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Gedanke zum Thema Mensch und Tier


von toltec-head

Jahrzehnte lang Bilder geschaut, mir in Museen vor Gemälden die Beine in den Bauch gestanden, nur um festzustellen, dass mich Bilder überhaupt nicht interessieren. Es interessierte mich immer nur ihr merkwürdiges Nachzittern, die geschärftere, buntere, lebendiger Außenwelt, wenn man nach einem langen Museumsnachmittag auf die Straße tritt. Ähnlich mit Musik, mit Worten, ja sogar mit Sex. Immer nur diesen Zustand erhöhter Privatheit gesucht, der mir die gesamte Kunstgeschichte, die gesamte Literatur wie das Eingehen einer Ehe als eine zutiefst unmoralische Veranstaltung, wie ein gewollter Schiffsbruch erscheinen lässt.

Mit dem Posten von Texten verhält es sich ganz ähnlich. Oft poste ich in der Vorfreude des Eindringens in andere viel zu schnell und muss dann zigmal korrigieren, was aber auch Spaß macht, so wie man immer tiefer, mit größerer Präzision in einen zunächst noch etwas zu engen Arsch stößt. Allerdings ist nicht egal, was man schreibt. Es muss schon etwas sein, dass einen selbst in den Flow gebracht hat, und von dem man das Gefühl hat, es könne nach dem Posten ansteckend wirken. Es ist definitiv dieser Zustand textuellen Nachzitterns, der mir Spaß macht, den ich suche, die Vorstellung Autor zu sein törnt schon wieder ab. Schreiben als eine Art Yoga und tatsächlich schreibe ich ja in Kobra-Stellung von meiner Yoga-Matte aus; bilde mir ein, der erste Schriftsteller zu sein, der beim Schreiben seinen Körper stählt (selbst bei Mishima waren Fitness-Studio und Schreibtisch getrennt). Das Arbeiten an einem Werk, die Veröffentlichung eines Buches kämen mir im Vergleich zu dieser Technik wie das Eingeständnis einer total gewordenen Impotenz vor. Bei besonders gelungen Texten kann dieser erhöhte Zustand des post-koitalen in die Welt mit seinen Worten eingedrungen seins einen ganzen Nachmittag lang andauern bis der Abend dann Zweifel weckt, so wie nach einem langen Museumsbesuch die Welt irgendwann dann doch wieder fahl wirkt. Hiergegen gibt es nur ein Mittel: Am nächsten Tag einen noch besseren Text posten.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von AfD (38) (10.05.2016)
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toltec-head meinte dazu am 10.05.2016:
Werde von Jahr zu Jahr jünger, die Härte meines Schwanzes immer fürchterlicher. Merkst du das nicht?
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AfD (38) antwortete darauf am 10.05.2016:
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toltec-head schrieb daraufhin am 10.05.2016:
Lass mal den Unfug mit der Margarine. Andreas schreibt doch mit seiner Clit.
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Kommentar von michaelkoehn (76) (10.05.2016)
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Kommentar von parkfüralteprofs (57) (10.05.2016)
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Aha
Kommentar von Aha (19.08.2019)
Früher haben mich die Kunstmuseumsbesuche fasziniert, bis ich dachte, eigentlich ist ja an den Bildern gar nicht so viel besonderes dran. Vielmehr wurde es dann später die Atmosphäre in einem Museum, die mich anzog. Die aufwendige geschmackvollgewollte Innenausstattung, die Präsentation der Kunstwerke, die Kunstwerke selbst (zugegeben), aber doch viel mehr die Besucher, wie sie sich verhalten, wie sie schauen, herumgehen. Manche neigen dazu, andächtig die Hände zu falten, als wären sie in einer Kirche, und sie würden von anderen beobachtet werden, ob sie sich auch richtig verhalten... Noch viel aufregender für mich ist die Mimik eines klugen Gesichts beim Betrachten eines guten Bilds, dazu auch die attraktive Körperhaltung, wenn sie eine gewisse Spannung zeigt. So wird der Museumsbesucher unabsichtlich zum Teil eines, aus meiner Sicht, Gesamtkunstwerks im Kontext mit den zu betrachtenden Bildern - die ohne Betrachter, sonst nur verwaiste Bruchstücke aus dem Lebenslauf eines zu jener Zeit am verlogenen und harten Leben gescheiterten Künstlers sind.
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Foren-Träumereien eines einsamen Literatur-Touristen.
Veröffentlicht am 10.05.2016, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 10.05.2016). Textlänge: 317 Wörter; dieser Text wurde bereits 676 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 03.07.2020.
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