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Auf der Suche nach dem Glauben

Kurzprosa zum Thema Aufbruch


von Sätzer

Geborgenheit, Gemeinschaft, Trost und andere menschliche Bedürfnisse nach Zuwendung wurden durch seine Eltern nicht erfüllt. Sie waren nicht einmal in der Lage Momente zu gestalten, wo alles abgeräumt war, um ein bisschen Hoffnung und Glück zu schaffen.
Die Eltern hatte er deshalb verachtet und suchte als junger Erwachsener einen Glauben in seiner Reinform. So beschloss er, sich einer Religion, dem Göttlichen, Außermenschlichen, dem Heiligen zuzuwenden. Er brach mit seinen Eltern, weil sie als Atheisten das verhindern wollten.
In einsamen Stunden hatte er – klug wie er war - analysiert, dass er sich in einer Phase des Sinnverlustes der ganzen Kultur, in der er lebte, befand. Der Wachstumsfetischismus, der weltweit an seine Grenzen stieß, der Trend zu immer mehr rechtsnationalem Gedankengut, zu regionalen Kriegen, deren Wirkungen inzwischen auch immer mehr Europa erreichten, die zunehmende Schere zwischen Arm und Reich weltweit.
Die meisten Menschen in seinem Umfeld waren vom Geld oder dem Konsum hypnotisiert. Auch davon, sich irgendwie beweisen zu müssen, inspiriert durch zu Ikonen stilisierten Schauspielern, Models, Spitzensportler usw. Sie verdrängten ihr eigenes, vollkommen sinnloses Leben.
Er teilte die Sehnsucht nach einem Kult, dem Versuch, dem Sinnlosen einen Sinn zu geben, mit anderen jungen Menschen seiner Generation. Er war sich allerdings latent darüber klar, dass sich das nur durch eine Art Selbstbetrug verwirklichen ließe, dass sozusagen die Illusion die Desillusion übertrifft, sich als stärker erweist. Auf der anderen Seite kannte er Menschen, für die der Glaube das eigentlich Entscheidende, der tiefste Sinn war. Deshalb  glaubte er, dass die Hinwendung zum Glauben der einzige Weg sei, der seine bisherige Desillusion dann nicht mehr erschüttern könnte, auch weil so eine reine Lehre nichts übertüncht, nichts anderes verbirgt, nichts anderes ist als sie selbst.
Er sah keinen anderen Weg und wollte diese Fragen für sich erfahrbar machen.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Stelzie
Kommentar von Stelzie (17.04.2016)
Gut , wenn man der Erziehung zum Trotz den Weg zu irgendeinem Glauben findet. Als junger Mensch ist das sicher möglich.
Beim Lesen habe ich am Ende einen Selbstmord Attentäter erwartet. War nicht so. Trotzdem eindrucksvoll.
Liebe Grüße
Kerstin.
(Kommentar korrigiert am 17.04.2016)
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Sätzer meinte dazu am 17.04.2016:
Er hätte durchaus auch Selbstmordattentäter werden können. Oder damals RAF-Mitglied oder oder oder.... solche Kindheiten können durchaus zu einer Radikalisierung welcher Art auch immer führen.
Danke dir auch für die Empfehlung und LG Uwe
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AZU20
Kommentar von AZU20 (17.04.2016)
Man kann nur hoffen, dass er die Erfüllung findet. Zweifel sind auch hier angebracht. LG
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Sätzer antwortete darauf am 17.04.2016:
So ziemlich jede grundlegende Entscheidung ist schwierig. Zweifel gibt es da wohl sehr häufig.
Danke, auch für die Empfehlung, und LG Uwe
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Kommentar von Lance (52) (17.04.2016)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Sätzer schrieb daraufhin am 17.04.2016:
Homo Faber von Frisch hab ich ganz ganz früher als Jugendlicher mal gern gelesen, wurde dann ja auch mal Inschinör. Doch die Welt ist vielschichtiger als Wunsch und Realität. Diese ganzen Glaubensrichtungen sind mehr oder weniger im Aufruhr und bestimmen das Weltgeschehen immer in vielen Ländern.
Danke dir für Kommi und Empfehlung. LG Uwe
(Antwort korrigiert am 17.04.2016)
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Spurensuche (Kurze Prosa).
Veröffentlicht am 17.04.2016, 4 mal überarbeitet (letzte Änderung am 19.08.2018). Textlänge: 291 Wörter; dieser Text wurde bereits 594 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 18.05.2019.
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