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Fallschirm

Erzählung zum Thema Gefühle


von Hillarts

Ecken sind die Schlimmsten.

Dort ist der Abstand zwischen zwei Mauern am Geringsten.

So werde ich blitzschnell von einer Wand zur Anderen geschleudert, nicht wissend welches Vor-den-Kopf-Gestoße ich lieber mag.

Es birgt eine Riesenchance sagen sie. Der ganze Raum vor mir, bereit von mir betreten zu werden,  sagen sie,  erobert zu werden, sagen sie.

Doch während des Sturzes aus dem Flugzeug, 
Sky-divender Weise,
wissend um den Aufenthaltsort des Fallschirms,
fataler Weise im Bauch des Flugzeugs anstatt auf dem Rücken des Tauchers,
fällt es schwer,
das Verhältnis der Abwärtsbewegung zur Vorwärtsbewegung umzudrehen.

Doch es IST möglich sage ich grinsend und verlagere mein Gewicht in verschiedenste Richtungen, um jedes Mal, wenn du nicht guckst, meinen Mageninhalt in deine Richtung zu schießen.

Bestehend aus tief frequenten Holzresten.

Sie stecken noch zwischen meinen Zähnen.
Vom Festbeißen an fremder Leuts Stammbäumen.

Die Fensterläden knarren.
Auf der einen Seite sehen sie so alt aus,  dass man glaubt, sie müssten fest gerostet sein. Auf der anderen Seite denkt man, dass sie frisch geölt sein müssen, weil sie sich bewegen. Das wiederum macht hier draußen keinen Sinn. Und eigentlich gibt es noch eine dritte Seite, von der aus man denkt,  dass das Geräusch nicht auf frisch geölt schließen lässt. 

Du blickst nach draußen und bemerkst diese Tatsache schon gar nicht mehr.
Wie lange leben wir hier?  Wie lange warten wir schon hier?  Ich habe aufgehört die Sekunden zu zählen, ich glaube du hast nicht mal angefangen die Tage zu zählen. 

Oft spielen wir, wir wären Nachbarn. 

Ich gehe einfach ans nächste Fenster, stämme es mit dem Stück Gleis, was wir mal gefunden haben,  auf und stecke den Kopf raus. 

Dann blicke ich zur Seite und sage beiläufig:’Schönes Wetter heute,  nicht wahr? ’

Du blickst mich an und meinst,  dass die ganzen Jugendlichen nerven würden.

Dann fangen wir schallend an zu lachen und rufen nach oben:’Pardon’.

Als würde dort jemand wohnen. 

Ohne unsere Eltern sind Ziele wertlos geworden.


Ja, es ist schwer, den Sturz zu verdrängen nur der Spiegel auf der Innenseite des anderen Fensterladens nervt langsam. ...

 
 

Kommentare und Diskussionen zu diesem Text


Ephemere
Kommentar von Ephemere (02.09.2016)
Sehr stark - aufs Wesentliche reduziert, assoziativ und doch straff, tolle Sprachbilder, sehr unprätenziös und packend. Nur den letzten Satz, den würde ich weglassen - ich finde, man versteht das auch ohne es auszusprechen. diesen Kommentar melden
Overwolf (37) meinte dazu am 02.09.2016:
Ja toller text,
der letzte satz stört mich auch, weil sonst das prosaische Ich nicht genervt rüber kam.

tüdelü
Hillarts antwortete darauf am 17.10.2016:
Also, da das aber spontaneous prose ist, werd’ ich’s nicht ändern.

Hillarts
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Veröffentlicht am 02.09.2016. Dieser Text wurde bereits 203 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 15.09.2017.
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