamen sie kaum hinaus und hielten sich an Organisatorischem fest.

Nach einem halben Jahr erhob Hans, immer noch eingefleischter Single, eines Abends das Wort an Uli gerichtet:
„Sag mal, hast du nicht manchmal Sehnsucht nach dem Alleinsein?“
Es folgte ein langes Schweigen und alle warfen verhalten-neugierige Blicke auf Uli. Der legte sein Gesicht in bedenkliche Falten und schaute etwas betreten zu Boden. Dann hob er langsam den Kopf und brummelte:
„Nein, eigentlich nicht. Ich freue mich, wenn ich zusammen mit Eva im Garten buddeln kann. Oder einfach mit ihr auf der alten Bank sitze und die blühenden Pflanzen bewundern darf. Aber interessiert euch das überhaupt?“
Jochen, ihr Globetrotter, der in serieller Monogamie lebte und nicht immer dabei war, schaltete sich ein:
„Mir wäre das zu langweilig. Ich brauche den Kitzel, die Überraschung, die Lust und die Leidenschaft.“
Mike warf spontan ein:
„Ich möchte endlich die Traumfrau kennenlernen.“
Jochen, zur Zeit ohne Anhang, meinte lapidar:
„Von deiner Traumfrau redest du schon seit wir uns kennen. Hör doch endlich auf zu träumen. Die gibt es nicht.“
Peter sprach nach gefühlt fünf Schweigeminuten und mit nachdenklicher Miene:
„Ich glaube, dass sich manch eine Sehnsucht in mir versteckt. Ich würde gerne mal eine Reise nach Südamerika, durch Argentinien nach Patagonien machen“.
Uli fragte:
„Und warum tust du das dann nicht?“
„Eva würde nicht mitkommen. Sie hat viel zu viel Angst vorm Fliegen.“
„Dann machs doch alleine oder mit einer Reisegruppe!“
„Nein, das würde sie wohl nicht gut finden.“
Jochen schaltet sich ein:
„Sag mal Peter, das kommt mir aber sehr erzwungen vor. Das soll eine Sehnsucht sein? Da brennt ja nichts in dir! Mir kommt das eher wie ein Wunsch vor, der sehnsuchtsvoll klingen soll.“
Jetzt meldete sich Jochen, inzwischen esoterisch vom Trend der Zeit angehaucht, zu Wort:
„Ihr spinnt ja alle. Nehmt doch einfach mal das Wort SehnSUCHT. Das sagt doch alles. Es handelt sich um eine Sucht. Warum könnt ihr nicht einfach im Hier und Jetzt leben und das tun, was ihr wollt“.
Nachdenkliches langes Schweigen!
Dann erhob Peter seine Stimme:
„Ja Jochen, dich beneide ich manchmal. Ich hätte auch gerne mal Sex mit einer anderen Frau.“
„Na endlich, da ist sie ja die Sehnsucht unseres Ehemannes“, sprach Hans kichernd vor sich hin.
„Manchmal wünsche ich mir allerdings auch eine etwas beständigere Frauenbeziehung“, meinte er, „es ist ziemlich anstrengend - diese ewige Jagd nach dem weiblichen Geschlecht.“
Mike schaltete sich ein:
„Du könntest mir aber mal etwas Nachhilfe geben, wie man am besten an eine attraktive Frau rankommt. Was will die moderne Frau? Machos, Frauenversteher, Kinderwagenschieber, Alleskönner, Moneymaker? Ich glaube, die wollen heute alles. Selbst Machogemache ist wieder in."
Hans erwiderte abschließend:
„Nachhilfe in >Wie krieg ich eine Frau rum<, nee, das Problem musst du schon selber angehen. Jeder Fall liegt da anders."
Dann redeten sie über Autos und Heimwerken, bis Hans vorschlug, morgen mal zum Fußballspiel ins Volksparkstadion zu gehen. Die Idee fanden alle gut.


Küssen lernen

Mike ging inzwischen als diplomierter Betriebswirt dem interessanten Beruf eines Controllers bei Airbus Hamburg nach. Er wurde sehr gut bezahlt. Doch wenn er am Wochenende in seiner kleinen gemütlichen Wohnung in Eimsbüttel saß, bohrte in ihm das Gefühl, dass etwas in seinem Leben fehlt. Er wollte wie seine Freunde auch endlich mal eine Frau küssen und überlegte wie er das erreichen könne. Bei seiner Arbeit war er es gewohnt Projekte erfolgreich zu leiten, indem er diese in überschaubare Phasen teilte. Es ging immer darum, das Optimum von Qualität bei der Produktion und ihren Kosten zu finden.
Auf der Suche nach einer Partnerin war er bisher noch nicht weitergekommen, trotz Diskussionen in der Männergruppe.
Er grübelte daran, wie es in der Hinsicht weitergehen könnte. Ganz praktisch stellte er sich vor, das Projekt in vier Phasen aufzuteilen, um zu einem erfolgreichen Kuss als Einstieg in eine Liebesbeziehung zu kommen:

Phase 1: Anschluss finden
Wie komme ich an sie heran? Bar, Sportverein, Firma, Fitnessclub? Ich muss mich entscheiden, welchen Einstieg ich wähle. Es gibt so viele Möglichkeiten, doch auch diese ewige Schüchternheit im Hinblick auf Frauen.

Die Sonne schien und Mike beschloss alles zu vertagen und zunächst an der Alster spazieren zu gehen. … Da, auf einer Bank direkt am Wasser saß sie. Er fragte höflich, ob er sich dazu setzen darf … Er durfte. Ein wundervolles Lächeln begegnete seinen Augen. Sie hieß Ute und sie kamen ins Gespräch - über Gott und die Welt. Die Zeit verging wie im Fluge. Plötzlich schaute sie auf die Uhr und sagte erschrocken:
„Oh, wir sitzen schon seit über zwei Stunden hier und plaudern. Ich muss jetzt leider meine Mutter vom Bahnhof abholen. Sie kommt aus Bremen und besucht mich für drei Tage.“
Mike hatte das Wort >leider< nicht überhört und schlug ihr mutig vor:
„Ich würde Sie, oder darf ich Du sagen? … gerne wiedertreffen.“
„Du ist o.K. Ich möchte dich auch gerne wiedersehen. Ich fand unsere Unterhaltung sehr schön und du bist mir sehr sympathisch.“
Mike hatte durchaus mutige Momente in seinem Leben, denn sonst wäre er damals nicht aus der DDR geflüchtet und auch nicht so schnell in eine Führungsposition bei Airbus gelangt. Er bot ihr an:
„Ich könnte am Sonntag ein schönes Essen kochen und dich dazu einladen.“
Ute schaute ihn erstaunt an und meinte:
„Geht das nicht ein bisschen zu schnell? Normalerweise treffe ich mich nicht schon beim zweiten Mal in der Wohnung einer neuen Bekanntschaft. ... Aber ich will dir mal vertrauen und was Neues probieren. Du siehst ja nicht wie ein Vergewaltiger aus.“
Mike wurde rot und meinte:
„Natürlich kannst du mir vertrauen. Ich bin ein ganz guter Hobbykoch.“
„Na gut, also dann bis zum Sonntag", erwiderte sie und errötete etwas, was Mike registrierte. Er dachte, dass er sie jetzt am liebsten küssen würde, aber traute sich nicht. Es wäre wohl auch nicht der Situation angemessen.

Phase 2: Vorbereiten
Am Samstag kaufte Mike frischen Fisch und Gemüse auf dem Markt in der Grundstraße. Der Sonntagmorgen war ausgefüllt mit der Vorbereitung des Essens. Ein knackiger Salat mit Öl-Zitrone-Senf-Honig-Vinaigrette, frischen Kräutern und ein paar Walnüssen, Rotbarschfilet mit braunen Champignons in Olivenöl und Zitrone gedünstet, sowie feinen Karotten in Butter geschwenkt und ein selbstgemachter Pannacotta an schwarzer Johannisbeersoße. Sanfte Musik von Norah Jones begleitete ihn beim Tun.

Endlich klingelte es. Die begehrte Ute stand schick angezogen vor seiner Wohnungstür.
„Hallo“, … „Hallo“, begrüßten sie sich. Attraktiv, schlank und noch klug dazu hatte er sie an der Alster empfunden. Das stimmte immer noch, hatte sich eher verstärkt.

Zunächst galt es, seine wieder aufkommende Schüchternheit zu überwinden. Ihre Lippen waren auberginenfarbig geschminkt. Das fand er nicht so günstig für den ersten Kuss. Aber wer wusste, ob das beim zweiten Treffen überhaupt angesagt war. Sie hatte eine Flasche Weißwein mitgebracht und reichte sie ihm zum Öffnen. Sie aßen, plauderten, lachten. Es war alles sehr locker und vertrauter als beim ersten Treff an der Alster.
Er dachte beim Gleiten des Fisches in den Mund ständig ans Küssen. Wie sie wohl regieren würde, wenn …?

Phase 3: Ausführen
Mike verzweifelte und fragte sich, wie er sich seinem tiefsten Wunsch nähern könnte. Er schaute zu seiner Stereoanlage hinüber. Die vielen Tasten und Knöpfe hatte er doch auch gelernt zu bedienen. Was zwar gedauert hatte, doch die Gefahr von Verletzungen in Form einer Zurückweisung war da weniger gegeben. Rückschläge konnten durch das Studium der Bedienungsanleitung und seiner technischen Intelligenz ausgeglichen werden. Kussintelligenz konnte wohl nur durch Mut und Training erlangt werden oder man war halt ein Naturtalent, wie Jochen aus der Männergruppe.

Nach dem letzten Löffel Pannacotta und einem abschließenden Espresso stand Ute unerwartet auf, ging zu Mike hinüber und fragte völlig überraschend:
„Darf ich mich nach diesem schönen Mahl auf deinen Schoss setzen?“
Er war völlig baff. Das stand nicht in seiner persönlichen Bedienungsanleitung. In der musste der Mann agieren. … So kann das also auch gehen?! ... hmm. Doch er entschloss sich, an seine Mutphasen anzuknüpfen, schob den Stuhl etwas zurück und antwortete:
„Ja, gern!“
Sie schwang ihr rechtes Bein über seinen Schoß und ließ sich sanft darauf nieder. Dann legte sie langsam ihre Arme um seinen Hals. Er ließ es einfach geschehen. Ihre Augen tasteten sich ab und suchten Anschlusspunkte. Er strich ihr zart durch das brünette Haar. Nach einem langen Moment näherte sie ihren Mund langsam seinem. Bei unendlich sanfter Berührung ihrer Lippen erhöhten sie nach einiger Zeit den Druck in kleinen Sequenzen und massierten sich das empfindsame Lippenfleisch im Wechselspiel miteinander. Das dehnten sie unendlich lange aus, wie einen spannenden Roman, der den Leser nicht loslässt. Es wurde immer feuchter und wärmer. Saugende Geräusche mischten sich mit dem Piano und der sanfter Stimme von Norah Jones. Der Geruch Ihres leichten Parfums betört seine Nase.

Phase 4: Abschließen
Nach diesem Langlauf der Sinne und Gefühle ließen beide voneinander ab. Ute ging zurück auf ihren Stuhl. Sie tranken wortlos einen Schluck köstlichen Weins. Mike meinte:
„Diese nonverbale Kommunikation war wunderschön, genauso wie die Gespräche mit dir.“
Ute flüsterte:
„Ja, mir hat es auch gefallen, obwohl alles sehr schnell in Gang kam. Ist sonst nicht so meine Art. Aber es gibt ja den Spruch: Man begegnet nur ein- oder zweimal im Leben dem Menschen, der zu einem passt. Vielleicht ist da ja was dran. Lass uns einfach mal am Ball bleiben.“
„Gut“, antwortet Mike.
Ute musste nachhause, denn ihre Mutter war zu Besuch bei einer Hamburger Freundin und die kam gleich zurück in die Wohnung ihrer Tochter, wo sie übernachten wollte.
Sie tauschten Telefonnummern aus und verabschiedeten sich an der Haustür. Natürlich mit einem Kuss!
Mike reflektierte: Ihre Lippen schmeckten gut, obwohl geschminkt. Sie waren eine Offenbarung und einen schöneren Nachnachtisch konnte er sich einfach nicht vorstellen.

Fortsetzung folgt

Anmerkung von Sätzer:

Bildinfos: Feuerberge auf Lanzarote, 1986, Öl auf Ölmalpapier, 48 * 36 cm


Sätzer
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Veröffentlicht am 04.12.2015, 15 mal überarbeitet (letzte Änderung am 12.12.2018). Dieser Text wurde bereits 698 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 13.12.2018.
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