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Mein Vater, der Philosoph VI.InhaltsverzeichnisMein Vater, der Philosoph VIII.

Mein Vater, der Philosoph VII.

Text zum Thema Philosophie


von theatralisch

Ich konnte (einfach) nicht anders.

Wie in früheren Texten bereits angedeutet, unterhielten mein Vater und ich uns viel über den Begriff der Willensfreiheit. Mein Vater vertritt die libertarische Position und ist damit im Vergleich zu den Kompatibilisten in der Minderheit. Der Libertarismus geht von einem Zwei-Wege-Vermögen aus. Ein gutes Beispiel dafür ist die Ambivalenz, die hinter jeder Entscheidung steht. Was schwierige Entscheidungen anbelangt, sind wir immer besonders ambivalent: "Ich kann mich gar nicht entscheiden." Auch hier gibt es Abstufungen: Ob es sich nun um ein notwendiges Übel handelt oder um etwas Lebensbedrohliches.

Mein Vater pflichtet Kant bei, der erbost darüber war, Menschen sagen zu hören: "Ich konnte nicht anders." Daraufhin führte er den Galgentest als Gedankenexperiment durch: Wer unter Androhung des Todes diversen Versuchungen mit einem Mal widerstehen konnte, kann doch zur Verantwortung für sein Handeln gezogen werden. Hier geht es um juristische Entscheidungen, Urteilssprechungen. Es geht hier nicht etwa um die Legitimation einer Todesstrafe, sondern schlichtweg um die Verdeutlichung des Umstandes, der zur Tat geführt haben soll. Hierfür scheint die Extreme des Experiments gerade adäquat genug. Es geht kurzum und erneut (schrieb ich doch in den letzten Tagen oft darüber) um intrinsische Motivation: Ich bin schließlich die-/derjenige, die/der entscheidet und niemand sonst.

Das macht mich in gleicher Weise wütend wie es Kant wütend gemacht hat. Ich halte es für erbärmlich, solange kein pathologischer Grund vorliegt, zu konstatieren, dass jemand anderes Schuld trägt am Vergehen, das niemand anderem zugeordnet werden kann als dem Verursacher selbst. Denn das impliziert diese durchaus rationale Sicht: "Ich bin schuld, also muss ich behaupten, dass ich gar nicht anders konnte." Eng gekoppelt ans Lügen. Wenn ihr also einem großen Lügner begegnet, ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass ihr einmal vor ihm sitzen werdet und er von sich gibt: "Ich konnte gar nicht anders."

Wie ihr einen Lügner entlarvt, ist eigentlich ganz simpel: Jeder von uns neigt dazu, sporadisch zu lügen. Vor allem übrigens die Philosophen. Denn die haben den größten Spaß daran. Wer jedoch seinen guten Willen verkennt und jemandem ernsthaft Schaden zufügt, indem er Lügen erzählt, ist einer, dem ihr nie wieder trauen solltet: Denn ER KANN einfach NICHT ANDERS.

Mein Vater, der Philosoph VI.InhaltsverzeichnisMein Vater, der Philosoph VIII.
theatralisch
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Mein Vater, der Philosoph..
Veröffentlicht am 23.08.2016. Textlänge: 360 Wörter; dieser Text wurde bereits 529 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 23.09.2021.
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