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Gedicht zum Thema KeinVerlag


von toltec-head

Wenn es unter den Pyramiden-Touristen etwas blöderes als die Touristen gibt, so sind es die Pyramiden selbst
Als die bloßen Arbeiter anfingen, auch ihre eigenen kleinen Privat-Pyramiden haben zu wollen, die für heutige Archäologen beinahe interessanter als die ihr Geheimnis weiter verbergenden großen Pyramiden sind, da dämmerte wohl auch den Pharaonen ihre Blödheit
Und dann dauerte es noch ein paar Jährchen und dann war es auch schon wieder vorbei mit ihnen, den Pyramiden
Die Situation von LitForen, und LitForen sind ja vor allem dies, auch wenn praktisch alle Texte in ihnen uninteressant sind: eine Situation, die Situation von LitForen ist genauso
Auch wenn keiner der kleinen Pyramidenbauer seine Pyramide an die Stelle der großen setzen kann oder auch nur möchte
Zerstört die Farce das Original auf sehr viel genauere und sichere Weise
Das Original?
Nehmen wir das Geräusch eines Vogels, sagen wir eines Seidenschwanzes, der gegen ein Fenster prallt und dessen Schatten weiter fliegt
Wo? Im Gehirn des Lesers Tip, tip, tip
Tip → Joseph Campbell, in his A Skeleton Key to Finnegans Wake, hypothesized the repetitive "tip" as the knocking of a branch against a window pane, a window in the bedroom of whatever dreamer is dreaming the dream that is the text (Wiki)
Der große Autor, der von außen anklopft, um den Leser zu seiner Mumie zu machen
Ach, wie blöd das alles ist
Blöder ist es freilich, wenn ein LitForen-Autor in völliger Unkenntnis der Situation, in der er schreibt, schreibt
Wer schreiben will wie der berühmte Autor X, der darf nicht schreiben wie der berühmte Autor X, denn der berühmte Autor X schrieb nicht wie irgendein Vorbild, sondern wie er selber (Graeculus)
Da ist es wieder, das Don´t be a maybe aus der Zigarettenwerbung
Das ubiquitär ist und dem du sicher nicht entkommst, wenn du stolz deklarierst, nur ein Vielleicht zu sein
Selbst den Trick, den Quichote einfach abzuschreiben hat es schon gegeben
Borges: Andere sind stolz auf die Bücher, die sie geschrieben haben, ich nur auf mein Lesen
So als wenn nicht alle alte Schwuchteln irgendwann 100% passiv würden
Der Buddha-Effekt ist doch in Wahrheit genauso ubiquitär wie die Zigarettenwerbung
Ich bin nicht nur stolz auf die Bücher, die ich nicht geschrieben habe, sondern auch auf die vielen, die ich gar nicht gelesen habe
Wenn man das in einem LitForum schreibt, klingt es aber auch schon wieder dumm
Ach, lasst es genug sein, ihr Foren-Göttinnen
Ich habe genügend Texte im Internet geschrieben
Geht ungesättigt heim, tretet den Beweis an, dass wenn der Abendstern naht, man genauso gut auch ungesättigt heimgehen kann, meine Ziegen
Nicht: Auch das Schöne muss sterben
Nein: Das Schöne ist schön, weil es stirbt.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Lluviagata
Kommentar von Lluviagata (22.08.2016)
Nehmen wir das Geräusch eines Vogels, sagen wir eines Seidenschwanzes, der gegen ein Fenster prallt und dessen Schatten weiter fliegt.

Das ist trotz seiner Brutalität so poetisch, dass mich schauert. Alles andere ist an mir vorbei geflogen.

Liebe Grüße
Llu ♥
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Janna (66) meinte dazu am 22.08.2016:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Dieter Wal antwortete darauf am 22.08.2016:
Schließe mich beiden an. Sehr schöner Satz! Darüber hinaus war auch das Graeculus-Zitat perfekt. Sonst gings mir wie in 99 Fällen der stippvisitenartigen Lektüre harzgebirglers.
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loslosch schrieb daraufhin am 03.04.2017:
mich schauderts.
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Kommentar von RedBalloon (58) (22.08.2016)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Mahmud der EritreerInhaltsverzeichnisHermann und Hermann
toltec-head
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Foren-Träumereien eines einsamen Literatur-Touristen.
Veröffentlicht am 22.08.2016, 6 mal überarbeitet (letzte Änderung am 22.08.2016). Textlänge: 445 Wörter; dieser Text wurde bereits 521 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 17.11.2019.
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