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Maske aus blauem Stahl

Symbolgedicht zum Thema Angst


von Goat_Boy

Einst geboren, selbstsicher gedeihend
mich verloren, lautlos nach Hilfe schreiend..
Denn das Leben demonstrierte, mit allem was passierte:
Steh nicht auf, bleibe liegen, mich kannst du nicht besiegen!
Bleib am Boden, unbemerkt, ungesehen
Nur so kannst du bestehn!
Verstecke dich, und all deine Begehren,
sie werden dir dein Leben nur erschweren!
Hab kein Vertrauen in die Welt, sie will dich nur Betrügen.
Hab auch keins in dich selbst; fang an dich zu belügen!

Und so hörte ich, verpuppte mich,
umwob mich mit einem Mantel aus blauem Stahl
- Ganz wie das Leben es mir befahl.
Ergab mich, kroch durchs Leben
Hatte keinen Mut mich zu erheben.
Zu geprägt war ich vom Leid,
ich brauchte ruhe, ich brauche Zeit.
Der Kokon gab mir Raum zu sein,
doch schließlich wurd' er mir zu klein.
Mich umspannend wie eine zweite Haut,
hat mich meiner Lebenskraft beraubt.

Ich schrie ihn an:
Ich brauch dich nicht!
Siehst du nicht, wie wegen dir, alles um mich herum zerbricht?
Du bist nicht ich, ich bin nicht du
Lässt du mich nun endlich in ruh?
Hörtst du nicht? Du sollst mich lassen!
Die Schale sprach: Dann höre endlich auf zu hassen!
Dein Zorn ist es, der mich nicht gehen lässt.
- Ich hasse DICH, und will das du mich jetzt verlässt!
  Du sollst zerspringen, in tausend Teile!
Natürlich, Hass führt auch zu Hasst und Eile.
Solang du fürchtest, wirst du hassen.
Solang du hasst, kann ich dich nicht lassen.
Denn Hass ist, was mich nährt
Solang du nicht liebst, bleib ich mein Freund, unversehrt

 
 

Kommentare zu diesem Text


shadowrider1982
Kommentar von shadowrider1982 (05.03.2016)
Hallo Goat_Boy,

Ich habe dieses Gedicht schon mehrmals gelesen. Mir fehlt an der einen oder anderen Stelle, ehrlich gesagt, ein bisschen der Fluss. Inhaltlich und von der Wortwahl her, ist der absolut vorhanden, aber beim Lesen fand ich den Rhythmus ab und zu etwas holprig. Kann sein, dass das Absicht ist, oder dass es einfach dazu kommt beim Schreiben, wenn man die Worte sprudeln lässt, ohne darüber nachzudenken. Ich persönlich mache mir ja über so etwas beim Schreiben selbst auch nicht viele Gedanken.

Abgesehen davon finde ich dieses Gedicht aber wirklich sehr gelungen. Ich glaube, jeder, der die Maske aus blauem Stahl selbst trägt, oder zumindest ein mal getragen hat, wird sich darin sehr schnell wiederfinden. Es ist unheimlich treffend, wie du diese Entwicklung beschreibst. Man fängt an, einen Panzer um sich aufzubauen, um sich vor der Welt und vielleicht auch vor sich selbst zu schützen.
"Verstecke dich, und all deine Begehren, "

Und mit der Zeit, wenn man diesen Schutzwall, oder die Maske, wie du es nennst, zu voller Größe aufgebaut hat, stellt man fest, dass sie einem zu eng wird, dass sie einen der Lebenskraft beraubt. Und wenn man schließlich dann erkennt, dass man die Maske los werden muss, bemerkt man, dass das eigentlich kaum mehr möglich ist.

Die Zeile
"Du bist nicht ich, ich bin nicht du"
finde ich sehr interessant. Natürlich versucht man irgendwann, wenn die Situation dafür gekommen ist, sich von seiner Maske zu distanzieren. Aber ich denke, man weiß in diesem Moment trotz alle dem, dass diese Maske oder dieser Schutzpanzer sehr wohl ein Teil von einem selbst ist. Ein innerer Dämon, den man ja quasi selbst herangezüchtet hat.

Gefällt mir, vom holprigen Rhythmus an manchen Stellen mal abgesehen wirklich sehr gut!!

Gruß
shadowrider
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Goat_Boy meinte dazu am 05.03.2016:
Hallo shadowrider und danke für den Kommentar!

Das mit dem Rhythmus und dem Fluss sind Dinge, an denen ich arbeite, in dieser Veröffentlichung hängt das aber mehr oder weniger damit zusammen, dass ich den Text möglichst mager reinstellen wollte, ohne zu viel schnick schnack. Dabei sind natürlich die ein oder anderen Leseflüsse verschwunden.

Ich finde es sehr schön, das es "Wiedererkennungspotential" hat. Hatte nämlich schon befürchtet es sei zu Abstrakt!

Das "Du bist nicht ich, ich bin nicht du" ist so gemeint, dass ich in der Maske die Leugnung meiner selbst sah. Sie also durchaus ein Teil von mir ist, jedoch nicht ich. Ich ihr also nicht gewähre meine Handlungen zu bestimmen, sondern nur zu kommentieren.
Ich habe es so empfunden, als hätte ich jedes Verlangen unterdrückt und das auf Befehl des Verlangens nichts zu Verlangen. - Trieb mich in den Wahnsinn, deshalb die Distanz ;)
Den Rhythmus hatte ich versucht Melodisch zu gestallten, das man es auch evtl Singen kann.

Danke nochmal und liebe Grüße

GB
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Veröffentlicht am 02.03.2016. Textlänge: 254 Wörter; dieser Text wurde bereits 425 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.08.2019.
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