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Der Mensch - ein beauftragter Sinnsucher?

Essay zum Thema Sinn/ Sinnlosigkeit


von Bluebird


Gelegentlich bin ich der Auffassung begegnet, dass es eigentlich keinen Sinn mache, groß über den Sinn des Lebens nachzudenken. Wenn es ihn tatsächlich geben sollte, bliebe er uns sowieso verborgen. Stattdessen wäre es am sinnvollsten, einfach zu leben und nicht seine Zeit mit fruchtlosen Grübeleien zu verbringen.
    Dies ist durchaus ein vertretbarer Standpunkt, aber ich persönlich finde  den Ansatz des Aristoteles interessanter. Der besagt, dass die menschliche Fähigkeit über das Leben - "Gott und die Welt" - nachdenken zu können,  gleichzeitig eine dem Menschen gestellte Aufgabe sei.
    Er leitete diesen Gedanken  aus der Tier-  und Pflanzenwelt ab. Dort sind die angeborenen Mittel und Fähigkeiten gekoppelt mit ihrer Ausübung. Ein Adler, der Flügel und „Greifer“ hat, würde an seiner Bestimmung vorbeileben und verhungern, wenn er nicht auch Beides zur Anwendung bringen würde. Auch ein Apfelbaum, der keine Äpfel hervorbringen würde, würde seiner naturgegeben Bestimmung nicht gerecht.

Wenn also dem Menschen die Fähigkeit des tieferen Denkens und Erkennens innewohnt, - und wer wollte dies ernsthaft bezweifeln  -, so sollte er sie auch anwenden. In letzter Konsequenz dann mit dem Ziel "um zu erkennen, was die Welt in ihrem Innersten zusammenhält.“(Faust 1)
    Der Mensch muss, will er sich und seine angeborenen Fähigkeiten nicht verleugnen, zum Forscher und Wahrheitssucher werden. Und dies muss nicht erfolglos verlaufen. Um im Bilde zu bleiben: Wenn der Adler mit seinen angeborenen Fähigkeiten auch tatsächlich Beute macht, warum sollte der Mensch nicht auch erkennen können, was die Welt in ihrem Innersten zusammenhält!?


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Kommentare zu diesem Text


LotharAtzert
Kommentar von LotharAtzert (23.05.2016)
Bist du eigentlich noch willens, darüber zu diskutieren, oder geht es dir "nur" um das Durchboxen (Über-Zeugen Anderer) Deines christlichen Glaubens?
Ich will damit sagen, daß das, was Du Gottvater nennst, von anderen, wie beispielsweise mir, "das Prinzip des Daseins" genannt wird. Wenn du aber kein Prinzip als übergeordnete Instanz (an-)erkennen willst oder kannst, so würde ich mich aus deiner Sinnbetrachtung wieder zurückziehen.
Gruß
Lothar
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Bluebird meinte dazu am 23.05.2016:
Hallo Lothar,
schön mal wieder etwas von dir zu lesen ... gestern habe ich übrigens "zufällig" den Robert getroffen ... haben uns gut unterhalten

Seit dem "autorenblog" sind nun doch schon ein paar Jahre ins Land gegangen und man hat sich weiterentwickelt ...

Natürlich will ich meine Überzeugung argumentativ "durchboxen" ... aber als "Plädoyer" eines ehrlichen und freundlichen Anwalts, der Gegenargumente zur Kenntnis nimmt// ... mein Verständnis hat sich inzwischen doch sehr geweitet ... ich habe mich inzwischen eingehender mit dem Buddhismus/Hinduismus beschäftigt ( insbesondere den tibetischen Buddhismus und Yogananda) ... und habe inzwischen verstanden, dass diese Weltsicht wesentlich schwerer zu "widerlegen" sein wird als beispielsweise den Islam oder den Naruralismus ... weil das Übernatürliche für einen Hinduisten oder Buddhisten überhaupt kein Problem darstellt und wunderbar in sein Weltbild passt ...

"autorenblog" war eine harte Lehrzeit ... hat mir sehr geholfen in meinen Diskussionen auf facebook ...
(Antwort korrigiert am 23.05.2016)
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (23.05.2016)
Ich muss zugeben, ich hatte ganz ähnliche Gedanken wie Lothar, wenn auch nicht so barsch ausgedrückt.
Man muss dem blauen Vogel jedoch zugutehalten, dass im Text keine religiösen Begriffe oder gar Gott&Co. auftauchen, oder?

Übrigens macht man nicht nur vor, sondern auch hinter dem Gedankenstrich ein Leerzeichen.
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LotharAtzert antwortete darauf am 23.05.2016:
Barsch? Ist das nicht ein Fisch? ;)
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Bluebird schrieb daraufhin am 23.05.2016:
Danke für die Korrektur!
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Graeculus (69) äußerte darauf am 13.10.2016:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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LotharAtzert ergänzte dazu am 13.10.2016:
.
Haar-Spalter!
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Stelzie
Kommentar von Stelzie (23.05.2016)
Die Suche nach dem Sinn des Lebens ist wohl so alt wie die Menschheit selbst. Eine Glaubensfrage ist es eher nicht. Wobei ich denke, dass Menschen die glauben können, die Antwort eher finden. Ich selbst bin Atheist - leider.
Liebe Grüße
Kerstin.
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Bluebird meinte dazu am 23.05.2016:
Wer sich auf eine Sinn-suche begibt, sollte dies schon "ergebnisoffen" tun ... sonst macht das natürlich keinen Sinn ( lach- Wortspiel)

Mein Plädoyer geschieht allerdings aus der Position heraus, dass ich glaube, dass mich die "Wahrheit" 1985 - völlig überraschend für mich selber -gefunden hat : hier
(Antwort korrigiert am 23.05.2016)
(Antwort korrigiert am 23.05.2016)
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Dies ist ein Artikel des mehrteiligen Textes Ein Plädoyer für den christlichen Glauben.
Veröffentlicht am 23.05.2016, 6 mal überarbeitet (letzte Änderung am 12.08.2018). Textlänge: 240 Wörter; dieser Text wurde bereits 812 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 12.07.2020.
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