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Essay zum Thema Weisheit


von LotharAtzert

Damit es keine Unterbrechung seiner Lehre geben würde, bestätigte der vollkommen Erwachte seine Nachfolger in dem Moment, da sie ihm geistig nachzufolgen verstanden (- der historische Buddha, von dem hier die Rede ist, war im Sternzeichen Stier geboren, ein Leitbulle sozusagen). Dh. er bestätigte deren Erwachen, das er mit dem dritten Auge unzweifelhaft sah. Ananda und die anderen verfuhren danach bei ihren Schülern im selben Sinne: Sie bestätigten ihrerseits das Erwachen ihrer Schüler.
Buddha bestätigte Ananda, dieser Saraha, jener ... und so weiter bis zu unserem Lehrer, dem 16. Karmapa aus Tibet. Dazwischen gab es nie einen Bruch in der Linie der Buddhaschaft.
Das Bestätigen der Linie innerhalb des Buddhismus schließt Scharlatanerie aus. Es schließt jedoch nicht aus, daß ein Scharlatan behauptet "Ich hab die authentische Bestätigung durch einen Linienhalter erhalten." Ebensowenig schließt es Angriffe von außen aus, etwa "dieser da ist kein Nachfolger Buddhas, er tut nur so!"
Da es Zeichen gibt, anhand derer man zweifelsfrei erkennen kann, wie weit die Gestesklarheit  vorangekommen oder -verdunkelung fortgeschritten ist, ist ein Scharlatan von jedem Erleuchteten sofort und definitiv zu erkennen.
   
Eine solche Praxis ist im Westen weitestgehend unbekannt. Man kann nicht sagen: "Der Nachfolger von Sokrates - "ich weiß, daß ich nicht weiß" - ist der Soundso. Auch wenn Platon sich alle Mühe gibt, hat ihn sein Vorgänger nicht öffentlich autorisiert. Wie gesagt: Sonne im Herdenzeichen. Und Platon hat seinerseits keinen zur direkten Nachfolgerschaft autorisiert, auch wenn zwei oder drei Generationen später der Philosoph Plotin versuchte, seines Vorbildes Staat real zu verwirklichen, so ist er doch nicht von einem Erleuchteten erkannt und bestätigt worden. Sein Idealstaat wurde nie verwirklicht. Weil sie alle, von Sokrates bis Schopenhauer, eben nicht vollständig erleuchtet waren, auch zeigt ihre harte Arbeit am Denken den Verdunkeluszustand vor dem inneren Licht, das aus jedweder Beweislast enthebt. Es zeigt - Zeichen bezeugen immer Abwesendes.
   
Schopenhauer, der dem Westen als Erster das Buddhadharma näher brachte, hatte noch nicht verstanden, daß Buddha extreme Gedankenhaltung in keinerlei Richtung bestätigte. Diese unbestätigten Extreme waren vor allem der Eternalismus und der Nihilismus.  Vorherbestimmung ist ein Extrem, weil es das Offene einer Entwicklung ausschließt und Nihilismus ist das andere Extrem, welches an ein Nichts glaubt.
Der Buddha hatte beides hinter sich gelassen. Das war 500 Jahre vor Christus. Er stellte den einfachen Bauern Ideen, wie die vier edlen Wahrheiten in ihren Geistesstall: Die Wahrheit vom Leiden, die Wahrheit von der Leidentstehung, die Wahrheit von der Leidbeendigung und die Wahrheit vom dahin führenden achtfachen Pfad.
( - vollkommene Erkenntnis, Gesinnung, Rede, Tat, Lebenserwerb, Anstrengung, Achtsamkeit und Sammlung.)
"Da erkennt einer, ihr Mönche, der langsam einatmet, das langsame Einatmen ..."
Heute ist das Bewußtsein ein anderes und es läßt sich sagen,  die Buddhas lehren jetzt den Buddhageist direkter, durch sogenannte Tantras - Meditationsgottheiten mit bestimmter Erleuchtungskraft. Diese sind verbunden mit dem Geist des Schülers, der die Verbindung in der sogenannten Einweihung empfängt und durch das Praktizieren eines Rituals den Aspekten entgegen wächst. Solche Praktiken entspringen nicht der Stiersonne, sondern eher dem Zeichen Skorpion. Eine Praxis, die wiederum Seinesgleichen im Westen sucht. - In einer anderen, noch zukünftigen Zeit wird Er wieder anders lehren, denn das Verstehen eines Menschen ist immer auch abhängig von der Zeit, in der er lebt. Das heißt aber nicht, daß die Basis der vier edlen Wahrheiten und der Rest aufgegeben wurden - sie bleibt bestehen, solange es Buddhismus gibt. Ferner heißt es nicht, daß der Buddha nicht den Verständigeren unter seinen Schülern nicht schon damals fortgeschrittenere Sichtweisen offenbarte, doch das gab es nur direkt und auch nur mündlich.
 
Das Dzog-Chen (skt: Maha-Ati) ist ein weiterer Sproß vom Buddhageist. Hier geht es, ählich wie im Zen, um die direkte Einsicht in die Natur des Geistes. Hätte Buddha um 500 vor Christi Ohren dafür gefunden, so hätte er es auch gelehrt.
Die Zeit - wie gerne spräche ich von der Zeit, dem Saturn, wohlwissend, daß während des Sprechvorgangs Zeit vergeht. Immer ist alles vorüber, solange wir auf gewöhnliche Weise leben, wir leben praktisch nur im Gewahrwerden des Vergangenen. Und knüpfen uns an die Vorstellungen von einer Zukunft. Dazu wird die Zeit eingeteilt, so daß wir einzelne Abschnitte daraus betrachten können, wie wir Salamischeiben vor dem Verzehr betrachten - während die Form der Salamiwurst mit dem Schneidevorgang verschwindet. Die Erde ist eine Scheibe, hieß es tatsächlich einmal. Wie hätte man den Menschen des Altertums die Gravitation erklären sollen?
Erst als einem hellen, von Hölderlin besungenen Philosophen, Empedokles, der Einfall kam, einen mit Wasser gefüllten Eimer im Kreise herum zu wirbeln, ohne daß es herausschwappte, da begriffen die hellsten unter den Anwesenden, was  Gravitation bedeutet. Aber dieses zu äußern war gefährlich. Denn die damaligen Besserwisser waren grausame Tyrannen. Doch die Gefahr zu meistern brachte den Menschen auch die entsprechenden Erfahrungen - wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück. Das heißt - Ohne Gefahr keine Gefährten.
Heute darf jeder alles ohne Konsequenz besser wissen, es nimmt ihn sowieso kein ans System Angepasster mehr ernst, oder hält fürwahr, was sein Gegenüber wirklich ist. "Intellekt" heißt ihr Denksystem, sie nennen sich manchmal Logiker, die sich des Gehirns bedienen, wie der Bauer der Milch am Euter der Kuh. Nein, das hat Buddha nicht gelehrt, diese Abhängigkeit vom Gehirn. "Ein Gedanke" so äußerte Er einmal, "besteht aus hauchfeinen Wärmestrahlen". Es brauchte fast zweitausend Jahre, bis westliche Wissenschaft dieses "entdeckten".
Und so lehrte Er die Verständigen das große Fahrzeug Mahayana:
Der Dharmakaya - die Wahrheit ist grenzenlos währendes Offensein - und nicht nichts und nichts, was zu erreichen oder nicht zu erreichen wäre, da allgegenwärtig.
Sambhogakaya - Mandala der fünf Erleuchtungs-Buddhas als der Zustand bewußten Losgelöstseins von jeder Art Zuneigung-Abneigung - was als universales Meer der Freude erfahren wird.
Nirmanakaya - die stete Verwandlung zum Lichteren durch bewußtes Kreisen von Ursache und Wirkung.

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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Overwolf (37) (20.09.2016)
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LotharAtzert meinte dazu am 20.09.2016:
Ja also ... irgendwo dazwischen. Die Wissenschaft ist ja schon einige Zeit zugange. Ich verfolge deren Treiben ja nur so am Rande - gezwungenermaßen. Aldous Huxley hat das mal schön ausgedrückt. Sinngemäß: wenn was (-eine Erfindung) da ist und sich durchsetzt, kann man es nicht mehr ablehnen, ohne selbst abgelehnt zu werden.
Danke
Gruß verstärkt retour
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